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Fotos: Kein Vergeben, kein Vergessen!

Kein Vergeben, kein Vergessen! Demo in Gedenken an Silvio Meier und andere Opfer rechter Gewalt

Hunderte Antifaschist*Innen zogen anlässlich des 33. Todestages von Silvio Meier, der am 21. November 1992 auf dem U-Bahnhof Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain von Neonazis getötet wurde, mit einer Demo durch Lichtenberg, um allen Opfern rechter Gewalt zu gedenken. Der Protest richtete sich zudem gegen rechte Kiezstrukturen sowie gegen zunehmend aggressiveres Auftreten von Neonazis nicht nur in dem Ostberliner Bezirk Lichtenberg.

Kunstblutaktion an der Rheingoldhalle bringt ans Licht, was hinter verschlossenen Türen debattiert wird

In den frühen Morgenstunden findet direkt am Veranstaltungsort des Fleischkongresses eine öffentlichkeitswirksame Aktion statt. Eine unbekannte Initiative setzt Kunstblut ein, um auf die verborgenen Konsequenzen der industriellen Tierhaltung aufmerksam zu machen. Die Aktion verdeutlicht die Diskrepanz zwischen der Selbstdarstellung der Branche und den realen Folgen für Tiere, Umwelt und Gesellschaft.

Patriarchale Gewalt tötet

Bis zum 24.11. wurden bereits 85 Femizide in Deutschland dokumentiert. (gezählt von der Initiative Femizide stoppen)

In der Nacht zum 25. November, dem Tag gegen Patriarchale Gewalt, haben sich Aktivist*innen zusammen geschlossen um in Tübingen 85 Holzkreuze in einem Stadtpark aufzustellen. 85 Kreuze, um 85 Menschen zu gedenken.

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SLAPP-Coffee: Wie „LAP Coffee“ versucht, kritische Stimmen mundtot zu machen

Es ist ein typischer SLAPP-Fall: Mittels strategischer Unterlassungsaufforderungen mit völlig überhöhtem fiktivem Streitwert gegen drei kleine unabhängige Buchläden und einen Stadtteilladen in Berlin versucht LAP Coffee die Verbreitung von kritischem Informationsmaterial über die LAP-Kette zu verhindern. Betroffen sind die Buchläden Schwarze Risse, OH*21, Zur Schwankenden Weltkugel und das  Stadtteilbüro Friedrichshain.

 

 

[HB] Naziouting in Walle: Dave Sander

Der Neonazi Dave Sander wurde in Bremen-Walle geoutet.

[B] Free Berlin from Hamas - Antifascist Counterprotest against glorifying October 7th sexual violence as "resistance"

Free Berlin from Hamas - 25.11.25, Oberbaumstr. 8, 10997 Berlin, 17 Uhr

Free Berlin from Hamas - Antifascist Counterprotest against glorifying October 7th sexual violence as "resistance" with their demonstration "KEINE KAPITULATION – HALTET DIE FLAMME AM BRENNEN"

Am 25.11.2025, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, mobilisiert die "Alliance of Internationalist Feminists" zu einer Demonstration unter dem Titel "No Surrender - Keep the  Flame Burning!". Hinter der Fassade steht ein Netzwerk, das seit Jahren end mit Samidoun-Strukturen kooperiert, die für die Freilassung auch der an den Taten des 7.10.2023 Beteiligten eintreten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch die Samidoun-nahe Kampagne "Dismantle Damon" zu dieser Demonstration mobilisiert.

 

[Le] Solidarität mit den Angeklagten im Antifa-Ost Verfahren!

Solifoto

Das Antifa-Ost-Verfahren geht in die zweite Runde. Wir senden euch viel Kraft und Grüße! Das Foto entstand im Kontext der „Antifa-Wochen“ in Leipzig.

