22.Prozesstag gegen die 6 angeklagten Antifaschist:innen im OLG Düsseldorf

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22. Verhandlungstag – 2. Juni 2026Jun 7, 2026

 

Der 22. Prozesstag verlief deutlich kürzer als geplant: Wegen Ausfällen von Zeug*innen standen stattdessen zwei Gutachten im Mittelpunkt. Beide Gutachten liefern entlastende Ergebnisse für die Angeklagten.

 

Der Vorsitzende Richter Bachler eröffnete die Sitzung verspätet um 13:30 Uhr, nachdem zwei angekündigte Zeug*innen kurzfristig ausfielen. Die für den Tag geplante Online-Vernehmung des in ungarischen Nazis Laszlo Dudog fand nicht statt. Auch die Zeugin B., die wegen des Angriffs auf zwei Nazis in Erfurt geladen war, konnte wegen einer Autopanne nicht erscheinen.

Stattdessen standen zwei Gutachten im Mittelpunkt. Das neurochirurgische Gutachten von Prof. Winkler aus dem Münchener Verfahren gegen Hanna zu den Verletzungsfolgen bei dem Fascho Robert Fischer wurde mit Zustimmung aller Verfahrensbeteiligten verlesen. Der Gutachter kommt zu dem Schluss, dass kein kausaler Zusammenhang zwischen den Kopfverletzungen nach dem Angriff in Budapest und Fischers später diagnostiziertem Moyamoya-Syndrom beziehungsweise den Schlaganfällen besteht.

Außerdem wurde das rechtsmedizinische Gutachten von Prof. Huckenbeck zur Identifizierbarkeit von Emmi anhand von Videoaufnahmen aus Erfurt behandelt. Das Fazit: Die Qualität des Materials reicht für eine verlässliche Identifizierung nicht aus. Anschließend wurden die Standbilder aus den Überwachungsvideos in Augenschein genommen, bei denen nur eine verschwommene Person zu erkennen ist.

Der kurze Verhandlungstag endete bereits gegen 14 Uhr 45.

 

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