Aufruf zur Beteiligung am kommenden Schulstreik gegen Wehrpflicht
Am 5. März wird es wieder einen bundesweiten Schulstreik gegen die Wehrpflicht geben. Macht alle mit, auf das es bald Hunderttausende werden, die sich die Straße nehmen und der Kriegstreiberei ein Riegel vorgeschoben wird! Hier ein paar Infos und Anregungen.
Was ist geplant?
Am 5. Dezember 2025 waren zehntausende Schüler*innen und Solidarische im Rahmen eines ersten Streiks auf den Straßen zahlreicher Städte (hier der Bericht auf Indymedia aus Berlin: https://de.indymedia.org/node/558136). Direkt im Anschluss wurde angekündigt, am 5. März in die nächste Streikrunde zu gehen. Nun nimmt die Mobilisierung - zumindest auf den kommerziellen Internetseiten wie Instagram - an Fahrt auf. In verschiedenen Städten wird auch schon organisiert und vorbereitet.
Für die Wochen bis zum großen Streik sind offene Treffen, Aktionswerkstätten und Streikkonferenzen angekündigt. Am 14. Februar wird es außerdem in Göttingen eine Bundesweite Konferenz, veranstaltet vom Göttinger Schulstreikkomitee, geben. Es soll erörtert werden, wie der Kampf weitergehen soll und wie er an Größe gewinnen kann. Außerdem steht die Frage im Raum, wie man die Bundeswehr aus den Schulen fernhalten kann. Am 17. Februar von 17:00-19:00 Uhr dann gibt es eine "MegaZoom - Schulstreik Vollversammlung".
Wer ruft bisher auf?
Wie beim letzten Mal ist keine zentrale Organisierung hinter den Streiks auszumachen. Vielfach genutzt wird das Layout, dass man auch auf der Internetseite https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/ findet. Beim letzten Mal war die "fehlende Führung" des bundesweiten Streiks Grund für Spekulationen und Sorgen im bürgerlichen Lager. Offenbar sucht man - wie immer - nach "Dialogpartnern", die man manipulieren kann, oder auch nach Ansatzpunkten für Repression.
Die Junge Welt berichtete sachlich, dass die Aktionenen von Initiativen, Streikkomitees und Bündnissen organisiert werden, in denen Schüler*innenvertretungsstrukturen wie zum Beispiel die LSV NRW, die SSV Frankenthal, die BSV Bochum, der LSA Berlin oder die KSV Kiel eine wichtige Rolle spielen. "Unterstützung erfuhren die Jugendlichen", so die Junge Welt weiter, "von der Lehrergewerkschaft GEW und von diversen linken und antimilitaristischen Organisationen wie der DFG-VK, der SDAJ, der Linksjugend Solid, der Internationalen Jugend (IJ) und der Kommunistischen Jugend (KJ)."
Was ist zu erwarten?
Die Autonomie auf den Demos, von der auch auf Indymedia berichtet wurde, bestätigt, dass es sich um eine dezentrale Bewegung handelt und verschiedenste Menschen, Gruppen und Strukturen auf der Straße waren und wieder sein werden. Keine Gruppe war dominant. Ausgegrenzt wurden, zumindest in Berlin, nur offensichtliche Nazis, die mit Kameraequipment versuchten, die Demonstrant*innen zu filmen und zu provozieren. Das ist gut so und muss weiter so bleiben, damit eine große Bewegung entstehen kann.
Zu rechnen ist damit, dass es wieder zu Repressionen gegen Schüler*innen kommen wird. So wie in Deutschland jeglicher politischer Streik verboten ist, so wird auch an Schulen ein Recht auf Streik abgestritten. So kam es laut Berichten beim ersten Streik zu Busgeldern, Verweisen, Zwangsklassenwechsel und Einsperrungen gegen die Streikenden und potentiell Streikenden.
Was tun?
Vor dem 5. März wäre es wichtig, möglichst viele Schüler*innen zu erreichen und über den bevorstehenden Streik zu informieren und sie dafür zu gewinnen. Doch auch Nicht-Schüler*innen sind gefragt, den Streik zu unterstützen. Gerade wegen der Repression, die möglicherweise dieses Mal schärfer wird. Wer vor 2008 geboren wurde, hatte zwar erstmal Glück nicht gemustert oder eingezogen zu werden, doch wird das nichts helfen, wenn sich die Dinge weiter so entwicklen, wie es die Herrschenden planen. Es heißt sowieso, wie immer, Solidarität zu zeigen.
Entscheidend für die Bewegung wird zudem sein, wie sie kommuniziert. Zu empfehlen ist die Nutzung eigener Informationsplattformen, nicht nur der kommerziellen Soschelmedias. Schreibt Aufrufe und Berichte, bezieht euch aufeinander, regt öffentliche Diskussionen an!
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