(Frankreich) Antifademo gegen die "Taverne de Thor" in Lothringen mit internationaler Ausstrahlung

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International antifascist demonstration against "Taverne de Thor" nazi-center in eastern France in february 2026 - credits: groupe média fermez-la!

Communiqué des Kollektivs "Fermez-la! (Taverne de Thor)" - 10. Februar 2026  Rückblick auf eine internationale Antifademo gegen die Hammerskins in Ostfrankreich am 7. Februar 2026  Es gibt ein mehrsprachiges FEATURE ZUR DEMO und weitere Bilder der Antifa-Kampagne bei MANIF-EST.INFO und den englischsprachigen REDEBEITRAG BEI RDL.DE

Mit bunten Umzügen und einem "village antifasciste" in Combres-sous-les-Côtes war der grenzüberschreitende Demonstrationstag am 7. Februar entschlossen, sonnig und ein starkes Zeichen des Protests gegen die Ansiedlung der "Hammerskins" in der Meuse und den neuen Anstieg der Faschismen. Der Slogan „fermez-la!“ Taverne de Thor (Schliesst die Taverne !) wurde stundenlang von fast 500 Menschen eingestimmt. Eine bunte Menschenmenge, bestehend aus einem breiten Spektrum des Antifaschismus, darunter TeilnehmerInnen aus der Region und darüber hinaus, beteiligte sich an der Demo. Unsere Mobilisierng trug Früchte in den Medien und erhöht den politischen Druck, der sowohl die Untätigkeit der Behörden, als auch die Akzeptanz neonazistischer Organisationen in der heutigen Zeit hinterfragt.  Unser Kampf wird international sein, oder er wird nicht sein   An einem festlichen Umzug von Saulx-lès-Champlon nach Combres-sous-les-Côtes schlossen sich Bürger, Gewerkschafter, Mitglieder von Verbänden, politischen Parteien und antifaschistischen Kollektiven zwischen Paris und Frankfurt, den Alpen und den Benelux-Ländern an. Es scheint klar zu sein, dass wir uns ebenfalls grenzüberschreitend organisieren müssen, wenn die Faschisten dies tun.   In Reden unseres Kollektivs, von Antifaschisten von hier und anderswo, von Anwohnern, von nationalen und europäischen Abgeordneten bis hin zu lokalen Vertretern, erhoben sich Stimmen gegen "das Poltern der Stiefel und das Schweigen der Pantoffeln" in Combres und anderswo. Auch wenn einige Medien gerne die wenigen Tränengasgranaten hervorheben, die gegen Antifas eingesetzt wurden, welche die "Sicherheitszone" unterhalb des Neonazi-Treffpunkts überschritten hatten, verlief die Demonstration insgesamt ohne nennenswerte Zwischenfälle...  Zwar konnte eine winzige Gruppe von Faschisten gesichtet werden, doch wir konnten unser Projekt besonnen durchführen und es gemeinsam schaffen, ein Zentrum ihrer hasserfüllten Ideologie ins Rampenlicht zu rücken.  

 

Die Behörden und die Meinungsfreiheit   Während der gesamten Mobilisierungsphase zeigten sich die Behörden wenig kooperativ, ja sogar unverschämt und verächtlich gegenüber unseren Forderungen und unserem Vorhaben einer gemeinsamen antifaschistischen Demonstration gegen die unerträgliche Ansiedlung von Neonazis in Lothringen. Wir mussten bis zum letzten Moment hart kämpfen, um diesen Tag möglich zu machen. Unsere Strukturen haben eine außergewöhnliche organisatorische Leistungsfähigkeit bewiesen, um diesen Tag gegen alle Widerstände zu verwirklichen.Die Polizei zeigte sich ebenfalls vorwiegend feindselig, blockierte Infrastrukturkonvois für das "village antifasciste" und kontrollierte DemonstrantInnen auf ihrem Weg über Stunden. Nach unserer Feststellung gab es keine konkreten Anhaltspunkte, die die übertriebenen Maßnahmen rechtfertigten. Wir halten fest, dass drei mobile Einheiten es vorzogen, die Taverne der Nazis zu schützen, anstatt unserer Versammlungsfreiheit.    Die insgesamt zufriedenstellende Berichterstattung in den Medien wurde durch das lächerliche Dementi des neonazistischen Besitzers der Taverne leicht getrübt, die am Tag der Demonstration eine halbe Seite in L'Est Républicain einnahm. Etwas zu selbstsicher verriet er sich durch widersprüchliche Äußerungen, in denen er die Anwesenheit von Neonazis in seinem Lokal und seine Treue zur Nazi-Ideologie zugab.   Nicht nur erscheint schwer vorstellbar, dass eine "Bruderschaften fürs Leben" wie die der "Hammerskins" sich einfach beenden lässt. Jérémy Flament hat seinen Saal 2024 und 2025 sogar mehrfach an Neonazis vermietet. Der mit Hakenkreuzen und rassistischen Parolen wie „White Power” übersäte Typ reiste kürzlich sogar nach Ungarn, um dort an neonazistischen MMA-Turnieren teilzunehmen. Von welcher Distanzierung spricht er also genau?    Vers beaux temps   An diesem sonnigen Wintertag konnten wir unsere Verbundenheit stärken und unsere Solidarität mit allen verfolgten AntifaschistInnen wie Maja, Gino, Zaid und anderen bekunden. Wir gedachten der Opfer der Naziskinheads und bekundeten unsere Solidarität mit denjenigen, die von der ICE in den Vereinigten Staaten und von Frontex an den Grenzen der EU verfolgt werden. Wir waren zahlreich, aus allen politischen Lagern der Linken und der Umweltbewegung, um an einer gemeinsamen antifaschistischen Demonstration teilzunehmen. Das Engagement einer vielfältigen und entschlossenen organisierten Linken aus der Meuse und anderen Regionen hat zum Erfolg dieses Tages beigetragen. Unser Kampf gegen die Nazis hier und anderswo hat gerade erst begonnen.    Wir sehen uns bald wieder, um das Schweigen auf dem Land zu brechen und weiterhin einen pluralistischen und sichtbaren Antifaschismus aufzubauen. Wir kommen wieder. Das ist erst der Anfang. Der Kampf gegen die Hammerskins und alle faschistischen Organisationen geht weiter.    No PASARAN!    Nieder mit der Taverne des Thor  – für ein antifaschistischss, internationalistisches, entschlossenes und solidarisches Morgen!

 

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