Einschüchterungsversuche gegen die A-Tage in München/Ebersberg

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Statement zu Einschüchterungsversuchen der Cops bei den A-Tagen München in Ebersberg

 

 

 

 

 

Heute am 2.10.2026 fand der Auftakt der A-Tage in München und Ebersberg statt. Wie geplant begann das Programm ab 16 Uhr im JuZ Ebersberg. Auf dem Programm standen verschiedene Vorträge und ein Workshop.

 

Doch schon bei der Anreise zum Bahnhof Ebersberg fiel den ersten Teilnehmer*innen ein ungewohnt großes Aufgebot an Bullen am Bahnhof auf. Ca. 6-7 Wannen von USK und Bereitschaftspolizei standen bereit, um alle Menschen, die durch eher alternatives Aussehen (neben den üblichen Lederhosenzombies) auffielen, einer umfangreichen Kontrolle zu unterziehen. Teilweise waren die Cops so positioniert, dass keine*r den Bahnhof verlassen konnte ohne an ihnen vorbei zu müssen. Neben Kontrolle der Personalien wurden die Kontrollierten penibel durchsucht; teilweise wurden Menschen gezwungen ihre Schuhe auszuziehen. Begründet wurde das ganze auf Nachfrage, dass „hier eine gefährliche Situation entstehen könnte.“

 

Auch auf dem Parkplatz vor dem JuZ und dem Einkaufszentrum waren Bullen präsent. Gerade im unmittelbaren Bereich des JuZ war Zeitweise so ein massives Aufgebot präsent, dass kurzzeitig ein Betreten des JuZ ohne Kontrolle unmöglich war und das Bedrohungsszenario einer Stürmung aufgebaut wurde.

 

Schätzungsweise waren den ganzen Nachmittag und Abend über an die 10 6er-Mannschaftswägen im Stadtgebiet unterwegs, um vermeintliche Anarchist*innen zu kriminalisieren.

 

Wir verurteilen diesen Einschüchterungsversuch und die vollkommen unverhältnismäßige Erfassung persönlicher Daten, auf den Verdacht hin einen Vortrag zur politischen Bildung zu besuchen aufs Schärfste!

 

Jedoch lassen wir uns auch nicht, von der wie hier deutlich zu Tage tretenden immer autoritäreren Entwicklung des Staates beeindrucken.

 

Insbesondere wenn junge, politisch interessierte Menschen, die eine Veranstaltung besuchen wollen, auf diese Art und Weise schikaniert werden und durch ein vollkommen überzogenes Polizeiaufgebot und willkürliche Durchsuchungen davon abgehalten werden sollen, über Alternativen zur aktuellen Kriegs- und Krisenpolitik zu diskutieren, dann zeigt uns das vor allem auf, dass solche Veranstaltungen wichtiger sind denn je sind.

 

Auf eine gewisse Weise fühlen wir uns doch geehrt ob der Prioritäten einer, sonst ständig über Unterbesetzung jammernden, Polizei. Scheinbar ist ja genügend Personal vorhanden, um eine Powerpoint-Präsentation in einem Jugendzentrum zu überwachen, während gleichzeitig das Oktoberfest läuft.

 

In diesem Sinne, auf ein baldiges Wiedersehen! Wir lassen uns nicht einschüchtern!

 

 

 

 

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