Ultras Chemie Leipzig – oder – Täter(schützer*innen) mit Sexismus-Bewusstsein

Wir sind eine Gruppe, die zu einem Fall sexualisierter Gewalt arbeitet. Wir schreiben diesen Text, um unsere Erfahrungen mit Täterschaft und Täterschutz durch Mitglieder der Ultraszene von Chemie Leipzig zu teilen. Wir wollen damit Öffentlichkeit über den patriarchalen Ist-Zustand der landläufig als Links bezeichneten Fanszene herstellen, Sensibilität und Gespräche inner- und außerhalb dieser anstoßen und unsere Verbundenheit mit anderen Betroffenen ausdrücken.

Noch mehr Gedanken zur Antifa Demo

Noch mehr Gedanken zum Silvio Meier Gedenken

[HRO] Mehrere ungeklärte Brandstiftungen (Dokumentation)

 

Im Folgenden werden ausgewählte Brandstiftungen in Rostock dokumentiert. Es geht bei der Zusammenstellung der Vorfälle nicht zwingend um die Konstruierung eines Tatzusammenhanges. Mit der Dokumentation und Wissensbereitstellung soll zunächst lediglich vermieden werden, dass Informationen verloren gehen.

Doch unabstreitbar nehmen Angriffe auf linke und alternative Freiräume in ganz Deutschland zu. Brandstiftungen an Häusern, in denen Menschen wohnen und schlafen können dabei (wieder) als eine neue Stufe der Gewalt betrachtet werden. Ein direkter Zusammenhang zwischen den aufgeführten Vorfällen lässt sich bisher weder ausschließen noch mutmaßen.

Nazi Outing Tom Klie

 

Nach längerer antifaschistischer Recherche konnten wir erfolgreich einen weiteren Nazi aus der Anonymität holen.

 

Hiermit stellen wir vor:

 

Tom Klie, 24 Jahre

Zuletzt wohnhaft in Göttingen und Zwickau

  

Tom Klie tauchte 2018 erstmals im Umfeld der Identitären Bewegung auf. 

Im Jahr 2019 radikalisierte er sich weiter und wurde bei mehreren Aktionen der NPD in Niedersachsen und Nordhessen gesehen.

Zwischen 2020 und 2023 beteiligte sich Tom Klie wiederholt an Angriffen auf antifaschistische Häuser in Göttingen. 

 

2021 wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt. 

 

Im Jahr 2024 tauchte Tom Klie für kurze Zeit in Zwickau auf, wo er sich im Umfeld zweier lokaler Faschos bewegte - Sanny Kujath (ehemals III. Weg) und Wladislav Sirbu (Sirbu war Anführer der 2020 verbotenen Neonazi-Vereinigung "Nordadler".)

 

Seit Ende 2024 hält er sich nach Hinweisen wieder im Raum Göttingen auf. 

 

Zur Antifa Demo heute in Lichtenberg

Ein paar Eindrücke vom und Überlegungen zum heutigen Nachmittag in Lichtenberg. Disclaimer: Dieser Text enthält keine Informationen, die die Nazis – u.a. ein rechter Youtuber hat auch mal wieder ununterbrochen die Demo abgefilmt – nicht eh schon hätten.

 

[HH] Zur Repression gegen den 2. internationalen Austausch gegen Militärdienst und für die Verweigerung jedes Militarismus in Hamburg

„Lieber sterbe ich als Löwin, als dass ich ein Leben als Hund führe“ – zur Repression gegen den 2. internationalen Austausch gegen Militärdienst und für die Verweigerung jedes Militarismus in Hamburg

Friedensfahrzeug angegriffen

Tesla platt gemacht

International Solidarity Event

Am 12.,13. und 14. Dezember veranstalten wir ein antifaschistisches und internationales Eventwochenende. Gemeinsam mit Genoss:innen aus ganz Europa wollen wir uns zusammen über die aktuelle Repression gegen linke Bewegungen austauschen und Erfahrungen teilen.

