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AfD-Leaks: Antisemitismus-Skandal um stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Siegener Stadtrat

2023 und 2024 befassten sich mehrere Gremien der AfD in Nordrhein-Westfalen mit der damaligen Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Siegen, Barbara Dylong, nachdem sie antisemitische Inhalte gepostet und weitergeleitet hatte. Der KV Siegen-Wittgenstein, der Bezirksvorstand (BV) Arnsberg und der Landesvorstand (LaVo) NRW waren informiert. Der LaVo NRW, vertreten durch Martin Vincentz, beantragte ein Parteiausschlussverfahren; der Bezirksvorstand Arnsberg beschloss – auf „juristischen Rat“ des Neonazis Matthias Helferich hin – es stattdessen bei einer Abmahnung zu belassen. In einem späteren Parteiausschlussverfahren (PAV) warf der Landesvorstand Christian Zaum (Bezirkssprecher des BV Arnsberg) vor, er habe ein PAV gegen Dylong aus strategischen Gründen sabotiert. Die antisemitischen Posts und der interne Umgang damit sind bislang nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Barbara Dylong bekleidet bis heute ein zentrales Amt in der Stadtratsfraktion.

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