Antifa

Gemeint sind wir alle! Neues und Kommendes zum §129-Verfahren in Leipzig

Wer glaubt, was ein CDU-Mann wie Sachsens Innenminister Markus Ulbig sagt, muss das Schlimmste annehmen: Nach seiner Ansicht bestehe die Gefahr, dass „Linksautonome mit einer Nadelstichtaktik“ – das ist ein militärisches Konzept – „Schaden an der Demokratie anrichten.“ Wer nachschlägt, woher der Innenminister seine profunden Kenntnisse bezieht, stößt auf den aktuellen Verfassungsschutzbericht des Bundes. Auch dort wird vor der „Nadelstichtaktik“ ausdrücklich gewarnt. Allerdings im Kapitel über al-Qaida.

Gewalt gegen jüdische Menschen

Die Gewalt gegen jüdische Menschen wird immer schlimmer. In Paris haben arabische jugendliche Synagogen angegriffen und in stundenlangen Straßenkämpfen gegen Steine & Molotowcocktails gegen jüdisches Leben geschleudert. Auch in Berlin ist Gewalt gegen jüdische Menschen inzwischen wieder an der Tagesordnung, Es ist Zeit, gegen diesen Terror aufzustehen, und die faschistischen Angreifer in Ihre Schranken zu weisen!

Ukraine: Anmerkung zu Flugzeugabstürzen

Es gibt jetzt Fotos vom Wrack des abgestürzten malaysischen Flugzeugs. Beachten Sie die zahlreichen Trümmer und den großen Teil des Rumpfes. Sie sehen die Reste eines Passagierflugzeugs, das mit einer Rakete in 11.000 m Höhe getroffen worden und zur Erde gestürzt ist. Denken Sie daran, dass keine derartigen Trümmer an der Stelle zu finden waren, wo angeblich das Flugzeug in das Pentagon geflogen ist, und auch nicht an der angeblichen Absturzstelle in Pennsylvania, wo das vierte angeblich entführte Flugzeug am 9/11 zu Boden gegangen ist. Denken Sie darüber nach. Die 9/11-Kommission wird wohl zum Schluss kommen, dass nur malaysische Flugzeuge Trümmer hinterlassen. -per e-mail am 20. Juli 2014 von Paul Craig Roberts http://antikrieg.com/aktuell/2014_07_20_anmerkung.htm ..........

Russland: Einreiseverbot für hochrangige Guantanamo/Abu Ghraib Folterknechte

Die russische Regierung hat als Reaktion über die neu verhängten Sanktionen der U.S.-Regierung die Liste der Einreiseverbote nach Russland um zwölf weitere Personen erweitert. Die Neuzugänge betreffen hochrangige U.S.-Militärs, andere Militärangehörige und eine Bundesrichterin, die in der Folter von Gefangenen in den geheimen U.S.-Armee-Gefängnissen Guantanamo auf Kuba und Abu Ghraib im Irak verwickelt waren – als verantwortliche Kommandeure und Ausführende.

Gedenkdemo für Erich Mühsam – Bericht

Am 12. Juli 2014 demonstrierten 240 Menschen im Gedenken an den Erich Mühsam in Oranienburg unter dem Motto „Sich fügen heißt lügen!“. Die Demo verstand sich als klar politisches Gedenken und Ergänzung zu den zahlreichen Kulturveranstaltungen rund um Mühsams Todestag. Der Hauptfocus der Aktion richtete sich deshalb auf Mühsams Eigenschaften als Anarchist, Antifaschist und Freigeist.

 

Aufgerufen hatten die North East Antifa (NEA), das Kulturzenttrum WB13 und die Anarchosyndikalistische Jugend Berlin (ASJ). An der Demonstration beteiligten sich Menschen aus Brandenburg, Berlin und anderen Bundesländern. Auch AnwohnerInnen reihten sich in den Demozug ein.

 

Erinnerung an Naziverbrechen in Oranienburg

 

Während der Demo wurden zahlreiche „Nein zum Heim“-Aufkleber entfernt, die sich gegen die Eröffnung der Asyl-Unterkünfte in Gransee und Lehnitz richten. Dies zeigt die tagespolitische Notwendigkeit für antifaschistische Demos vor Ort, auch unabhängig von Anlässen wie diesen.
In Redebeiträgen wurde deshalb die Rolle des Oberhavelkreises als Rückzugsraum für Nazikader, die Anti-Asyl-Propaganda der NPD und deren Reorganisierung thematisiert.

