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Die Hunde sind los … Update zur Repression gegen Anarchist*innen in München

Die Staatsanwältin Eva Firoozi hätte vielleicht lieber Romanautorin werden sollen. Zwar wäre sie dann sicher eine derjenigen "Bestseller"-Autorinnen, die einem mit ihrem Hang zur political correctness und der daraus folgenden völligen Humorbefreitheit jede Lust am Lesen vermiesen, aber sie würde bei weitem weniger Ärger verursachen. Aber es wird schon mehr oder weniger Absicht des Doppelgespanns aus dem Münchner Generalstaatsanwalt (General-SA) Reinhard Röttle, der dieser Tage das Feld räumte und dem ersten Leiter und Mitbegründer der ZET Georg Freutsmiedl, der sich schon im Jahr 2022 in Richtung Landshut trollte, gewesen sein, solches Personal einzustellen. Und auch die neue Chefin der ZET, Gabriele Tilmann wird diese Social-Justice-Warrior*in nicht bloß wegen der Frauenquote behalten haben. Nein, in München, ja in ganz Bayern, da "ist kein Platz für Anarchisten, Hausbesetzer, usw.", das postulierte schon der immer zum Scherzen aufgelegte Franz Joseph Strauß und wenn diese Anarchisten nun nicht von selbst die Stadt verlassen, dann ist kreatives Personal wie Eva Firoozi nötig. Sehr zum Bedauern der Anarchist*innen freilich. Nicht weil wir Eva Firoozi besonders ernst nehmen würden oder gar Angst vor ihr hätten. Nein, wir sind es einfach leid, ihre absurd schlecht geschriebenen Anklageschriften zu lesen. Der Spannungsbogen funktioniert nicht, die Logik der Erzählung hinkt und die Charaktere sind unterirdisch schlecht ausgearbeitet. Man muss wahrlich nicht Literaturwissenschaften studiert haben, um das zu bemerken.
Wäre Frau General-SAin Firoozi also Romanautorin geworden, wir könnten ihre Werke einfach in der Buchhandlung stehen lassen. Als Staatsanwältin jedoch, da ist es ihr nun wieder einmal gelungen, dass wir eines ihrer Machwerke (immerhin nur im Umfang von 31 Seiten) als Gute-Nacht-Lektüre lesen mussten. Denn die General-SA hat entschieden: Sie klagt Manuel wegen Brandstiftung an einem Schienenfahrzeug, an sechs Betonmischern, einem Radlader und einem Förderband mit Silo und versuchter Brandstiftung an einem Windkraftwerk an. Daneben noch wegen mehrerer Diebstähle und wegen Beteiligung am sogenannten "Hetzblatt gegen den Windpark". Auch Nathalie wird angeklagt, jedoch lediglich wegen Diebstahls. Und Eva Firoozi verspricht zudem: Wenn ihre Beschwerde gegen den Nichteröffnungsbeschluss des Landgerichts im "Zündlumpen"-Verfahren nicht scheitert, dann will sie auch dieses Verfahren zu diesem Großverfahren hinzuverbinden. Oder umgekehrt? Egal.
Jaja, mal wieder also jede Menge heiße Luft und viel Blabla. Wir kennen das bereits: Manuel sei "Angehöriger der linksextremistisch-anarchistischen Szene", "lehnt jede Form staatlicher Ordnung ab", usw. Und Primitivist soll er diesmal übrigens auch noch sein. Warum? Das ergebe sich aus dem Umstand, dass er in einem "selbstgebauten Lager im Wald lebte". Nun ja, der wesentliche Plot der Geschichte ist bereits bekannt und kann etwa in dem Text "Rebellion in Zeiten polizeilicher Totalüberwachung" und anderen Veröffentlichungen über die Repression in München nachgelesen werden. Es wäre gewissermaßen Zeitverschwendung das alles hier wiederzugeben.
Aber warum nun Anklage wegen Brandstiftung nur gegen Manuel, nicht auch gegen Nathalie? Warum in diesen drei Fällen und nicht wie bisher in sechs? Schuld daran sind die Hunde. Genauer: sogenannte Geruchsspurendifferenzierungshunde. Und hier wird es wahrhaft kurios.
