Freiheit für alle politischen Gefangenen!
von: anonym am: 19.03.2026 - 13:30
Diesen Tag gibt es seit 1923, begangen von der Roten Hilfe im Gedenken an die Pariser Kommune von 1871 - einemsozialistischen Stadtrat der für kurze Zeit Paris übernahm und heute noch als Vorbild für revolutionäre Erhebungen, gleichzeitig aber auch als Zenit blutiger politischer Repressionin Form von Hinrichtungen und Haftstrafen gilt.
Ab 1933 von den Nationalsozialisten erstickt, erweckten linke Strukturen 1996 diesen Tag wieder und fahren seit jeher Solidaritätskampagnen für die Unterstützung politischer Gefangener.
Politische Gefangene kommen in westlichen Medien vor allem als Gefangene von autoritären Regimen, wie der Türkei, Iran, Venezuela, Russland, China... und viele mehr vor. Dies sei kaum vorstellbar in einem ach so zivilisierten demokratischen Staat, indem alle Menschen frei sind zu äußern und zu machen was sie wollen, solange es sich im Rahmen der Verfassung befindet und den Staat nicht gefährdet...
Aber natürlich gibt es auch in der Bundesrepublik Menschen, die aufgrund ihrer politischen Arbeit, vor allem im linksradikalen Spektrum, verfolgt und verhaftet werden. Natürlich werden diese in den meisten Fällen nicht direkt getötet: Jahrelange Beschattung, Mithören von intimsten Gesprächen, unverhältnismäßig hohe Strafen, keine konkreten Tatbestände, schlechtere Haftbedingungen und psychische (&physische) Foltersind nur wenigetypische Erscheinungen politischer Repression - es handelt sich ja immernoch um einen demokratischen Rechtsstaat!
Was oft als autoritär oder totalitär bezeichnet wird, wenn es um andere Staaten geht, geschieht hier um "die innere Sicherheit zu schützen" und als "Ausdruck einer wehrhaften Demokratie". Denn Legitimation agiert hier zusätzlich zu Repression als wichtige Säule zur Eigensicherung staatlicher Macht und somit der herrschenden Klasse gegen soziale Bewegungen. Ziel ist die Zerschlagung von (organisierten und zwischenmenschlichen) Zusammenhängen, Isolation und Einschüchterung von Personen bis zum psychischen Zerbruch.
So geschieht es auch, dass politisches Engagement z.B. durch intransparent vorliegende Informationen des Verfassungsschutzes zu höheren Strafen, selbst bei nicht politisch motivierten Verfahren, führt. Oder Personen, die man jahrelang als Genoss:innen verstanden hat, sich als V-Personen entpuppen. Man sich davor scheut, Leuten von der politischen Arbeit zu erzählen und zu informieren. Oder früh morgens von Bullen mit dem Rammbock durch die Tür geweckt wird.
Die deutsche Gesellschaft hat eindeutig ein Problem damit zu erkennen, wer der eigentliche Feind ist. Wenn Faschos Flüchtlingsheime anzünden, "Ausländer" verprügeln und Anschläge begehen, den Staat untergraben, ist es für die Politik und die Menschen kaum so interessant wie wenn eine deutsche AntifaschistIn in Ungarn Nazis angegriffen haben soll. In dem Fall reagiert die Polizei sofort und entführt eine queere Person trotz Rechtswidrigkeit in die Isolationshaft nach Budapest.
Der Unterschied liegt darin, wie gefährdet der Staat sich fühlt. Wer den Staat als Instrument für autoritäre Systeme nutzt, wird ihn ja wohl erhalten und stärken müssen. Immerhin ist er darauf angewiesen,weiterhin auzubeuten und Gewalt auszuüben, durch Ungerechtigkeit zu bestehen.
Die neuesten Massendurchsuchungenum nürnberger Antifaschist:innen, steigende Repressionen bei Demonstrationen und gerichtlichen Prozessen, Angriffe aufPalästinasolidarität und die starke Kriminalisierung des kurdischen Befreiungskampfes, selbst durch das Anmelden von legalen Demonstrationen und Veranstaltungen wie bei unserer Genossin Zubeyde, dies sind alles Komponenten, welche darauf ausgerichtet sind uns durch Angst zu lähmen.
Im Knast zu sitzen, unterzutauchen oder an der Oberfläche stetig weiterzumachen ist oft einsam und verdammt Kräftezerrend, vor allem wenn man ständig von Staat&Justiz schikaniert wird.
Deshalb zeigen wir vor der JVA Stadelheim Solidarität mit allen politischen Gefangenen die sich für Freiheit, internationale sowie regionale Solidarität und Gerechtigkeit eingesetzt, oder auch nur dem Staat an's Bein gepisst haben und schicken ihnen alles an Liebe und Kraft in Untergrund und Haft. Stärken wir uns gegenseitig, um hoffnungsvoll zu bleiben!
Zubeyde, Julian, Hanna und alle anderen, wir denken an euch!
Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen
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Unsere Angst ist gewollt, um uns davon abzuhalten, weiterzukämpfen oder damit anzufangen. Deshalb grüßen wir vor der JVA Stadelheim alle politischen Gefangenen die sich für Freiheit, internationale sowie regionale Solidarität und Gerechtigkeit eingesetzt, oder auch nur dem Staat an's Bein gepisst haben und schicken ihnen alles an Liebe und Kraft in Untergrund und Haft. Stärken wir uns gegenseitig, um hoffnungsvoll zu bleiben! FREE ZUBEYDE, JULIAN, HANNA & ALL ANTIFAS!