 

Beim Hinweg wurde ein besonderer Augenmerk auf eben das (nicht mit Sachsenhausen zu verwechselnde) KZ Oranienburg gelegt – an dessen Standort sich heute keine Gedenkstätte sondern ein Lidl-Parkplatz befindet. Außerdem wurde über die unrühmliche Rolle der Oranienburger Bevölkerung während der Nazizeit berichtet, die sich immer wieder an KZ-Häftlingen verging, wenn diese durch den Ort gehen mussten. In Redebeiträgen wurde das Schicksal weiterer Gefangener und Ermordeter, die nicht die Bekanntheit Mühsams erlangten, geschildert.

 

Ein Redebeitrag befasste sich zudem mit seiner Frau, Zenzl Mühsam, deren Wirken oft vernachlässigt wird und die nach ihrer Flucht in die Sowjetunion noch bis 1954 in Straflagern verbrachte.

 

Würdevolles Gedenken trotz Platzregen

 

Ein in der Erich Mühsam-Straße erneut einsetzender starker Regen überraschte alle Teilnehmenden. Dennoch wohnten die meisten dem Gedenken weiter bei.

 

Während der Gedenkkundgebung am ehemaligen KZ Oranienburg berichteten die Lesebühnen-Autoren Peter und Susanne Bäß über Erich Mühsams Leben und gaben dessen Anti-Kriegstext „Der Feuerwehrbund“ zum besten. Danach lasen zwei Antifaschist*innen die Gedichte "Lumpenlied" und "Rebellenlied".
Anschließend boten die Liedermacher Christoph Holzhöfer und „Geigerzähler“ Vertonungen bekannter Mühsam-Gedichte wie „Mein Gefängnis“, der „Revoluzzer“, oder „Der Gefangene“ dar.

 

Auch wenn sich im Laufe des Gedenkens viele Teilnehmer*innen nach einer Stunde Kälte und Regen auf den Rückweg machten, blieben noch rund 70 Menschen bis zum Schluss und wohnten der Kranzniederlegung sowie der Abschlussrede über Erich Mühsams Gefangenschaft und Ermordung bei. Nach einer Schweigeminute legten die VeranstalterInnen sowie die Piraten-Fraktion Berlin Kränze am Gedenkstein für Erich Mühsam nieder.
Die Freie ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin, die mit einer größeren Delegation am Gedenken teilnahm, hatte ebenfalls einen Kranz dabei. So endete das Gedenken am Ende doch noch unverregnet und in würdevoller Atmosphäre.

 

Der Rückweg wurde aufgrund des durchnässten Zustands der Teilnehmeri*nnen nicht mehr als Demo zurückgelegt.

 

Alles in allem ziehen wir ein positives Fazit…

 

Mit der Teilnehmer*innenzahl von 240 sind wir zufrieden, da 300 Menschen oft das Maximum an Teilnehmer*innen umfasst, dass mensch in Oranienburg auf einer Demo vereinen kann. Berücksichtigt werden müssen auch Parallelveranstaltungen in Berlin, wie die Disability and Mad Pride Parade. Aus den größeren Brandenburger Städten, wie Neuruppin, Strausberg, Potsdam und Frankfurt/Oder waren Menschen angereist. Sogar aus Bochum, Kiel, Göttingen und Mainz wurden Menschen gesichtet. Älteres Publikum, beispielsweise aus den VVN-BdA-Strukturen oder Ortsansässige, waren eher weniger vertreten. Das hat verschiedene Gründe: Das Groß der älteren VVN-BdA-Mitglieder kann an Demos auf Grund ihrer körperlichen Verfasstheit oft nicht mehr aktiv teilnehmen, die Oraganisierung eines Transportes von Genoss*innen der VVN-BdA hätte wiederum einen logistischen Aufwand bedeutet, den wir nicht stemmen können. Gerade Brandenburg als Flächenland bildet hier eine enorme Hürde. Die Zivilgesellschaft in Oranienburg, dass haben zumindest die vergangenen Jahre bewiesen, vertritt nicht selten extremismustheoretische Ansätze und positioniert sich im Zweifel gegen „Die Antifa“. Der einzige interessante Akteur vor Ort wäre die Linkspartei gewesen, die am 10. Juli ein Erich Mühsam-Gedenken und eine Ausstellung in Oranienburg organisiert hatten. Allerdings hätte eine Zusammenarbeit bei den Unterstützer*innen der Demo, die sich auch zum Großteil aus anarchistischen Gruppen zusammensetzte, sicherlich zu Irritationen geführt. Auch gemessen an den zu erledigenden Aufgaben, bei einem Thema, das eher weniger Menschen anzieht, halten wir es für die richtige Entscheidung, uns vor allem auf die Bewerbung konzentriert zu haben.

 

Im Rahmen des runden Jahrestages der Befreiung vom deutschen Faschismus im kommenden Jahr sollten wir jedoch verstärkt überlegen, wie wir die Beteiligung der älteren Genossen an Demonstrationen und Gedenkfeierlichkeiten bewerkstelligen können. Ihre Anwesenheit und ihre Meinung sind gerade hier wichtig.

 

Im bundesweiten Naziaufmarsch am 6. Juni 2015 in Neuruppin („Tag der deutschen Zukunft“) sehen wir eine Möglichkeit, um Kontakte zur Brandenburger „Zivilgesellschaft“, so auch in Oranienburg wieder aufzufrischen. Vielleicht auch ohne Extremismus-Gefasel und mit Unterstützung der Mobilisierung durch Berliner Gruppen.

 

Momentan arbeiten wir an der Wiederauflage einer Broschüre zu Mühsams Leben und politischem Kampf. Sie wird auf www.erichmuehsam.antifa-nordost.org herunterzuladen sein. Wenn das Wetter mitspielt werden wir das Heft mit einer kleinen Lesung in den kommenden Monaten gebührend releasen.

 

An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Beteiligten und Unterstützer*innen bedanken, vor allem bei jenen Reisegruppen, die von weiter Weg kamen. Den Organisator*innen des Erich Mühsam-Festes gilt ebenfalls unser Dank für ein wirklich schönes und vielfältiges Fest zu Ehren Mühsams und des “Nolo”-Prinzips. Wir denken Fest als auch Demo haben sich recht gut ergänzt.

 

Die Demonstration hat für uns gezeigt, dass es möglich ist, Gedenken an Nazi-Opfer, antifaschistisches Engagement in der Gegenwart und eine libertäre Perspektive miteinander zu verknüpfen – die historische Person also nicht zu entpolitisieren, ohne sie deshalb zu instrumentalisieren. Daran wollen wir auch in Zukunft anknüpfen.

 

Sich fügen heißt lügen!
Für einen libertären Antifaschismus!

 

Vorbereitungskreis der Erich Mühsam – Gedenkdemo

 

Bilder:

 

Sören Kohlhuber: https://www.flickr.com/photos/soerenkohlhuber/sets/72157645636605681/
Ney Sommerfeld: https://www.flickr.com/photos/neysommerfeld/sets/72157645236862239/

 

Presse:
Neues Deutschland: "Gedenken an Erich Mühsam", Peter Nowak, 14.07.2014->
Märkische Online Zeitung: "Linke Gruppen demonstrieren in Oranienburg", Aileen Hohnstein, 14.07.2014

 

Ukraine Military Shot Down Boeing MH17

ETN received information from an air traffic controller in Kiev on Malaysia Airlines flight MH17. This Kiev air traffic controller is a citizen of Spain and was working in the Ukraine. He was taken off duty as a civil air-traffic controller along with other foreigners immediately after a Malaysia Airlines passenger aircraft was shot down over the Eastern Ukraine killing 295 passengers and crew on board. The air traffic controller suggested in a private evaluation and basing it on military sources in Kiev, that the Ukrainian military was behind this shoot down. Radar records were immediately confiscated after it became clear a passenger jet was shot down. ........

[AC] Neonazi Timm Malcoci in Aachen geoutet

Neonaziouting in Aachen - Aachener Neonazi Timm Malcociin der Eckenerstraße 4 geoutet.