Wie so viele Ermittlungsmethoden deutscher Bullen hat auch die der Geruchsspurendifferenzierungshunde eine, sagen wir anrüchige, Entwicklungsgeschichte. Nein, diesmal reden wir nicht vom KZ. Geruchsspurendifferenzierung wurde im großen Stil von der Stasi angewandt, um nach Oppositionellen fahnden zu können. Sie zwingen diese beim Verhör mit einem Tuch eine Geruchsprobe im Intimbereich von sich zu nehmen und bewahren diese dann in einer Art Einmachglas auf. Oder sie brechen in deren Wohnungen ein und legen Baumwolltücher auf deren Klamotten. Moment mal, hat das nicht KHKin Wolff zusammen mit dem MEK einst auch an der Waldhütte von Manuel und Nathalie gemacht? Jaja, Pseudowissenschaft nannte man sowas in der BRD. Zumindest bis zum Mauerfall. Vor allem in den letzten Jahren machten immer wieder irgendwelche Pseudowissenschaftler und ihre Hunde mit merkwürdigen Namen von sich reden, indem sie behaupteten, dass ihre Hunde irgendetwas erschnüffeln könnten, wofür es ansonsten keinerlei Beweis gab. Nun sollen es also Körpergerüche von Manuel sein, die an irgendwelchen "Tatmitteln" anhaften würden.
Man kann dazu in den Ermittlungsakten lesen, dass Observationskräfte und die bereits erwähnte KHKin Wolff vom K92, das wohl beim Polizeipräsidium München diese Stasi-Aufgabe übernommen hat, einst irgendwelche Mullbinden, Taschentücher, etc. in Schuhe, Kleidungsstücke, etc. stopften, die sie relativ willkürlich Nathalie oder Manuel zuordneten und die sie an unserem Wohnort vorgefunden haben wollen. Die hätten sie dann irgendwelchen Hunden vorgelegt und diese hätten Übereinstimmung zu angeblichen Gerüchen an "Tatmitteln" von Tatorten "angezeigt". Soweit so bekannt. Als ein sogenannter "Hundeführer" am Tag der Verhaftung von Nathalie und Manuel nun übergriffig mit einem Stück Stoff an ihren Körpern herumwischte, während etwa der danebenstehende Bulle Florian Obermeier dies als "gratis Körperwäsche" ausgab, entstanden also neue Vergleichsgeruchsproben. Und nun wird es kurios. Am 03.03.2025 hätten die Hunde im "Labor" der Diensthundestaffel Mittelfranken "eine geruchliche Verbindung zwischen dem Tatmittel und dem Geruch des Angeschuldigten" hergestellt, schreibt Eva Firoozi in ihrer Anklageschrift, muss dann aber einräumen: "Die Videoaufzeichnung des Einsatzes der Geruchsdifferenzierungsspürhunde ist nicht mehr auffindbar." Das gilt für Manuel. Zu Nathalie können die angeblichen Superspürnasen gar keine Verbindung mehr herstellen. Man kann sich leicht vorstellen, dass General-SAin Firoozi getobt haben muss, als ihr der sonst ganz und gar nicht schüchterne KOK Jochen Meyer sachlich-nüchtern, aber deutlich bescheiden eröffnete, dass die Videos "auf dem Postweg verloren" gegangen sein müssen. Aber zum Glück lässt sich dieses dubiose Verfahren ja wiederholen. Die Ergebnisse sind zwar im Detail unterschiedlich, aber für Eva Firoozi scheinen sie dennoch den Ausschlag zu geben die Klage gegen Manuel zu erheben.
Garniert mit allerhand, teils aus dem Kontext gerissenen Gesprächsfragmenten aus der monatelangen Bespitzelung in Nathalies und Manuels Wohnhütte, sowie Zitaten aus Textentwürfen, E-Mails, etc. wird lang und breit die anarchistische Gesinnung der beiden ausgeführt (ja, Anarchist*innen lehnen den Staat ab, Frau Firoozi). Zuletzt schläft man über die seitenlange Auflistung an Asservaten regelrecht ein.
Seit dem 12.01.2026 liegt diese Anklageschrift nun dem Landgericht München I und dort der 3. Strafkammer unter dem Vorsitz von Richterin Dr. Blaschke vor. Dort muss jetzt entschieden werden, ob das Verfahren zur Hauptverhandlung zugelassen wird. Mit Sicherheit ein Riesenspaß für jene Richterin, die eine richterlich nicht angeordnete akkustische Überwachung von Wohnraum deswegen nicht für rechtswidrig befand, weil dem Hausbesetzer "nach dem Rechtsgrundsatz ex iniuria ius non oritur kein Anspruch auf Genuss des Art. 13 GG zustehen kann" und all jenen, die nicht rechtswidrig bespitzelt werden wollen "eine klare Sperrwirkung gegen den Zugriff staatlicher Organe" empfiehlt, all die Audioaufnahmen durchzuarbeiten, die Nathalies und Manuels Leben zum öffentlichen Interesse und voyeuristischen Staatsangelegenheit gemacht haben. Aber gut, wer sich für die Juristerei entschieden hat, der hat das wohl auch verdient.
Wirauf jeden Fall überlassen den Juristen liebend gerne die Juristerei und bleiben lieber bei der Anarchisterei.

[AC] Plakate in Gedenken an Hanau

In Gedenken an die Opfer des Anschlags in Hanau wurden in Aachen Plakate mit ihren Gesichtern angebracht. Nicht weit weg von der Startkundgebung der jährlichen Gedenkdemonstration sollen sie ein nachhaltiger Ort des Erinnerns schaffen.

Erwiderung: Callout der Person, die den Bremer Verrat jahrelang gedeckt hat

Themen: 
Antifa
Repression
Wir möchten uns an der Debatte über Verrat und Mitwisser*innenschaft beteiligen, nachdem eine Person outgecalled wurde, die den Verrat in Bremen jahrelang gedeckt hat. Wir sammeln politische Gründe für und gegen den öffentlichen Outcall und machen Vorschläge für den Umgang in der Zukunft.

[VS] Hanau – niemals vergessen

Heute vor sechs Jahren, am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen bei einem rassistischen Anschlag ermordet.

Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velko. Ibrahim Akkuş starb Anfang diesen Jahres, am 10. Januar 2026 an den Folgen des Anschlag und seinen Verletzungen. Zehn Menschen kostete der Anschlag von Hanau das Leben.

Hanau werden wir nicht vergessen. Erinnern heißt verändern. Erinnern heißt handeln. Erinnern heißt kämpfen.
In Erinnerung an die Menschen, denen am Abend des 19. Februar 2020 das Leben genommen wurde, haben wir in Villingen-Schwenningen Wandbilder plakatiert, ihre Gesichter und ihre Namen in die Stadt getragen.

 

Der Berufsinformationstag für Berufe in Uniform stinkt

Heute haben die autonomen Stinktiere all ihre Kräfte zusammengenommen und ihre Stinkdrüsen in das Berufsinformationszentrum des Osnabrücker Jobcenters entleert. Denn heute sollte eine Veranstaltung stattfinden, die ihnen nicht gefällt - die Messe: Berufe in Uniform. Die Bundeswehr. die Landes- und Bundespolizei sowie der Zoll wollten in dieser Veranstaltung neue Rekrut:innen gewinnen. Das gefällt den Osnabrücker Stinktieren nicht, deshalb haben sie ihre Stinkflüssigkeit verteilt.

Aktion in Gedenken an die Opfer von Hanau

In Gedenken an den Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 wurden im Kennedypark in Aachen Plakate mit den Gesichtern der Opfer angebracht. Neben einer jährlichen Demonstration eines breiten Bündnisses soll durch die Plakate ein nachhaltiges Erinnern ermöglicht werden.

