B: Ausblick auf die Chaos- und Diskussionstage

Diskussions- und Chaostage

Die Rigaer Straße – spätestens seit den Hausbesetzungen von 1990 ist der Friedrichshainer Nordkiez von einem ständigen Verteidigungskampf gegen Staatskontrolle und Gentrifizierung geprägt. Dabei befindet sich der Kiez in einem Spannungsfeld zwischen linksliberaler Ordnungshörigkeit, Subkultur und ernsthafter Auseinandersetzung.

Vereinnahmung von Kommunikationsguerilla, oder was tun, wenn der Feind zu nett ist

Werbeanzeige der Bundeswehr, die ein Adbusting aufnimmt und sich wieder aneignet

 

Die Bundeswehr antwortet auf Adbustings ihrer Plakate mit Werbeanzeigen, die das Adbusting aufnehmen und um den Slogan „Wir kämpfen auch dafür, dass Du gegen uns sein kannst“ ergänzen. Grund genug für uns, sich einer Folge unserer Analysen zu Kommunikationsguerilla mit Vereinnahmung, und was man dagegen machen kann, zu beschäftigen.

Flughafen in NDDL verhindert – Die ZAD verteidigen und erweitern !

Nach über 45 Jahren Widerstand gegen das unnütze Großbauprojekt des Flughafens in Notre-Dame-des-Landes hat die Bewegung das Scheitern des Projektes erreicht. Der "Ministerrat" entschied, dass statt des Großflughafens ein Ausbau des bestehenden Flughafens "machbarer" erschien. Nun wird weiter versucht gegen die "Unrechtszone" einer "Ultralinken Blackbloc-Szene" zu hetzen, die die Regierung räumen lassen will. Gegen die Spaltung des Widerstandes und seines Riesenerfolges gegen die Großindustriellen Interessen hat die Vollversammlung der Flughafgegner_innen am selben Tag einen gemeinsamen Text veröffentlicht, indem der Verbleib sämtlicher Bewohner_innen des Gebietes, inklusive der "neuen" Besetzer_innen, gefordert wird. Für den 10. Februar wird an einer Großmobilisierung festgehalten – zehntausende werden in Notre-Dame-des-Landes erwartet. 

Stellungnahme zu feministischen Plakaten und der Vereinnahmung von Antisexismus durch OB Palmer

Wir haben in den letzten Tagen mehrere antisexistische und feministische Plakate in Tübingen verklebt, denn sexualisierte Übergriffe sind hier, wie auch in allen anderen Teilen der Welt, leider an der Tagesordnung. Hinzu kommt jedoch noch, dass die Vorfälle unter anderem durch Oberbürgermeister Boris Palmer rassistisch vereinnahmt werden.

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