„Wir lassen das nicht auf uns sitzen“: Aktionsbündnis Trans* HRT Göttingen protestiert gegen Versorgungslücken an der UMG und fordert Kassenrezepte wieder auszugeben.

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TRANS FEINDLICHKEIT IN DER UMG  UMG VERWEIGERT KASSENREZEPTE FÜR HORMONE UND GEFÄHRDET DADURCH DIE GESUNDHEIT VON TRANS* MENSCHEN

PRESSEMITTEILUNG ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG

„Wir lassen das nicht auf uns sitzen“: Aktionsbündnis Trans* HRT Göttingen protestiert gegen Versorgungslücken an der UMG und fordert Kassenrezepte wieder auszugeben.

Göttingen, 05.05. - Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat die Ausstellung von Kassenrezepten für die Hormonersatztherapie (HRT) bei einem großteil der trans* Patient*Innen eingestellt. Stattdessen werden überwiegend nur noch Privatrezepte ausgestellt, was Betroffene vor massive finanzielle und bürokratische Hürden stellt. Das Aktionsbündnis Trans* HRT Göttingen (athrtgoe) kritisiert dieses Vorgehen als diskriminierend und gesundheitsgefährdend und ruft für den 09. Mai zur Kundgebung an der UMG auf und fordert, dass es für alle gesetzlich versicherten wieder Kassenrezepte gibt.

 

PRESSEMITTEILUNG ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG

„Wir lassen das nicht auf uns sitzen“: Aktionsbündnis Trans* HRT Göttingen protestiert gegen Versorgungslücken an der UMG und fordert Kassenrezepte wieder auszugeben.

Göttingen, 05.05. - Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat die Ausstellung von Kassenrezepten für die Hormonersatztherapie (HRT) bei einem großteil der trans* Patient*Innen eingestellt. Stattdessen werden überwiegend nur noch Privatrezepte ausgestellt, was Betroffene vor massive finanzielle und bürokratische Hürden stellt. Das Aktionsbündnis Trans* HRT Göttingen (athrtgoe) kritisiert dieses Vorgehen als diskriminierend und gesundheitsgefährdend und ruft für den 09. Mai zur Kundgebung an der UMG auf und fordert, dass es für alle gesetzlich versicherten wieder Kassenrezepte gibt.

Finanzielle Belastung und Versorgungslücke
Seit Kurzem müssen trans* Patient*Innen an der UMG für lebensnotwendige Medikamente regelmäßig etwa 200 Euro vorstrecken. Die anschließende Beantragung der Kostenübernahme bei den Krankenkassen ist ein langwieriger Prozess, der oft scheitert. 

"Die UMG wälzt ihre Verantwortung komplett auf die Patien*Innen ab", kritisiert Clara Busch eine Sprecherin des Aktionbündnisses. "Das führt zu gefährlichen Versorgungslücken, welche die Gesundheit und im schlimmsten Fall das Leben von trans* Personen bedrohen."

Versorgungslücke wegen Vorauseilender Gehorsamkeit
Hintergrund der Entscheidung sind vereinzelt aufgetretene Regressforderungen in anderen Bundesländern. Gegenüber der UMG wurde eine solche Forderung bisher jedoch nicht gestellt. Trotzdem reagiert die Klinik mit einem "vorauseilendem Gehorsam", so die Sprecherin. Das Bündnis betont, dass die UMG die Möglichkeit hätte, die Situation direkt mit den Krankenkassenverbänden zu klären, sich aber stattdessen für den Weg des geringsten Widerstands auf Kosten der Betroffenen entschieden hat. "Wir lassen das nicht auf uns sitzen", erklärt Clara Busch.

Rechtliche Lage und Fachmeinungen
Das Vorgehen der UMG steht im Widerspruch zu aktuellen Forderungen. In einem Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes vom 3. Februar 2026 wird explizit gefordert, die bisherige Versorgung aufgrund des Vertrauensschutzes lückenlos fortzuführen. Auch das Bundessozialgericht (Urteil vom 19. Oktober 2023) und die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie stützen die Fortführung der leitliniengerechten Behandlung über Kassenrezepte.

Aufruf zum Protest
Das Aktionsbündnis fordert die UMG auf, umgehend wieder Kassenrezepte für bestehende und zukünftige trans* Patient*Innen auszustellen. Hierfür findet am 09. Mai um 13:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Haupteingang der UMG (Robert-Koch-Straße 40) statt. Ein offener Brief an die Klinikleitung wurde bereits gestartet. 

Der offene Brief wird bereits von zahlreichen Gruppen und Initiativen unterstützt. Zu den Erstunterzeichner*Innen gehören unter anderem das Queere Netzwerk Niedersachsen, das Queere Zentrum Göttingen, der AStA der Universität Göttingen, Bündnis 90/Die Grünen Göttingen und viele weitere Gruppen und Einzelpersonen. 

"Die Gesundheit von trans* Personen ist nicht verhandelbar“, so Clara Busch. "Wir fordern von der UMG eine verbindliche Zusage, Hormone weiterhin verlässlich auf Kassenrezept zu verschreiben, damit trans* Personen sicheren Zugang zu lebenswichtigen Medikamente haben."

Offener Brief:
Der offene Brief kann hier gelesen und unterschrieben werden:
https://cryptpad.fr/form/#/2/form/view/Ly+XpVBiSNumlRWVkhQsiZXnV8hozOc+oN9u9oBaNGQ/

Kontakt:
Aktionsbündnis Trans* HRT Göttingen:
E-Mail: athrtg@systemli.org
Instagram: @a.thrt.goe
https://www.instagram.com/a.thrt.goe/

 

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