Fotos: Dresden Wi(e)dersetzen gegen Neonazi-Trauermarsch

Mehr als 4.000 Menschen protestierten am 14.2.26 in Dresden mit Blockadeversuchen gegen einen Neonazi-„Trauermarsch“ mit rund 1.400 Teilnehmenden. Zu den antifaschistischen Gegenprotesten hatten mehrere Initiativen und Bündnisse aufgerufen, darunter das Netzwerk „Dresden Wi(e)dersetzen“. Anlass war das Jubiläum der alliierten Luftangriffe 1945 auf die Stadt. Die Polizei fuhr ein Großaufgebot auf und ging teilweise mit Gewalt gegen den Gegenprotest vor.

Don't move to Leipzig

In einem Gespräch mit einem Genossen in einer kleineren Stadt kamen wir wieder einmal auf das Thema Wegzug nach Hypezig. Der schon vor Jahren aufgelegte Antifa-Sticker kommt mir wieder in den Sinn, auf dem stand: „Don't move to Leipzig!“. In so gut wie jeder deutschen Stadt von Flensburg bis Konstanz, von Aachen bis Cottbus, von Freiburg bis Greifswald scheint die Sogwirkung von Leipzig auf die linke Szene ungebrochen anzuhalten. Ob aus ostdeutschen Mittel- und Kleinstädten, mittleren Städten deutschlandweit oder den Metropolen Hamburg, München, Frankfurt, Köln und Berlin – überall hat sich der Mythos von Kleinparis herumgesprochen.

 

Hanau Gedenken Hannover

Am 19. Februar jährt sich der rassistisch motivierte Terroranschlag von Hanau zum sechsten Mal. Wie in jedem Jahr finden bundesweit Demonstrationen statt. Und das ist gut so. Es ist wichtig  den Opfern zu gedenken, um sie zu trauern, wütend zu bleiben – und das staatliche Versagen zu benennen, das diesen Anschlag möglich machte.

Kaum etwas sorgt auf Demos für mehr Gänsehaut als der Ruf in Richtung Polizei:

Wo, Wo, Wo wart ihr in Hanau?

Eine Frage, die bis heute unbeantwortet im Raum steht.

Auch in Hannover gibt es wieder verschiedene Veranstaltungen zum Jahrestag. Es ist grundsätzlich positiv, dass sechs Jahre später noch immer Veranstaltungen organisiert werden. 

Aber wir wären nicht in Hannover, wenn es nicht auch hier gelänge, selbst eine Hanau-Gedenkdemo politisch gegen die Wand zu fahren.

 

Takakia #1-3 (English edition)

Takakia is originally published in French — this is a selection from its first year, focusing on texts that are just as relevant outside of the context of France. On the final page, you’ll find a list of the texts which the translators didn’t include, to give you a better idea of what else Takakia has published in its original form. Those who read French can find the unabridged issues on the Takakia website: takakia.noblogs.org

 

Ich bin ein 16-jähriges Kind und mein Name ist...

Es ist ein Kind, das keinen Applaus will, sondern verstanden werden möchte. Es bittet nicht um Mitleid. Und über ein anerkennendes Schulterklopfen freut es sich und weiß es zu schätzen. Es möchte erwachsen werden. Es möchte nicht jung „gehen“. Um weiterleben zu können, weiß es, dass es sich von der Nahrung des „gemeinsamen Kampfes“ nähren muss. Das hat es sein ganzes Leben lang gewusst. Ob das allen anderen bewusst ist, ist ungewiss. Es ist ein mutiges und kluges Flüchtlingskind, trotz des Schlammes, der an ihm haftet. Es überwindet Grenzen, denn es trägt die Kraft des Lebens in seinen Händen. Es trägt Spiele, Konflikte und Fehler mit sich. Es diskutiert, arbeitet zusammen, träumt.

 

DE/ENG Why we, as internationalists, support the defense of the Community of Squatted Prosfygika. Collective statement by 74 collectives and organizations

Regionen: 
.weltweit
Themen: 
Feminismus
Freiräume
Kultur
Soziale Kämpfe
Weltweit
IN SOLIDARITY WITH OUR COMRADE ARISTOTELIS CHANTZIS, MEMBER AND RESIDENT OF THE COMMUNITY OF SQUATTED PROSFYGIKA, WHO IS IN HUNGER STRIKE UNTIL DEATH IN DEFENSE OF LIVE

Häuser von AFD Politiker*innen angegriffen

Schriftzug "Kein Vergeben, kein Vergessen - Nazis haben Namen und Adressen!" auf die Straße gesprayed

Heute Nacht wurden die Häuser der beiden AFD Spitzenkandidat*innen für die Kommunalwahl im März angegriffen! Wir wollen diese Menschen und ihre menschenverachtende Politik nicht in unserer Stadt!

Anquatschversuch durch Bremer Staatsschutz am 10.02.2026

Im Zusammenhang mit der Enttarnung des V-Mannes bei der Interventionistischen Linken Bremen hat es einen erneuten Anwerbeversuch gegeben, diesmal nicht durch den Verfassungsschutz, sondern durch den Bremer Staatsschutz.

Am Abend des 10. Februars kontaktierte ein Mitarbeiter telefonisch eine Person, die bis vor vier Jahren in einer romantischen Beziehung mit dem nun enttarnten V-Mann lebte und forderte sie unter Aufbau von Druck zu einer Zusammenarbeit auf. Die betroffene Person hat richtig gehandelt, die Aufforderung nach Zusammenarbeit vehement verweigert, das Gespräch umgehend beendet und sich ratsuchend an die Rote Hilfe gewandt.

Prozessbericht Verfahren Tag X im November 2025 wegen Vorwurf des Widerstandes

 

Kurzfassung:

 

Einer Person wurde wegen Widerstand gegen einen Cop im Kessel bei Tag X in Leipzig nach Jugendstrafrecht zu 30 Arbeitsstunden verurteilt. Hätte der Staat sich an seine eigenen Gesetze gehalten, wäre nur ein Freispruch folgerichtig gewesen. Richter Hartleifversucht sich als harter Hund zu profilieren und fällt durchgehend negativ mit grenzüberschreitenden Aussagen und Anmaßungen auf. Der Wunsch nach einer grundlegenden Aufarbeitung von Tag X wird von Anfang an aus-geschlagen.

 

 

München: Buttersäure & Bitumen gegen Danubia

Nach dem Gerichturteil gegen Maja wurde die Burschenschaft Danubia in München in der Nacht vom 11.2. auf den 12.2.26 mit Bitumen-Flaschen und Buttersäure angegeriffen.

Linke Bewegung am Boden – Wege aus dem Scheitern

Vorwort

Wir, die linke Bewegung in Deutschland, scheitern fortwährend. Wir spüren es. Denn was und wen haben wir in den letzten Jahren trotz Blut, Schweiß und Tränen schon wirklich erreicht? Resignation, Frustration, Wut, Verzweiflung, aber auch Selbstverblendung und Selbstbetrug sind häufige Reaktionen. Lasst uns dies überwinden!

Dieser Text liefert mit entsprechenden Analysen, Kritik, alten und neuen Ideen konkrete Anstöße, was wir als Bewegung anders machen können und richtet sich folglich an alle, die sich als Teil dieser Bewegung sehen.

 

Kein Platz für Kriegstreiber! Farbangriff auf Thales in Zürich

Im Rahmen der internationalen Aktionstage zur Verteidigung der Revolution in Rojava vom 26.-31.01.26 haben wir in der Nacht vom 30.01. Thales an der Binzstrasse in Zürich besucht, um eine deutliche Nachricht zu hinterlassen: wir dulden keine Kriegstreiber in unseren Strassen!

Obdachlosigkeit von Frauen und TIN*-Personen - Es braucht mehr Schutz vor Gewalt, sagt die BAG Wohungslosenhilfe

Gewalt gehört für viele wohnungslose Frauen zum Alltag. Auf der Straße, in Notunterkünften und oft auch im privaten Umfeld. Mit einer letzte Woche veröffentlichten Dunkelfeldstudie liegen nach Jahren wieder umfassende Daten mit alarmierenden Erkenntnissen zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland vor. Gleichzeitig tauchen wohnungslose Frauen, Männer und TIN*-Personen ohne festen Wohnsitz in der Studie gar nicht auf.

"Das Problem ist der Verfassungsschutz!"- Rechtsanwältin Furmaniak im Gespräch zum Bremer Spitzel-Skandal

In Bremen aber auch darüber hinaus ist eine Debatte über Geheimdienstüberwachung und anwaltliche Unabhängigkeit entbrannt: Ein vom Verfassungsschutz eingesetzter V-Mann bespitzelte über Jahre linke Gruppen, darunter die Interventionistische Linke. Als dieser Spitzel enttarnt wurde, war auch der Bremer Rechtsanwalt Anatol Anuschewski als Anwalt vor Ort, um die Rechte Betroffener zu wahren. Anuschewski war zugleich stellvertretendes Mitglied am Bremer Staatsgerichtshof.

(Athens) Intervention at the offices of “Efimerida ton Syntakton” (EFSYN)

[deutsch unten]

This text was published in the course of an intervention at EFSYN in Athens, Greece and translated by the Berlin Assembly in memory of Kyriakos Xymitiris and in solidarity with the persecuted in the Ambelokipi-case.

Diese Text wurde im Zuge einer intervention bei EFSYN in Athen, Griechenland veröffentlicht und un von der Berliner Versammlung in Gedenken an Kyriakos Xymitiris und in Solidarität mit den verfolgten im Ambelokipi-Fall übersetzt.


We are intervening at EFSYN' in order to publicize the following texts. This intervention follows our presence and the distribution of these texts in the area of Ampelokipi and on Arkadias Street in order to show our solidarity with the residents of the apartment building.

At the same time, we went to the spot where our comrade Kyriakos Xymitiris lost his life.

 

Freiheit für Julian

Ein lauter Knall unterbricht die Nacht vom 15. auf den 16. Februar in der Stadelheimerstraße, denn heute ist der Geburtstag unseres Genossen Julian.Seit Oktober sitzt er dort in Untersuchungshaft, seitdem er unrechtsmäßig von einem Tag auf den anderen aus seinem Leben gerissen wurde. Bullen nahmen ihn in der Arbeit fest, und durchsuchten dannach seine Wohnung ohne dabei einen Beschluss oder eine ausreichende Begründung zu haben. Seit dem fehlt er uns sehr!Wir denken fast täglich an Julian, an die vielen Erlebnisse, die wir mit ihm haben könnten, an die vielen Gespräche und Diskussionen die wir hätten führen können.Julian hätte heute seinen Geburtstag nicht alleine im Knast, sonder hier draußen mit uns verbringen sollen. Freiheit für JulianAbolish all prisons

Das Rad ist bereits erfunden

Als linke Bewegungen müssen wir uns zweifelsohne neu erfinden und neue Wege gehen. Um sich weiterentwickeln zu können, ist es jedoch notwendig auf vorhandenem Wissen und Erfahrungen aufzubauen, statt mit jeder neuen Generation wieder bei Null anzufangen, altbekannte Fehler zu wiederholen und sich alle Skills neu anzueignen.

 

Ein zentrales Problem bei der Wissens- und Erfahrungsweitergabe ist mutmaßlich, dass so viele Menschen nicht lange genug Teil von linken Bewegungen bleiben, um eine Weitergabe leisten zu können. Die Gründe dafür sind vielfältig: Frustration und Resignation durch ausbleibende Erfolge, zwischenmenschliche Konflikte und politische Zerwürfnisse, Verbürgerlichung durch Zuckerbrot & Peitsche des Systems, Ausbrennen usw… Die verbliebenen alten Hasen bleiben außerdem oft eher für sich und die herrschende Altersdiskriminierung, die teilweise bereits ab einem Alter von 30 Jahren beginnt, tut ihr übriges.