An diesem Tag erinnern wir an all die mutigen Menschen, die im Kampf um Gerechtigkeit und echte Befreiung, aufgrund von Protesten, Vernetzung, Recherche, Handarbeit und freier Berichterstattung verfolgt, eingesperrt, gefoltert oder getöten werden und wurden.
Diesen Tag gibt es seit 1923, begangen von der Roten Hilfe im Gedenken an die Pariser Kommune von 1871 - einemsozialistischen Stadtrat der für kurze Zeit Paris übernahm und heute noch als Vorbild für revolutionäre Erhebungen, gleichzeitig aber auch als Zenit blutiger politischer Repressionin Form von Hinrichtungen und Haftstrafen gilt.
Ab 1933 von den Nationalsozialisten erstickt, erweckten linke Strukturen 1996 diesen Tag wieder und fahren seit jeher Solidaritätskampagnen für die Unterstützung politischer Gefangener.
Politische Gefangene kommen in westlichen Medien vor allem als Gefangene von autoritären Regimen, wie der Türkei, Iran, Venezuela, Russland, China... und viele mehr vor. Dies sei kaum vorstellbar in einem ach so zivilisierten demokratischen Staat, indem alle Menschen frei sind zu äußern und zu machen was sie wollen, solange es sich im Rahmen der Verfassung befindet und den Staat nicht gefährdet...
Aber natürlich gibt es auch in der Bundesrepublik Menschen, die aufgrund ihrer politischen Arbeit, vor allem im linksradikalen Spektrum, verfolgt und verhaftet werden. Natürlich werden diese in den meisten Fällen nicht direkt getötet: Jahrelange Beschattung, Mithören von intimsten Gesprächen, unverhältnismäßig hohe Strafen, keine konkreten Tatbestände, schlechtere Haftbedingungen und psychische (&physische) Foltersind nur wenigetypische Erscheinungen politischer Repression - es handelt sich ja immernoch um einen demokratischen Rechtsstaat!
Was oft als autoritär oder totalitär bezeichnet wird, wenn es um andere Staaten geht, geschieht hier um "die innere Sicherheit zu schützen" und als "Ausdruck einer wehrhaften Demokratie". Denn Legitimation agiert hier zusätzlich zu Repression als wichtige Säule zur Eigensicherung staatlicher Macht und somit der herrschenden Klasse gegen soziale Bewegungen. Ziel ist die Zerschlagung von (organisierten und zwischenmenschlichen) Zusammenhängen, Isolation und Einschüchterung von Personen bis zum psychischen Zerbruch.
So geschieht es auch, dass politisches Engagement z.B. durch intransparent vorliegende Informationen des Verfassungsschutzes zu höheren Strafen, selbst bei nicht politisch motivierten Verfahren, führt. Oder Personen, die man jahrelang als Genoss:innen verstanden hat, sich als V-Personen entpuppen. Man sich davor scheut, Leuten von der politischen Arbeit zu erzählen und zu informieren. Oder früh morgens von Bullen mit dem Rammbock durch die Tür geweckt wird.
Die deutsche Gesellschaft hat eindeutig ein Problem damit zu erkennen, wer der eigentliche Feind ist. Wenn Faschos Flüchtlingsheime anzünden, "Ausländer" verprügeln und Anschläge begehen, den Staat untergraben, ist es für die Politik und die Menschen kaum so interessant wie wenn eine deutsche AntifaschistIn in Ungarn Nazis angegriffen haben soll. In dem Fall reagiert die Polizei sofort und entführt eine queere Person trotz Rechtswidrigkeit in die Isolationshaft nach Budapest.
Der Unterschied liegt darin, wie gefährdet der Staat sich fühlt. Wer den Staat als Instrument für autoritäre Systeme nutzt, wird ihn ja wohl erhalten und stärken müssen. Immerhin ist er darauf angewiesen,weiterhin auzubeuten und Gewalt auszuüben, durch Ungerechtigkeit zu bestehen.
Die neuesten Massendurchsuchungenum nürnberger Antifaschist:innen, steigende Repressionen bei Demonstrationen und gerichtlichen Prozessen, Angriffe aufPalästinasolidarität und die starke Kriminalisierung des kurdischen Befreiungskampfes, selbst durch das Anmelden von legalen Demonstrationen und Veranstaltungen wie bei unserer Genossin Zubeyde, dies sind alles Komponenten, welche darauf ausgerichtet sind uns durch Angst zu lähmen.
Im Knast zu sitzen, unterzutauchen oder an der Oberfläche stetig weiterzumachen ist oft einsam und verdammt Kräftezerrend, vor allem wenn man ständig von Staat&Justiz schikaniert wird.
Deshalb zeigen wir vor der JVA Stadelheim Solidarität mit allen politischen Gefangenen die sich für Freiheit, internationale sowie regionale Solidarität und Gerechtigkeit eingesetzt, oder auch nur dem Staat an's Bein gepisst haben und schicken ihnen alles an Liebe und Kraft in Untergrund und Haft. Stärken wir uns gegenseitig, um hoffnungsvoll zu bleiben!
Zubeyde, Julian, Hanna und alle anderen, wir denken an euch!
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