Rojava Solidaritäts-Komitee in Darmstadt gegründet!

Regionen: 
Event: 
Abstract: 
Aufgrund des anhaltenden Angriffskrieges der Türkei auf Afrin Nordsyrien haben sich in Darmstadt einige linke Gruppen zusammen getan unsd ein Soli-Komitee gegründet. Es folgt die Gründungserklärung des Komitees:

 

 

Aufruf zur Solidarität mit dem kurdischen Volk:

 

Stoppt den Krieg gegen die kurdische Selbstverwaltung in Afrin im Norden Syriens!

Am 20. Januar ist die türkische Armee völkerrechtswidrig in den Norden Syriens einmarschiert, um die dortige kurdische Selbstverwaltung anzugreifen und nach eigener Aussage zu vernichten.
Dieser Krieg, der mit stillschweigender Billigung und deutschen Waffen geführt wird bedeutet für die Menschen in Afrin den Tod von Verwandten und Freund_Innen.

Der türkische Präsident Erdogan betreibt seit Abschluss des sogenannten Flüchtlingsabkommens eine Politik der offenen Erpressung gegenüber der EU und der deutschen Bundesregierung. Wir verurteilen diese machtpolitische Kumpanei, die vor allem auf dem Rücken von Vertriebenen aus den syrischen Kriegsgebieten ausgetragen wird. Sie werden auch als Druckmittel verwendet um die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung in Deutschland voranzutreiben. So sind z.B. seit März 2017 die Symbole der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG/YPJ verboten. Die Symbole, der Kräfte, die den Vormarsch des selbsternannten Islamischen Staats (DAESH) gestoppt und damit auch die Bevölkerung Deutschlands vor möglichen Anschlägen verteidigt haben.

Die von den türkischen Angriffen betroffene Region Afrin hat in den letzten Jahren hunderttausende arabische Flüchtlinge aus anderen Regionen Syriens aufgenommen.

Damit haben die kurdische Bevölkerung und deren Selbstverwaltungsorgane in dieser Region auch ein solidarisches Handeln und ein friedliches Zusammenleben verschiedenster ethnischer und religiöser Identitäten vor gelebt. Dieses nehmen wir zum Anlass, um auch hier nach solidarischen Perspektiven zu suchen und Schulter an Schulter gegen faschistische Tendenzen zu stehen.

Die Frage um Frieden im mittleren Osten, der Umgang mit der Türkei und die Rüstungsexporte waren bei den Sondierungs-/Koalitionsgesprächen in Berlin überhaupt kein Thema. Deshalb rufen wir die deutsche Gesellschaft, besonders die Darmstädter_Innen dazu auf gemeinsam mit uns gegen diese stillschweigende Unterstützung auf die Straße zu gehen.

 

Wir fordern:

- diesen völkerrechtswidrigen Krieg des NATO-Mitglieds Türkei unmissverständlich zu verurteilen!

- alle Rüstungsexporte in die Türkei und jegliche polizeiliche und militärische Kooperation zu beenden!

- das Bundeswehrmandat im Nahen Osten zu beenden und die Wirtschaftssanktionen gegen die Völker Syriens aufzuheben!

- die Kriminalisierung kurdischer Organisationen zu beenden, die sich in Deutschland für einen säkularen und demokratischen Wiederaufbau in der Region einsetzen! - Weg mit dem Verbot der PKK!

- den Flüchtlings-Deal mit der Türkei aufzuheben!

Fahrt mit uns gemeinsam zur bundesweiten Großdemonstration in Berlin

am 3. März 2018 unter dem Motto: Frieden in Afrin!

Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe!

 

Treffpunk für die gemeinsame Anreise:

 Freitag den 02.03. 00:00 Uhr

 demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurd_Innen

 Staudingerstr. 7

 64293 Darmstadt

 

 E-Mail für verbindliche Anmeldung:

 navdem.darmstadt@gmail.com

 Bitte bringt 20€ für die Busfahrt zum Bustreffpunkt mit.

 

 

Unterzeichnende Organisationen:

Nav-Dem Darmstadt e.V.,

Roza Frauenrat ,

DIE LINKE (Darmstadt),

YXK/JXK (DA),

Halkevi (DA),

ATIF Darmstadt,

ATIF (YDG) ,

PYD-Jugend (DA),

Internationalistische Jugend (DA),

MLPD (Darmstadt),

 

Sowie folgende Darmstädter Persönlichkeiten:

Dr. Heinrich Ruhemann (Ostermarschbewegung)

 

Rojava Solidaritäts-Komitee
Lizenz des Artikels und aller eingebetteten Medien: 
Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen