[HRO] Mehrere ungeklärte Brandstiftungen (Dokumentation)
Im Folgenden werden ausgewählte Brandstiftungen in Rostock dokumentiert. Es geht bei der Zusammenstellung der Vorfälle nicht zwingend um die Konstruierung eines Tatzusammenhanges. Mit der Dokumentation und Wissensbereitstellung soll zunächst lediglich vermieden werden, dass Informationen verloren gehen.
Doch unabstreitbar nehmen Angriffe auf linke und alternative Freiräume in ganz Deutschland zu. Brandstiftungen an Häusern, in denen Menschen wohnen und schlafen können dabei (wieder) als eine neue Stufe der Gewalt betrachtet werden. Ein direkter Zusammenhang zwischen den aufgeführten Vorfällen lässt sich bisher weder ausschließen noch mutmaßen.
Brand bei Schlafplätzen von Obdachlosen (Nähe Weißes Kreuz):
Herbst 2025:
Es wurde mindestens zwei mal Feuer in den verlassenen Gebäuden gegenüber der Zuckerfabrik gelegt. In den heruntergekommenden Häusern campierten zu dem Zeitpunkt Obdachlose. Die Stimmung der Anwohnenden ggü. den Campierenden soll laut Aussage einzelner Nachbarn sehr schlecht sein.
Brand bei Spendenregal (Vor der Frieda23 in der KTV):
08.-09. Oktober 2025:
In der Nacht wurde das Nachbarschaftsregal bei der Frieda23 niedergebrannt. Niemand wurde verletzt und keines der benachbarten Gebäude fing Feuer. *Foto1
Brand im Bagehl (Wohnprojekt in der Altstadt):
07.-08. November 2025:
In der Nacht brannten gegen ~04:30 Uhr Mülltonnen direkt am Wohnhaus. Zum Glück wurden sie bemerkt und gelöscht, bevor die Flammen auf die Fassade übergriffen. *Foto2
14.-15. November 2025:
Vor dem alternativen Wohnprojekt „Bagehl“ wurde genau eine Woche später erneut Feuer gelegt. Die Flammen griffen rasch auf die Fassade und den angrenzenden Kellerbereich über. Eine Bewohnerin bemerkte gegen 4:30 Uhr starken Rauch und alarmierte sofort die anderen Hausbewohnenden. Gemeinsam mit der Feuerwehr konnten sie den Brand unter Kontrolle bringen. Menschen und Haustiere wurden nicht verletzt, jedoch entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro an Gebäude, Instrumenten und technischem Equipment. Ob das Feuer in einer vor dem Haus stehenden Geschenkekiste gelegt wurde ist bisher unklar. Die Kiste stand vermutlich voller Wasser.*Foto3-6
Rückblick: Brand im Bsieben (Queerer Treffpunkt in der Altstadt):
Vergangenes Jahr sorgten die Brandstiftungen am Bsieben für große Aufmerksamkeit.
15.-16. September 2024:
Die erste Brandstiftung am Laden, wurde jedoch rechtzeitig bemerkt und ging relativ glimpflich aus.*Foto7
Anfang November 2024:
Es gab erneut einen Brand. Diesmal brannte das ganze Mobiliar ab. Nur durch Glück griff das Feuer nicht auf umliegende Wohnhäuser über. Die ganze Bar musste komplett neu renoviert werden. *Foto8
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Links:
Frieda23: https://frieda23.de/nachbarschaftsregal/
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