Rheinland

BlockNeurath: Prozessberichte

Zunächst einmal für eure Terminkalender: Nächste Prozesstermine bei BlockNeurath (Prozess um eine Ankettaktion, welche ein Kohlekraftwerk lahmlegte und erstinstanzlich bei einer Person mit Haftstrafe endete) sind am Fr, 27.10. um 9.30 Uhr am Landgericht Mönchengladbach (Kundgebung ab 8.30 Uhr) und am 30.10. um 10 Uhr beim Amtsgericht Grevenbroich. Kommt gern vorbei und unterstützt die angeklagten Personen! Im Folgenden berichten wir von den ersten beiden Verhandlungstagen bei I am Amtsgericht Grevenbroich.

Lakaien des Staates - Outing

Der Kampf um Lützerath wird nicht nur im Dorf, nicht nur auf der Straße, sondern auch juristisch geführt.

Wir wollen hier zwei Anwaltskanzleien vorstellen, die in diesem Kampf für die Gegenseite aktiv sind:

Redeker/Sellner/Dahs vertritt mal wieder das Land NRW, der Kreis Heinsberg wird durch die Kanzlei Baumeister aus Münster vertreten.

 

Lützi-Soli: Die Ausweitung der Aktionszone!

 

Im Falle der Räumung von Lützi bleiben wir unberechenbar und möchten hier Tipps geben, wie wir strategisch intervenieren können.

 

 

[PK] Mobi-Video: Kommt mit uns zu Ende Gelände 2020

Am 26. und 27. September werden wir uns an den Ende-Gelände Protesten gegen den Kohlekonzern im Rheinland beteiligen. Der gemeinsame Kampf am Ort des Geschehens ist ein Ansatzpunkt Widerstand zu entwickeln, der im klaren Gegensatz zu den Interessen der Konzerne steht und sich nicht von den staatlichen Repressionsorganen unter Kontrolle bringen lässt. Ganz konkret können wir dort zeigen, dass wir den Schutz des Kapitals auf Kosten unser aller Zukunft nicht einfach hinnehmen. Zeigen wir RWE und co., dass sie sich mit den falschen angelegt haben. Denn wir sind die Mehrheit!

Bonn: Bewaffnete Neonazis greifen Antifaschist*innen am Hbf an – Polizei versagt desaströs

Am gestrigen Samstag griffen bewaffnete Neonazis am Bonner Hbf gezielt Antifaschist*innen an. Das Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“ widerspricht der Darstellung einer „Massenschlägerei“ und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei.

We don’t talk to Cops!? – Zu Strafanzeigen und Aussageverweigerung

Immer wieder wenden sich Menschen an uns als Antirepressionsstrukturen, weil sie von der Polizei, Secus, RWE-Mitarbeitenden, Nazis oder anderen übergriffigen Menschen angegriffen oder verprügelt wurden. Sie sind traumatisiert,verzweifelt, frustriert, hilflos, sauer oder wütend über das Erlebte – eine Vielzahl an körperlichen und emotionalen Reaktionen sind in dieser Situation möglich und völlig verständlich. Einige wollen etwas dagegen tun, wie Strafanzeige stellen oder unsere Einschätzung zu deren Erfolgsaussichten wissen. Der Wunsch, nicht untätig gegenüber dieser Ungerechtigkeiten zu bleiben und aktiv zu werden, ist absolut nachvollziehbar und kann sehr wichtig und hilfreich sein, um aus Ohnmachtsgefühlen heraus zu kommen . Oft ist das erste was eine*r dann einfällt, eine Strafanzeige zu stellen und der Polizei oder einem Gericht zu erzählen, was vorgefallen ist, damit sie alles wieder in Ordnung bringen. Und auch in in Kreisen, die sich als Polizei- oder Staatskritisch begreifen, ist dieser Lösungsansatz weiter verbreitet, als eben diese Kritik vermuten lässt. Warum gibt es diesen Reflex? Ist es ein Akt der Hilflosigkeit? Ein Wunsch nach Gerechtigkeit? Oder schlicht das Fehlen von alternativen Ideen? Weil uns diese Frage schon länger umtreibt und durch Strafanzeigen gegen Secus (Security-Angestellte von RWE) und Polizei in den Auseinandersetzungen im Hambacher Wald nochmal an Aktualität gewonnen hat, haben wir entschieden, diesen Text als Debattenbeitrag zu dem Thema zu verfassen.