 

Umso wertvoller ist es, Wissen und Erfahrungen verschriftlicht zu konservieren, zu sortieren und zugänglich zu machen. Deshalb wollen wir an dieser Stelle auf Projekte verweisen, die dies umsetzen:

 

Solidarität gegen Repressionen

In den letzten Wochen haben zahlreiche politische Aktivistinnen verstärkte Repressionen erlebt. Dieser Aufruf sammelt Spenden, um betroffene, Genossinnen finanziell zu unterstützen, ihre Gerichtskosten zu decken und Solidarität in schwierigen Zeiten zu zeigen. Jede Spende hilft, den Widerstand und die Gemeinschaft zu stärken.

Statement des Sanitätskollektiv Zürich zu Vorwürfen von (sexuellen) Übergriffen

Regionen: 
Schweiz/ Zürich
Themen: 
Feminismus
Freiräume
Gender
Medien

SzeneRotz Ausgabe 12 ist raus!

Eine neue Ausgabe der antiautoritären Zeitung aus und für Hannover ist raus! Zu lesen auf https://szenerotz.noblogs.org/ oder direkt als PDF im Anhang an diesen Beitrag.

Ungarn 2026: Internationales Nazi-Schaulaufen, während antifaschistische Kundgebungen verboten sind

Am heutigen 14. Februar 2026 findet in Budapest erneut der sogenannte „Tag der Ehre“ statt. Wie erwartet, beteiligen sich an der Veranstaltung wieder internationale, auch deutsche und österreichische Neonazis. Das Programm für ein perfektes rechtes Wochenende

[B] Neo-Nazis am Rand von Palästina-Demo

Wir sind über einen Presseartikel (https://www.bz-berlin.de/polizei/vermummte-schlagen-rechte-zusammen) darauf aufmerksam geworden, dass Neo-Nazis vom III. Weg seit Neuestem auch am Rand von Palästina-Demos auftauchen. Mit welcher Mission, ob für Recherchezwecke oder um Leute bei der An- und Abreise anzugreifen, ist uns nicht ganz klar. Offensichtlich waren sie bei ihrem letzten Besuch jedoch nicht besonders gut vorbereitet. Laut BZ wurden am Samstag, dem 07.02.26, zwei Neo-Nazis, einer davon trug Aufnäher vom III. Weg, von einer Gruppe vermummter Personen verfolgt und angegriffen. Der Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung mit politischem Hintergrund. Die Neo-Nazis waren laut BZ zuvor an einer Palästina-Demo "vorbeigelaufen". Anscheinend dachten sie, einfach unbehelligt um die Demo schleichen zu können. Es ist zu begrüßen, dass ihr Auftauchen nicht unbemerkt blieb und scheinbar auch Konsequenzen hatte. Wie Anti-Deutsche das in ihre zionistischen Propaganda einbauen, wird spannend. Es bleibt abzuwarten, ob es zu einer Racheaktion vom III. Weg kommt. In jedem Fall sollten wir alle die Augen offen halten, um auch in Zukunft schnell reagieren zu können.

Auf dass der Staatsschutz keinen Erfolg hat!
Viel Glück an die Leute, die der Staatsschutz jetzt ins Visier nimmt!

Erneute Stellungnahme

Angesichts der durchschaubaren Reaktionen auf unseren letzten Beitrag sehen wir es als zwingend notwendig an, uns erneut zu Wort zu melden. Die dort aufgestellten unwahren Behauptungen entspringen direkt dem toxischen Narrativ der rechten Szene und sind Teil eines gezielten Versuchs, unseren Widerstand zu brechen, indem man uns diskreditiert. Das lassen wir nicht unkommentiert. 

Reiche ausMerzen.

Themen: 
Soziale Kämpfe
Am Freitag den 13. wurde die CDU-Landeszentrale im Reichenviertel von Hannover mit Farbe und Pyro verschönert. Die Aktion ist unsere Antwort auf die menschenverachtende Sozialpolitik eures Scheißvereins. Euer Gelaber von Lifestyle-Teilzeit, zu vielen Krankheitstagen und 42- Stunden Woche könnt ihr euch sonst wohin schieben. Sozialabbau gibts nicht ohne Widerstand. Viel Spaß beim Bezahlen der Putzrechnung und den Glaserarbeiten xoxo

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