[Jena] Jena bleibt dreckig - Solidarität mit der R94

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Am heutigen Abend, den 13.03., haben wir mit 30-40 Menschen klargemacht, dass es in dieser Stadt mit den geplanten Sozialkürzungen keinen Frieden geben wird.

Die aktuellen Kürzungen und Gentrifizierung vertreiben Menschen aus der Innenstadt an die Peripherie Jenas und aus dem alltäglichen Leben. Die neoliberale Stadtpolitik versucht eine saubere Innenstadt zu schaffen, in der es kein Graffiti, beklebte Laternenmästen oder selbstgestaltete Räume gibt. Dem machen wir einen Strich durch die Rechnung und haben heute eine der bekanntesten Einkaufsmeilen Jenas verwüstet und die Stadt so dreckig gemacht, wie es nur geht. Teure Mieten, Sozial- und Kulturkürzungen, große wirtschaftsorientierte Bauprojekte überall in der Innenstadt, rassistische Polizeikontrollen, aufwendige Graffitientfernung und -verfolgung und die Verdrängung von Jugendlichen aus der Innenstadt und von öffentlichen Plätzen zeigen deutlich wer dem neoliberalen Bild der Stadtpolitik nach auf der Strecke bleiben soll. Wir sind wütend!
Überall in Deutschland und weltweit werden alternative Räume weiterhin bedroht und verdrängt. Auch wenn die Rigaer 94 diese Woche keinen Besuch von den Bullen bekommt, werden die Schweine früher oder später kommen, um uns auch dieses Projekt zu nehmen. Räumungen wie die der Liebig 34 oder des Syndikat haben das gezeigt. Wir zeigen uns solidarisch mit der R94 und für uns steht fest: wird die Rigaer geräumt, dann brennt es und das nicht nur in Berlin!
Für eine solidarische und autonome Organisierung in den Städten!

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