Antisemitismus auf dem Habitat Festival

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Heute Mittag startet das Habitat Festival auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Trotz anhaltender und breit geäußerter Kritik hält das Festival unbeirrt am Auftritt von Sama' Abdulhadi fest – und platziert sie ausgerechnet im prominentesten Zeitslot. 

Heute Mittag startet das Habitat Festival auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Trotz anhaltender und breit geäußerter Kritik hält das Festival unbeirrt am Auftritt von Sama' Abdulhadi fest – und platziert sie ausgerechnet im prominentesten Zeitslot. Ob in Zeitungsartikeln, offenen Briefen, E-Mails oder auf Social Media: Die Kritik an ihren öffentlichen Äußerungen wurde vielfältig formuliert. Die Reaktion des Festivals beschränkt sich jedoch auf fadenscheinige Rechtfertigungen und den Versuch, ihre politischen Positionierungen kleinzureden oder ganz auszublenden.
Deshalb wurde in den vergangenen Tagen auf vielfältige Weise auf diesen untragbaren Auftritt aufmerksam gemacht. Entlang der Anfahrtswege und an Bahnhöfen wurden über 180 Informationstexte angebracht. Hinzu kommen zahlreiche Plakate auf Schildern, Stencils, Tags, hunderte Sticker, Transparente und tausende Wurfzettel, die sich vom Festivalgelände bis weit in das Umfeld der Anreise ziehen. Sie erinnern auch an das Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 – unter anderem auf das Nova-Festival – und setzen ein Zeichen gegen Antisemitismus und die Verharmlosung oder Rechtfertigung islamistischen Terrors.
Die Antwort des Festivals auf diese Kritik? Instagram-Kommentare werden deaktiviert, Informationstexte von Mülltonnen abgekratzt und die Debatte soll möglichst unsichtbar gemacht werden. Doch Kritik verschwindet nicht, nur weil sie entfernt wird. Mal sehen, was dieser Tag noch bringt.

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Ergänzungen

Geklebtes Flugblatt im Volltext

 

Das Habitat Festival
Ist kein Safe space!

Am 07. Oktober2023 überfielen die islamistische Hamas and andere Terrororganisationen Israel und töteten etwa 1200, vornehmlich, aber nicht ausschiießlich, Jüdinnen*Juden in dem größten antisemitischen Massaker seit der Shoa.

Wahrend des Angriffs wurde auch das Tribe of Nova Festival überfallen, ein Festival, was seit jeher für Friedien und Gemeinschaft der interationalen Psytrance Szene steht. Um die 380 Festivalbesucher*innen wurden dabei verschleppt, verstümmelt und getötet und waren erheblicher sexueller Gewalt durch die enthemmten Terroristen ausgeliefert, welche ihre Taten live streamten.

Mit der palästinensischen DJ Sama' Abdulhadi hat sich das Habitat Festival einen Act eingeladen, welcher das Massaker dies 7 Oktobers in einem Instagram Post vom 07. Oktober 2024 in der Sprache der Hamas den ,,Battle of Toufan Al Aqsa" nennt, und die Massenmörder und Vergewaltiger vom 7. Oktobers verharmlosend als ,,Palestinian Resistance* bezeichnet. Hier sei betont, dass es ihr nicht etwa um Empathie mit der palästinensischen Zivilbevölkerung geht, sondern um die Verklärung und Romantisierung von islamistischem Terrorismus. An dem geplanten Auftritt gibt es scharfe Kritik, etwa vom Bundesbeauftragten für Antisemitismus, Felix Klein, dem ehemaligen Hamburger Antisemitismusbeauftragten Stefan Hensel, sowie in einem offenen Brief von engagierten Hamburger*innen.

Des Habitat Festivai hält dennoch am Auftritt von Sama' Abdulhadi fest und relativiert ihre Aussagen - eine Position, welche in jedem anderen Fall, wie beispielsweise Rassismus, undenkbar wäre. Anstatt ein Zeichen gegen Antisemitismus und Terrorverherrlichung zu setzen, hat sich das Habitat Festival dazu entschlossen, diesem eine Bühne zu bieten.

Never Forget October 7th!
Antisemitism must not be tolerated on the Dancefloor!
WE WILL DANCE AGAIN - In Solidarität mit dem Nova Festival!

Bilder: