Türkei

Virus als Katalysator

Die Corona-Krise in der Türkei wirkt als Katalysator sozialer Antagonismen: autoritäre Konsolidierungsversuche Erdoğans, Militarismus und Chauvinismus einerseits, Krise und Widerstand andererseits. Eine Analyse unseres Redakteurs Alp Kayserilioğlu.

Mustafa Kocak ist am 297. Tag seines Todesfastens gefallen

Unser Mandant Mustafa Kocak ist am 297. Tag seines Todesfastens gefallen. Unser Mandant Mustafa Kocak, der sein Todesfasten mit der Forderung nach einem gerechten Gerichtsverfahren begonnen hatte, ist am 297. Tag des Todesfastens in Izmir im geschlossenen Vollzug gefallen. 

Mustafa hat nicht eine Sekunde an seinem Widerstand gezweifelt, er hat nicht eine Sekunde aufgegeben. Seine Ehre war ihm wichtiger als sein Leben! 

Seit dem Tag seiner Festnahme in Untersuchsungshaft wurde er schwer gefoltert. Man hat ihm einen Blecheimer über den Kopf gezogen, ihm mehrfach gedroht seine gesamte Familie zu vergewaltigen, man wollte das er Lügen erzählt und Falschaussagen tätigt. Er hat es abgelehnt! Er hat sich nicht der Folter gebeugt! 

Türkei: Der politische Gefangene Mustafa Kocak ist in Lebensgefahr!

Heute am 23.April gegen 17 Uhr hat sich  der Gefangene Mustafa Kocak aus der Türkei, der seit über 290 Tagen sich im Hungerstreik befindet,   bei seiner Familie telefonisch gemeldet. Er war nicht in der Lage, 10 Minuten zu sprechen. Konnte  nur zwei Minuten von seinem Gesundheitszustand erzählen. 

 

Atmen fällt ihm schwer, seine Füße sind stark angeschwollen und er hat  starke Schmerzen  beim Berühren. Er kann sich nicht mehr im Bett drehen und nicht mehr schlafen. 

Es gibt  bisher keine Antwort, auf sein und  den Anwält*innen gestellten Antrag auf Haftentlassung sowie auf die Untersuchung durch ein unabhängiges Ärztinnenteam, erhalten.  

 

Seine Mutter hat seit drei Tagen ein zehntägiges Hungerstreik begonnen, sein Vater hörten wir im Hintergrund, dass er sich vor dem Knast verbrennen würde. 

Die Familie ist am Kämpfen für sich und für Mustafa. 

Es war unser Frühling

Am 16. März 1978 verübten türkische Faschisten einen Anschlag auf die Istanbuler Universität, sieben Menschen starben. Die Folge: Die revolutionäre Linke erstarkte und vertrieb die Faschisten aus Istanbul. Ein Genosse, der den Anschlag überlebte, über eine Generation der Würde.

Deutsch-türkische Untiefen

Auch in diesem Jahr sind wir als Medienpartner*innen an einem Broschürenprojekt aus Berlin beteiligt. In der zum 30. Jahr des „Mauerfalls“ erscheinenden Broschüre „Deutschland ist Brandstifter! Gegen den BRD-Imperialismus und den Mythos Friedliche Revolution“ steuern wir als re:volt magazine unter anderem den nachfolgenden Text zum Verhältnis zwischen BRD-Imperialismus und Türkei bei. Release der Broschüre ist am Donnerstag, den 7. November 2019 um 19:30 Uhr im Zielona Góra (Grünberger Straße 73 / Friedrichshain).

Wer Wind sät, wird Sturm ernten!

Seit drei Wochen schon dauert die Offensive der Vereinten Revolutionären Bewegung der Völker HBDH (türkisch: Halkların Birleşik Devrim Hareketi) unvermindert an. Seit Wochen schon wird das faschistische AKP-MHP Regime und seine Unterstützer in der gesamten Türkei und dem besetzen Nordkurdistan von nicht enden wollenden Brand- und Bombenanschlägen der Milizen und Guerillakräfte des revolutionären Bündnisses erschüttert. Die Vereinte Revolutionäre Bewegung der Völker wurde am 12. März 2016 ins Leben gerufen und ist die Frontorganisation verschiedener revolutionärer, sozialistischer und kommunistischer Parteien und Kampforganisationen der Türkei und Kurdistans. In der HBDH vereinigt sich die kurdische Freiheitsbewegung in Führung der Arbeiterpartei Kurdistans PKK mit der revolutionären Linken der Türkei zu einer gemeinsamen Front im Kampf gegen den AKP-MHP Faschismus, um die Befreiung des besetzten Kurdistans und der Errichtung einer sozialistischen Türkei. Zeitgleich mit dem erneuten Anstieg der Drohungen des türkischen Faschismus gegen die Demokratische Föderation Nordostsyriens begannen die Milizen und Guerillaeinheiten mit einer neuen Offensive im Herz des türkischen Kolonialismus. Im Folgenden werden einige der vergangenen Aktionen zusammenfasst dargestellt:

Politisches Erdbeben in Istanbul

Die regierende AKP und ihr Bündnispartner MHP stecken bei den erneuerten Bürgermeisterwahlen in Istanbul vom 23. Juni eine heftige Niederlage ein. Warum die klassischen Taktiken der AKP diesmal nicht zogen und wovor revolutionäre Linke auf der Hut sein müssen: Eine Analyse.

Bilanz der DGH zu Aktionen in der Türkei

Die Koordination der DGH (Revolutionäre Jugendbewegung) haben bekannt gegeben, dass ihre Einheiten gegen die Totalisolation des Vorsitzenden Öcalans, Aktionen in den türkischen Metropollen durchgeführt haben. Bei diesen Aktionen wurden sechs Fabriken, 18 Arbeitsorte, drei Fahrzeuge und zwei Lager in Brand gesetzt.

Die Raum-Zeit des Strafregimes und seine Abwehr

Anbei dokumentieren wir übersetzte und von uns redigierte Auszüge aus einem längeren Brief von Max Zirngast, den er am 4. November 2018 verfasste und der uns kürzlich erreicht hat. Zum Verständnis haben wir einige Anmerkungen und Überschriften eingefügt, sie sind durch eckige Klammern markiert.

"Ich bin ein Sozialist, ich verteidige universelle Werte"

Gestern Abend wurde gegen unseren Freund und Genossen Max Zirngast, der Mitglied des re:volt-Kollektivs ist, vom zuständigen Haftrichter in Ankara Untersuchungshaft verhängt. Wir berichten über die Einzelheiten der Vernehmung, die absurden Anschuldigungen und die dahinterstehende politische Willkür.

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