[B]Solidarität mit H.G. und dem M99
Letzte Woche wurde der altbekannte „M99 – Laden für Revolutionsbedarf“ in Kreuzberg mehrfach von antisemitischen Jugendlichen heimgesucht. Die Täter, attackierten den Betreiber, meist nur H.G. genannt, mehrfach mit Pfefferspray und einmal mit einem stumpfen Gegenstand und versuchten die Ladentür einzutreten. Die Jugendlichen sind H.G. teilweise bekannt und bereits mehrfach unangenehm aufgefallen. So fragten Sie ihn in der Vergangenheit in provozierender Absicht ob er „Jude sei“, und versuchten im Laden zu klauen. H.G. geht daher von einem Zusammenhang der Angriffe mit Aushängen wie „Kampf gegen Judenfeindschaft – We will dance again“ aus, die er anlässlich des 7. Oktober aufgehängt hatte.
Bereits im vergangenen Jahr wurde der Laden überfallen und HG, welcher den Laden als Rollstuhlfahrer, alleine, nur mit Hilfe seiner Kunden und Unterstützer betreibt, ausgeraubt.
Es ist ein Zeichen unfassbarer gesellschaftlicher Verrohung, die uns als Linken und Autonomen zu denken geben sollte. In Griechenland kennt man den Begriff des „sozialen Kannibalismus“ wenn man sich am Leid anderer erfreut bzw. die eigene Wut und Not der Verhältnisse in ein nach unten treten ausartet. Wir plädieren dafür, uns als Linke mehr mit diesen Dynamiken zu befassen. Eine klare Kante gegenüber Kriminalität, die sich nicht gegen die Herrschenden richtet, sondern die eigenen Nachbarn, muss wieder in die autonome Diskussion aufgenommen werden. Wir glauben hier z.B. in den 80er Jahren mit klaren Ansagen gegenüber Drogendealern im Kiez schon mal weiter gewesen zu sein.
Umso schlimmer, dass „Linke“ aus der Palästinabubble maßgeblich daran beteiligt sind den Saatboden für solche widerwärtigen und feigen Angriffe zu bereiten. Just an jenem 07. Oktober marschierten wie bereits im Jahr zuvor „Linke“ in einer Einheitsfront mit Islamisten und türkischen Faschisten um das Hamas-Massaker vor 3 Jahren zu feiern.
H.G. hat viel Erfahrung mit Angriffen gegen seinen Laden, bis vor ca. 15 Jahren ging diese allerdings meist von Polizei und Staatsanwaltschaft aus wegen autonomer Bastelanleitungen. H.G.: „Ob antisemitische Übergriffe oder Polizeirepression – ich mach immer weiter!“
Nehmt euch ein Beispiel daran. H.G. freut sich am meisten wenn Leute da sind, insbesondere wenn er Abends in der Dunkelheit seinen Laden abschließt. Ihr könnt auch einfach davor oder im Café nebenan chillen.
Keine Querfront mit Hamasniks – Antisemiten aufs Maul
Solidarität mit H.G. und dem M99!
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