Fotos: Ende Gelände 2018 - ein Nachschlag

Kohle stoppen. Klima schützen. Rund 6500 Menschen beteiligten sich am letzten Oktoberwochenende 2018 an den Aktionen des zivilen Ungehorsams des Bündnisses „Ende-Gelände“ – so viele wie nie zuvor. Mehrere tausend Aktivist*innen besetzten für über 24 Stunden die Gleise der Hambach-Bahn und blockierten damit den Tagebaubetrieb, 40 Entschlossene besetzten einen Bagger im Tagebau Hambach.

Ein Fotonachschlag unter: http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/ende_gelaende2018.html

Bericht einer Anarchistin vom Wochenende im Hambacher Forst

Passend zum Rodungsstopp bei der Hambacher Forst Besetzung veröffentlichen wir nun den ersten Teil eines Berichtes einer unserer Aktiven, welcher zuerst in der aktuellen Gaidao (https://fda-ifa.org/) erschienen ist. Lest mal rein der Bericht gibt einen guten Eindruck aus erster Hand über die Kämpfe die vor Ort stattfinden, auch wenn der Text zeitlich mittlerweile ein bisschen veraltet ist und einige erwähnte Orte in dem Text bereits geräumt sind.

 

Fahrzeuge von Wasel (RWE-Supporter) abgefackelt

English Version Below

Wenn ihr den Hambi räumt, wenn ihr die Bäume fällt, die Häuser zerstört, wenn ihr Menschen festnehmt und unsere Leute in den Knast steckt, dachtet ihr wirklich das wir uns nicht rächen werden?

Die Firma Wasel wurde gestern Nacht angegriffen, mit sechs Brandsätzen auf sechs Fahrzeuge, weil sie RWE ihre Maschinen zur Verfügung stellen, weil sie es möglich machen, dass die Bullen den Wald räumen, weil sie ein Teil des Systems sind, dass wir so hassen.

Wir werden dazu gezwungen in einer verrotteten Realität zu Leben, in einer Realität aus Gewinnern und Verlierern, in der die Karten nie fair verteilt werden, wo reiche Leute reicher werden, während Ökosysteme sterben, es macht uns krank, dass sich das nie ändert. Unsere einzige Antwort darauf ist es aufzustehen und zu kämpfen, um zu zeigen, dass es auch anders geht, um zu revoltieren und alles kaputt zu machen was uns kaputt macht.

Der Wald wird vielleicht fallen, aber wir werden es nicht. Der Kampf gegen Autorität und den Mord an unserer Umwelt ist nicht vorbei. Es gab Menschen vor uns und es wird Menschen geben, die kämpfen, wenn wir nicht mehr sind. So lange unserer Drang nach Freiheit nicht erfüllt wird werden die, die die uns die Freiheit nehmen nicht in Sicherheit sein.

Carpe noctem.

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When you evicted the Hambi, when you cut those trees, when you destroyed this houses, when you arrested people, when you took our mates to jail, did you really think we won’t revenge?

The company Wasel got attacked yesterday night, with six incendiary devices placed on six vehicles, because they gave their machinery to RWE, because they made it possible for the police to evict the forest, because they are part of a system we hate.

We are forced to live with a rotten reality, on a reality of winners and losers where the cards are never mixed on our favor, where rich people get richer while ecosystems die, that makes us sick, that never changes. So our only answer can be to stand up and fight, to prove there’s something different to be done, to revolt and destroy everything that destroys us.

This forest might fall, but we won’t. The struggle against authority and ecocide will not be over. There were other people before us and there will be people when we will be gone. As long as our will of freedom wouldn’t be satisfied, the ones that are stealing it will not be safe.

Carpe noctem.

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