Greifswald: Spontane Jubeldemo nach erfolgreichem Kauf des AJZ Neubrandenburg

Am vergangenen Donnerstag zogen in Greifswald rund 40 Menschen jubelnd durch die Innenstadt. Mit Jubel-Rufen, Flyern und Redebeiträgen per Megaphon am Marktplatz und am städtischen Hafen machten sie auf den erfolgreichen Kauf des AJZ Neubrandenburg aufmerksam. Die spontane Demo endete an der "Straze" (Stralsunder Straße 10), in der gerade ein neuer weiterer Freiraum entstehen soll.  Vorausgegangen war dem Kauf ein anonymes Bieterverfahren, in dem sich das AJZ gegen andere Private Bieter durchsetzen musste. In nur wenigen Tagen wurde eine Demo in Neubrandenburg, einige Kundgebungen auf dem Marktplatz organisiert und natürlich enorm viele Spenden für den Kauf gesammelt. Dank der riesigen Solidarität weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus war am Mittwoch dann klar, dass der Verein genug Geld gesammelt und das höchste Gebot abgeben konnte.

 

Wir dokumentieren hier nochmal unseren Flyer:

WIR HABEN GRUND ZU FEIERN!

Das AJZ Neubrandenburg bleibt!

Das Alternative Jugendzentrum Neubrandenburg, welches in den letzten vier Wochen akut in seiner Existenz bedroht war, ist gerettet! Am gestrigen Mittwoch hat der Verein zur Förderung politischer Kultur, welcher gemeinsam mit dem AJZ Neubrandenburg für den Erhalt des Jugendzentrums kämpft, den Zuschlag in einem Bietverfahren um das AJZ- Gelände am Tollensesee erhalten. Wir freuen uns sehr darüber und gratulieren herzlich!

Ein anonymer Bieter hatte vor rund vier Wochen ein Gebot für das Gelände abgegeben und somit die Existenz eines der letzten alternativen Projekte in Neubrandenburg gefährdet. Durch den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz junger Menschen und die Spendenbereitschaft vieler SympathisantInnen konnte der Verkauf abgewendet und das Gelände von den jetzigen NutzerInnen gekauft werden.

In dem ganzen Prozess zeigt sich auf zwar bereits bekannte, jedoch immer wieder erschreckende Art und Weise, wie wenig die regierende Politik sich um die Jugendarbeit in Mecklenburg- Vorpommern kümmert. Die Bereitwilligkeit, mit der so wichtige Freiräume im oftmals tristen M-V bei der ersten Gelegenheit an den Höchstbietenden verscherbelt bzw. Förderungen dieser Freiräume gestrichen werden, offenbart eine Denkweise, welche von der Wand bis zur Tapete reicht und der demokratische Ideale wie die Möglichkeit, sich selber zu organisieren und am öffentlichen Leben – auch ohne kommerzielle Ausrichtung – zu partizipieren, ganz offensichtlich vollkommen scheissegal ist. Die Stadt Neubrandenburg, allen voran der CDU- Bürgermeister Paul Krüger, haben offenbart, wieviel sie von aktiven jungen Menschen halten, nämlich nichts! Bei der nächsten Gelegenheit werden dieselben Personen, die die Notwendigkeit von Räumen wie dem AJZ nicht sehen oder sehen wollen, über das Problem perspektivloser Jugendlicher und die Erfolge von Demokratiefeinden wie der NPD grübeln und keine Lösung wissen. Die Lösung oder zumindest ein Ansatz dafür ist jedoch relativ simpel: Gebt denen Möglichkeiten, sich zu entfalten, die den Nazis und der Politikverdrossenheit etwas entgegensetzen.

Wir freuen uns, dass das AJZ Neubrandenburg gezeigt hat, dass es möglich ist, sich gegen übermächtig erscheinende Bedrohungen zu behaupten und unkommerzielle Freiräume im Jahre 2014 erhalten zu können, auch wenn dies mit viel Schweiß und nervenaufreibenden Wochen verbunden ist. Ihr macht Mut für die Zukunft!
Wir wünschen dem AJZ, dass es in Ruhe und ohne ständig bedroht zu sein, jungen Menschen einen Freiraum von der täglichen, deprimierenden Scheisse bieten kann, um einfach das zu sein, was es ist: ein Grund, als nicht- rechter junger Mensch in Mecklenburg- Vorpommern Perspektiven zu sehen.

DAS AJZ NEUBRANDENBURG BLEIBT! FÜR IMMER!

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