Sexualisierte Gewalt und Folter - Repression gegen Frauen - eine Veranstaltung mit Nekane

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Weltweit spielt Repression gegen Frauen eine Rolle, wenn sich kämpfende Bewegungen entwickeln und Frauen sich erheben. Sexualisierte Gewalt und Folter sind dabei Methoden, mit denen Staaten den Willen von Frauen brechen und ihren Widerstand unterdrücken wollen.

 

 

 

 

Auf diese Gewalt und Repression haben Frauen schon immer reagiert. Dazu gehören Frauen der „Global Sumud Flotilla“, die Gewalterfahrungen, die sie durch das israelische Militär erfahren haben, teilen. Aber auch Kampagnen, die sexualisierte Gewalt durch den Staat thematisieren, wie die Choreografie „Un violador en tu camino“ aus Chile. Sie zeigen die Gewalt auf und geben die Verantwortung an die Verantwortlichen zurück.

Wir freuen uns, dass Nekane als politisch verfolgte Baskin ihre Erfahrungen mit uns teilt. Nekane wurde 1999 von der paramilitärischen Guardia Civil unter dem Vorwurf der Unterstützung der ETA verhaftet. Unter dem Antiterrorgesetz wurde sie fünf Tage in „Incommunicado-Haft“ festgehalten und brutal gefoltert. Ihr Frauenkörper wurde dabei zu einem patriarchalen Kampffeld. Nach einem langen politischen Prozess, in dem unter Folter erzwungene Aussagen als Beweise verwendet wurden, wurde sie 2007 zu fast zwölf Jahren Haft verurteilt. Sie entschied sich unterzutauchen und wurde nach neun Jahren in der Schweiz gefasst. Als der spanische Staat mehrfach ihre Auslieferung forderte, entschied sie sich, die überlebte sexualisierte Folter öffentlich anzuprangern. Damit machte sie die systematische Folter des spanischen Staates gegen baskische politische Aktivist:innen und Gefangene bekannt. Durch eine große Solidaritätskampagne und politischen Druck wurde sie schließlich freigelassen.

Sexualisierte Gewalt als Form der Repression trifft nicht nur die Betroffenen, sondern alle Frauen. Im Sinne der Frauenrevolution bedeutet das, über die Erfahrungen der Kämpfe und die Repression gegen Frauen zu sprechen, sie als kollektive Erfahrung zu begreifen, Frauensolidarität zu entwickeln und unsere Selbstverteidigung aufzubauen.

In einer Veranstaltung mit Nekane möchten wir auf ihre Zeit im Baskenland zurückblicken und die folgenden Fragen diskutieren: Warum geht der Staat mit solch einer Repression gegen die baskische Befreiungsbewegung vor? Wie kann eine Bewegung mit sexualisierter Gewalt und Folter umgehen? Wie ging sie als Frau und Mutter mit den Angriffen um? Wie können wir uns selbst ermächtigen?

 

Freitag, 10.07. / 18 Uhr / Soziales Zentrum Else Himmelheber

Wörishofenerstraße 29A, 70372 Stuttgart

 

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