[HH] Fight the state - not its wars!
Vom 25. Bis zum 29. September will die Bundeswehr ein NATO-Manöver in Hamburg veranstalten. “Red Storm Bravo” soll dieses Militärspektakel heißen und gemeinsam mit Feuerwehr, THW, Airbus und der HPA wollen 500 Soldat*innen unsere Stadt für ihr Kriegsspiel nutzen. Der Plan ist, die Verlegung von Truppen in einem urbanen Gebiet zu üben, falls es in Osteuropa zum Krieg kommen sollte.
Darauf haben wir keinen Bock. Wer in urbaner Umgebung Krieg spielt, muss mit urbanem Widerstand rechnen. Genau diesen werden wir als Anarchist*innen bei der großen Bündnisdemo auf die Straße bringen. Wir schließen uns der Demo an, um eine autnome und radikale anarchistische Kriegskritik zu vertreten.
Passend zum Rechtsruck in der Mehrheitsgesellschaft wird seit einigen Jahren die (Re-)Militarisierung der BRD betrieben. Passenderweise liefert der Autokrat Putin ein altbekanntes Feindbild und so können die stupiden Mechanismen aus dem Kalten Krieg problemlos wiederverwertet werden. Schön zu sehen, beim Namen des Manövers: Die Angst vor der “Roten Flut” wird reaktiviert.
Die Antwort aus anarchistischer Sicht ist klar: Krieg dem Krieg, no war but class war. Im Konflikt der Staaten und Machtblöcke stehen wir auf der Seite derer, die im Krieg nichts zu gewinnen und alles zu verlieren haben. Das sind wir selbst und alle, die im Friedensalltag als Lohnarbeiter*innen ausgebeutet werden. Denn im Kriegsfall wird unsere Arbeitskraft schnell zu Kanonenfutter. Profitieren werden von jedem Krieg wie immer nur die selben: Rüstungsindustrie, Politiker*innen und Militärs - Kurz gesagt die, die Kriege anzetteln und nie selbst in Gefahr geraten werden, sondern lieber andere instrumentalisieren und für sich kämpfen lassen.
Unsere Feind*innen sind nicht die Lohnabhängingen anderer Nationen. Unsere Feinde sind die Kapitalist*innen und Kriegstreiber*innen in der BRD und in jedem anderen Land. Ob es NATO-Staaten sind, der Neoimperialist Putin oder andere Machthaber*innen. Denn die Grenzen, die gesprengt werden müssen verlaufen nicht zwischen Ländern, sondern zwischen oben und unten.
Wir lassen uns nicht einlullen, von großen Worten über die Verteidiung der Freiheit. Denn Putin ist zwar ein diktatorisch herrschender Autokrat, mit einer offensichtlich aggressiven expansorischen Militärpolitik, aber wessen Freiheit verteidigen wir wirklich, wenn wir aufs Schlachtfeld geworfen werden? Nicht unsere, sondern die des “Freien Marktes”, der uns ausbeutet und die Ungerechtigkeit auf der ganzen Welt verursacht und bedingt.
Wir kämpfen nur für eine freiheitliche Gesellschaft, in der alle Menschen weltweit genug für ein schönes Leben haben und sich jede*r friedlich und frei entfalten kann. Das heißt wir kämpfen gegen die Kriege der Herrschenden und immer gegen das Kapital!
Fuck NATO!
Fuck Putin!
Fuck your wars!
Auf zur großen Bündnisdemo am 26.9. um 18 Uhr am Rathausmarkt. Wir treffen uns wie immer bei den schwarzen Fahnen!