More than music? – Neonazis in der (linken) Subkultur Leipzigs & darüber hinaus

Schon länger scheinen sich verschiedenste Konzertveranstalter_innen, Booking-Crews und Bands, vor allem aus dem Bereich Hardcore und Metalcore, von dezidiert linken, selbstverwalteten Locations wie dem „Conne Island“ in Leipzigs Süden abgewandt zu haben. Die dafür ursächlichen Gründe können hier nicht abschließend bewertet werden. Fest steht aber, dass Konzerte dieser Subkultur stattdessen vermehrt im „Felsenkeller“ im Leipziger Westen stattfinden. Dort steht ein großer Saal, der eigentliche „Felsenkeller“, sowie ein angegliederter kleinerer Saal, das „Naumanns Tanzlokal“, zur Verfügung.
Dabei steht der „Felsenkeller“ weder für den Do-It-Yourself-Spirit, der durch die Punk-und Hardcore-Szene stark geprägt wurde, noch ist der „Felsenkeller“ ein explizit antifaschistischer (Schutz-)Raum.

Spontandemonstration in Solidarität mit Antifaschist:innen vor Gericht und gegen das Antifa Verbot in den USA im Leipziger Süden

Heute abend fand in Connewitz eine Spontandemo für die Angeklagten der zweiten Runde des Antifa-Ost Prozesses statt. Dabei wurden zahlreiche Barrikaden errichtet, Gentrifizierungsobjekte sowie das Polizeirevier angegriffen. 

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung am 24.11.25 im Kontext von Tag X

Am 24.11.25 findet um 13.00 Uhr die Fortsetzung des Prozess am Amtsgericht Leipzig vom 5.11.25 statt. Angeklagt ist eine Person, der Widerstand gegen Vollstreckungsbeamt*innen vorgeworfen wird.

Neugründung der Jugendorganisation der AfD in Gießen 2025

 

Der Jugendverband der AfD soll am 29. und 30. November 2025 in Gießen neu gegründet werden. Die AfD-Bundespartei hat dafür die Hessenhallen angemietet. Dies knüpft an frühere Entwicklungen an: Auch die AfD und ihre damalige Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) wurden 2013 in Hessen gegründet.

 

Die JA wurde 2023 vom Bundesamt für Verfassungsschutz als „gesichert extremistische Bestrebung“ eingestuft. Im Februar 2025 beschloss die AfD auf einem Parteitag, sich von der JA zu trennen, um einem drohenden Verbot zuvorzukommen. Die JA hatte eine zentrale Rolle bei der Einschätzung der AfD als „gesichert rechtsextrem“ gespielt. Im März 2025 wurde schließlich die offizielle Auflösung der JA bekannt gegeben. Eine Entmachtung oder ein Ausschluss rechtsradikaler Mitglieder aus AfD oder JA erfolgte jedoch nicht.

 

Die JA war als formal unabhängiger Verein organisiert. Dadurch war ein Vereinsverbot deutlich leichter durchzusetzen gewesen als ein Parteiverbot. Mitglieder der JA waren teilweise auch (ehemalige) Angehörige anderer, für AfD-Mitglieder eigentlich unvereinbarer Organisationen. Viele dieser rechtsgerichteten (Ex-)Mitglieder waren zugleich in der AfD aktiv. Die JA hatte etwa 2.400 Mitglieder.

 

Die neue Jugendorganisation soll enger an die AfD angebunden sein. Geplant ist, dass entweder alle AfD-Mitglieder zwischen 16 und 35 Jahren automatisch auch Mitglieder der Jugendorganisation sind (wobei eine Jugendorganisations-Mitgliedschaft auch ohne AfD-Mitgliedschaft möglich sein soll) und/oder dass alle Mitglieder der Jugendorganisation zugleich AfD-Mitglieder sein müssen (wobei auch hier eine AfD-Mitgliedschaft ohne Jugendorganisations-Mitgliedschaft möglich wäre). Mögliche Namen für die neue Organisation sind „Patriotische Jugend“, „Junge Alternative“ oder „Deutschland-Jugend“.

 

Bei der Gründungsveranstaltung in Gießen sollen ein Statut, ein Name, ein Logo und ein Vorstand beschlossen werden. Die AfD rechnet mit rund 1.000 Teilnehmenden. Insgesamt 26 Organisationen, Medien, Vereine und Influencer wurden offiziell eingeladen, darunter mehrere rechtskonservative Gruppen sowie Ausstellende mit Informationsständen, die teilweise im rechtsextremen Umfeld aktiv sind.

 

Eine Forderung ehemaliger JA-Funktionstragender lautete:
„Wir müssen unser Grundgesetz abschaffen und uns eine eigene Verfassung geben. Aktuell sind wir von den Amerikanern besetzt.“

 

 

 

 

[LE] Kurzbericht zur Kundgebung vom 09.11.2025 im Gedenken an das Novemberpogrom 1938

Auch in diesem Jahr hatten wir für den 9. November zu einer antifaschistischen Kundgebung in Erinnerung an das Novemberpogrom 1938 aufgerufen. An der Kundgebung nahmen ca. 150 Leute teil. Eröffnet wurde die Kundgebung mit einem Redebeitrag von uns, der sich mit dem Novemberpogrom in Leipzig und dem Schicksal der Familie Joske beschäftigte. Der zweite Beitrag von disput kritisierte, dass die radikale Linke hinter einer antideutschen Kritik von Staat, Kapital und Antisemitismus zurückfalle. Im dritten Beitrag einer Genossin aus der translib wurde beleuchtet, wie gegenwärtig Antisemitismus von der Politik verhandelt wird: nicht um Jüdinnen:Juden zu schützen, sondern um „die eigene politische Heimat zu markieren“. Der vierte Beitrag kam vom Bündnis Reclaim Antifa und thematisierte, dass Antisemitismus eher mit einem brüchigen Tabu belegt und von einer oberflächlichen Erinnerungskultur begleitet ist, statt ernsthaft aufgearbeitet zu werden. Der letzte Beitrag von einigen Genossen von alea beschäftigte sich mit dem Verhältnis des gegenwärtigen Antizionismus und Antisemitismus. Beendet wurde die Kundgebung mit dem ersten Satz von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitschs 13. Sinfonie, dessen Grundlage das Gedicht „Babi Jar“ von Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko ist.

Wir freuen uns, dass so viele unserem Aufruf folgten und dokumentieren hier alle Beiträge.

Erfolgreiche Kundgebung gegen Militarisierung des Gesundheitswesens

 

 

Bis zu 40 Personen protestierten am Morgen des 20.11.25 bei nasskalten Bedingungen anlässlich des Symposiums „Zivile Notfall- und Rettungsmedizin / Bevölkerungsschutz“ vor der Charité/ Virchow Klinikum gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens.

Dass bereits am Vortag der eigentlich für den 20.11. angekündigte Input eines hochrangigen Bundeswehr-Offiziers beim Symposium zum Thema „Operationsplan Deutschland und Zivile Verteidigung“ aufgrund der angekündigten Proteste kurzfristig abgesagt worden war, werteten die Sprecher*innen auf der Kundgebung als ersten Erfolg.

 

 

 

 

Räumung Sündi/Hambacher Forst

Am Dienstag den 18. November 2025 wurde in der Nähe des Hambis ein seid über einem Jahr besetztes Waldstück geräumt

Bäckerei von AFD Stadtratsabgeordneten markiert

 

Wir haben die Bäckerei der AFD - Stadtratsabgeordneten in Leipzig, Alexandra Hachmeister, markiert. Sie ist Inhaberin der Filiale in der Zweinaundorfer Straße 9. Die AfD inszeniert sich als Stimme des 'kleinen Mannes' – ihre Politik ist das Gegenteil: Steuererleichterungen für Konzerne, Hetze gegen Geflüchtete, Kürzungen für Familien und Rentner*innen. Gegen den Rassismus und Sozialabbau - Kein Cent für Nazisemmel!

Video: https://sendvid.com/nifapllr

 

 

+++Neubaute im Leipziger Westen mit Farbe markiert+++

In Solidarität mit allen besetzten Häusern, die dieses Jahr geräumt wurden.

Recherche - Interne Gedenkveranstaltung der AfD am Volkstrauertag- Stuttgart

Am vergangenen Sonntag 16. November 2025 fand sich die AfD auf dem Stuttgarter Waldfriedhof zusammen um den “Deutschen Helden“ zu gedenken.

Doch sie waren nicht alleine ... hier die Kennzeichen, mit den die AfD'ler nach dem Gedenken weggefahren sind.

[B] Private Security im Görlitzer Park: Klar rechtswidrig, übergriffig und gefährlich

Seit Ende Oktober 2025 ist neben Polizei und Ordnungsamt auch private Security im Görlitzer Park präsent, häufig mit scharfen Hunden. Der Einsatz privater Security, wie er gerade im Görli stattfindet, ist klar rechtswidrig (fehlende Kennzeichnung). Die Security fällt überdies mit stark übergriffigem Verhalten auf. Durch die Hunde der Security wurden bereits Menschen verletzt.

Unseres Wissens nach ist die private Security werktags von nachmittags 16:00 bis morgens 7:00 und am Wochenende durchgängig vor Ort.

 

Vorsicht vor unkritischer Verbreitung fragwürdiger Narrative

Die jüngsten Entwicklungen rund um Erik „Andrew" Ahrens zeigen ein besorgniserregendes Muster: Selbst etablierte Medien, einschließlich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, scheinen anfällig für manipulative Strategien zu sein, bei denen durch provokante Selbstinszenierung und schnelle „Identitätswechsel" Aufmerksamkeit generiert wird.

Was passiert hier?

Es zeichnet sich ab, dass hier jemand mit kalkulierten Provokationen und einer inszenierten „Wandlung" mediale Aufmerksamkeit auf sich zieht – während gleichzeitig wichtigere gesellschaftspolitische Themen in den Hintergrund geraten. Die Strategie erinnert an bekannte Muster aus der Vergangenheit, nur modernisiert durch Social-Media-Codes und Shitposting-Ästhetik.

Warum ist das problematisch?

  • Unkritische Multiplikation: Linke und progressive Medien verbreiten teilweise unreflektiert Inhalte, ohne die Mechanismen dahinter zu hinterfragen
  • Ressourcenverschwendung: Öffentlich-rechtliche Sender mit Bildungsauftrag investieren Sendezeit in Personen, deren Authentizität zweifelhaft ist
  • Ablenkungsmanöver: Während solche Figuren Aufmerksamkeit binden, bleiben strukturelle Probleme unbeachtet

Was können wir tun?

1. Kritische Medienrezeption

  • Hinterfragt schnelle „Konversionsnarrative"
  • Prüft Quellen und Motivationen
  • Vermeidet unkritisches Teilen ohne Einordnung

2. Demokratische Kontrolle nutzen

  • Nutzt die Gremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Rundfunkräte, Programmbeschwerdeverfahren)
  • Fordert journalistische Sorgfalt statt Quote durch Provokation
  • Macht von Petitionsrechten Gebrauch

3. Eigene Standards setzen

  • In linken/progressiven Räumen: Qualität vor Reichweite
  • Faktenbasierte Auseinandersetzung statt emotionaler Empörungsdynamiken
  • Fokus auf strukturelle Analysen statt Personenkult

Konkrete Schritte

  • Programmbeschwerde: Wenn öffentlich-rechtliche Sender unkritisch berichten → formelle Beschwerde einreichen
  • Rundfunkräte kontaktieren: Diese Gremien haben Aufsichtsfunktion und sind für zivilgesellschaftliche Anliegen zugänglich
  • Alternative Medienarbeit: Unterstützt Projekte, die investigativ und kritisch arbeiten

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat einen Bildungsauftrag. Wir als Beitragszahlende haben das Recht und die Pflicht, auf dessen Einhaltung zu pochen. Lasst uns die demokratischen Instrumente nutzen, statt nur zu lamentieren.

Solidarität bedeutet auch: kritische Wachsamkeit.

 

Sexualisierte Gewalt durch einen Bullen von Wuppertaler Hundertschaft

Sexualisierte Gewalt durch die Polizei

Während dem Aktionswochenende für das Autonome Zentrum Wuppertal kam es 
besonders im Kessel an der Uellendahler Straße vermehrt zu Polizeigewalt.

Am Samstag, den 06.09.2025 befanden sich gegen 18.00Uhr einige Menschen vor
dem alten Schulgebäude in der Uellendahler Straße. Das Schulgebäude sollte laut
eines Indymedia Artikels besetzt worden sein. Kurz nach 18Uhr kamen dann auch
die Bullen an der alten Schule an und schauten sich zuerst im Schulgebäude um.
Die Menschen, die sich vor dem Haus auf dem Gehweg befanden, wurden 
ohne erkennbares Ziel verdrängt - schon da zeigten sich die Bullen ziemlich
agressiv. Eine Person wurde heftig gegen den Brustkorb geschlagen, die Bullen
versuchten Schmerzgriffe anzuwenden und besonders ein Polizist trat sehr 
aggressiv auf - er schrie vermehrt Personen an und nachdem die Menschen vor
dem Haus von den Bullen auf die andere Straßenseite geschubst wurden, rannte
der besagte Bulle los, sprang gegen eine Person, trat dieser gegen das
Schienbein und boxte der Person währenddessen in den Bauch. Während die
Menschen von vor dem Haus gegen eine Hauswand gedrückt und gekesselt wurden erlitt 
eine Person Schürfwunden und Prellungen am Ellenbogen.

Nachdem die Bullen dann nach einer halben Stunde auch mal einen Grund gefunden 
hatten, warum sie denn überhaupt gekesselt haben (Die Personen vor dem Haus 
könnten versuchen das alte Schulgebäude zu besetzen, oder Zitat:"Wir haben den Verdacht,
dass aus Ihrer Gruppierung heraus Straftaten begangen werden könnten.") 
fingen sie dann nach circa einer Stunde an, einzelne Menschen zur 
Personalienkontrolle aus dem Kessel rauszuführen. 

Bei einer der ersten Personen, die abseits vom Kessel kontrolliert und durchsucht
wurde, wurde ohne genannten oder erkenntlichen Grund die Tasche kontrolliert. 
Danach wurde die Person durch einen beteiligten Bullen der Wuppertaler Hundertschaft
dazu aufgefordert, ihre Hose zu öffnen und wurde trotz
wiederholtem Hinweis an den Bullen, dass dieses Vorgehen nicht rechtens sei,
sowohl im Intimbereich angefasst, als auch unter der Unterhose durchsucht.
Angeblich, um nach verbotenen Gegenständen zu suchen. Wenn sich die Person 
verbal gegen das Vorgehen wehrte, wurde dieser durch die Polizei Gewalt 
angedroht. Wir werten dieses Vorgehen der Polizei als sexuellen Übergriff.

Auch, wenn es nicht überraschend ist, dass die Bullen so agieren, finden wir
dieses Verhalten ekelhaft, unmenschlich und in keiner Form zu rechtfertigen.
Die Polizei setzt diese Form von sexualisierter Gewalt mittlerweile häufiger 
ein: Auch aus Berlin existieren Videos, bei denen Bullen einem Demonstrierenden
in den Schritt greifen, um diesen zum Nachgeben zu bewegen.

Extrem rechte Burschen am Volkstrauertag

Am 16. November 2025 war der sogenannte "Volkstrauertag". Wie jedes Jahr betrauern und gedenken Faschos den "gefallenen Helden".

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung am 26. November 2025 am Amtsgericht Leipzig

8:45: Eingang Amtsgericht - 9:00 Uhr: Sitzungssaal 201, 2.OG

Am 13.09.2022 kam es in in der Leipziger Südvorstadt zu spontanen Protesten, nachdem die geplante Abschiebung eines langjährigen Nachbarn M. bekannt wurde. Hunderte gingen auf die Straße und protestierten gegen den Polizeieinsatz und die rassistische Praxis, Menschen aus ihrem Lebensumfeld zu reißen und zurück in ein Leben voller Unsicherheit und Angst zu schicken, wo nicht selten Folter und Tod drohen. Auch wenn diese Abschiebung am Ende durch vielfältigen Protest (vorerst) verhindert werden konnte, bleibt uns der Tag in schmerzhafter Erinnerung. Zum einen weil wieder einmal deutlich wurde, dass der Staat bereit ist, rassistische Ausgrenzung auch mittels Spezialkräften in Kettenhemden und gegen Proteste durchzusetzen. 

 

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