Leipzig: Antifa bleibt unbeugsam
Am Mittwoch kamen zur Kundgebung "Beugehaft und Hausdurchsuchungen – Antifa bleibt unbeugsam" (https://knack.news/15917 - https://de.indymedia.org/node/722403) in Leipzig Connewitz 70-100 Menschen zusammen.
Inhaltlich wurde zuerst auf die Hausdurchsuchungen in Berlin eingegangen "Über die Welle an Hausdurchsuchungen in Berlin und darüber hinaus" ( https://de.indymedia.org/node/721507). Es wurden die Statements der Scherer 8 (https://kontrapolis.info/17686/), der Erwerbsloseninitiative BASTA! (https://de.indymedia.org/node/722227) und vom L5 Späti Kollektiv (https://de.indymedia.org/node/722227) verlesen.
Dann folgte ein Redebeitrag im Antifa-Ost-Komplex zur Beugehaft von Arthur bei der Verhandlung in Dresden in der vorherigen Woche, dieser endete mit:
"...Doch in dieser noch so frustrierenden Geschichte gibt es auch Hoffnung. Es ist nicht nur eine Geschichte von Ungerechtigkeit und juristischer Willkür.
Es ist auch die Geschichte eines Antifaschisten, welcher sich nicht hat brechen lassen. Eines Antifaschisten, welcher mit einem ‚Free all Antifas‘ Shirt vor Gericht sitzt und sich nicht erpressen lässt. Es ist die Geschichte eines unbeugsamen Antifaschisten.
Eine Geschichte von Zusammenhalt und Solidarität."
Es folgte ein Beitrag zum Prozessbeginn im Ambelokipoi-Komplex in Athen. In diesem Beitrag wurde auch der Text von Marianna über den Gefährten Kyriakos Xymitiris vorgetragen. Im Anschluss wurde auf die Kontrolle der Europaabgeordneten Ilaria Salis in Rom eingegangen, von der Matthias Monroy berichtete (https://digit.site36.net/2026/03/28/order-from-germany-police-check-left-wing-eu-mep-ilaria-salis-before-protest-in-hotel/).Zum Ende wurde noch auf ein paar Termine für die nächste Woche in Leipzig hingewiesen (https://planlos-leipzig.org/). Zwischen den Beiträgen wurden immer wieder Lieder abgespielt, mit der Erklärung der Moderation zum Beginn:
"Ein kleiner Hinweis zu unserer Musik heute, wir haben heute eine recht elektronische bzw. elektro-punk Auswahl gewählt. Dies in Gedanken an unsere Gefährt*innen, die im Knast sitzen oder aus anderen Gründen nicht bei uns sein können. Wir wollen in Erinnerung bei ihnen sein und uns daran erinnern wo wir zusammen auf Demos waren, wenn wir mit ihnen durch die Welt gereist sind, rum gealbert haben oder die Nächte zusammen durch getanzt haben, auf Partys oder wo sonst und zum feiern zumute war. Wir hoffen damit auch die Musikkritiker*innen des "Antifa-Kommando Geschmackspolizei" von knack.news milde stimmen zu können."
Während das letzte Lied der Kundgebung gespielt wurde, gab es eine Dachaktion von Antifaschist*innen mit etwas Pyro. An der Kundgebung waren nur eine paar Cops zur Beobachtung eingesetzt, Connewitz ansonsten zu geschissen mit BFE und Hundertschaften, wohl abwartend was nach der Kundgebung geschieht. Die Leipziger Cops haben offensichtlich nach all den Jahren immer noch nicht verstanden, dass nicht sie "Zeit und Ort" bestimmen...
Liebe und Kraft an Arthur und alle Antifas und Gefährt*innen, ob in Knast, Untergrund oder in Freiheit!
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