"Einmal Mörder- Immer Mörder!" Streetart kritisiert Bundeswehr zum 71. Geburtstag

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Schockierende Straßenkunst gegen Krieg und Militär zum Bundeswehr-Geburtstag mitten in Berlin: Aktive aus der Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) platzierten wie Leichensäcke aussehende Objekte in eine Bushaltestelle und blockierten diese mit Absperrband. Außerdem kaperten sie die Werbevitrinen der Haltestelle. In diese hängten sie mit Schere, Farbe und Papier veränderte Plakate der Bundeswehr. Aus dem auf den Plakaten abgebildeten Slogan "Einmal dabei, immer dabei!" machte die Gruppe: "Einmal Mörder, immer Mörder!" Diesen Titel ergänzten sie außerdem mit: "In Kriegen gegen wir über Leichen."

 

Bundeswehr-Geburtstag: Kein Tag zum Feiern!

 

"Für uns ist der Gründungstag der Bundeswehr absolut kein Grund zum Feiern, sondern zum Kotzen!" sagt Kai N. Krieger, Sprecher*in der Werkstatt für Antifaschistische Aktiopnen (w2a). Denn in ihren 71 Jahren hat die Bundeswehr einen Skandal nach dem anderen produziert: Rechtsradikale Bundeswehrsoldat*in, die Waffen horten und Leichensäcke für Linke vorbereiten, Sexismus-Klopper am laufenden Band oder geschundene Rekrut*innen; Das alles toppte die Bundeswehr bei ihren "Einsätzen für die Demokratie" in anderen Ländern. In Afghanistan lies sie Zivilist*innen als angebliche Terrorist*innen bombardieren und die Verantwortlichen wurden auch noch befördert.

 

 

 

Afghanistan?

 

Im Krieg von 2001 bis 2022 starben Schätzungen zufolge 200.000 Afghan*innen. Etwa 93.000 deutsche Soldat*innen waren am Morden und Töten in Afghanistan beteiligt. Von diesen starben 35 bei Kämpfen. Weitere 25 starben bei Unfällen oder töteten sich selbst. "Wie viele Afghan*innen die Bundeswehr abgeknallt und in die Luft gesprengt hat, ist bis heute trotz mehrer parlamentarischer Anfragen ein Staatsgeheimnis!" empört sich Kai N.Krieger.

 

 

 

Erinnerung an Kunduz 2009

 

Mit einem Störer quer über dem Poster erinnern die Aktivist*innen deshalb an die, während des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr, getöteten Zivilist*innen. Auf dem Störer steht:

 

"Keiner weiß wie viele Menschen die Bundeswehr in Afghanistan getötetet hat. Allein beim Luftangriff beim Kundusfluss am 4. September 2009 waren es mindestens 91."

 

 

 

Der 4. September 2009

 

Doch was ist damals in Kunduz genau passiert? Am 4. September 2009 belog der deutsche Oberst Klein die US-Luftwaffe, damit diese zwei Tanklaster bombardieren möge. Die Tanklaster hatten Talibans am Vortag geklaut, beim Passieren einer Furt im Kunduz-Fluss waren diese jedoch im Matsch und Schlamm stecken geblieben. Da es den Talibans nicht gelang, die LKW zu bergen, verteilten sie das geladene Benzin an die lokale Bevölkerung. Tausende von Menschen versammelten sich deswegen nahe der LKWs.

 

 

 

Für Lüge und Mord zum General befördert

 

Oberst Klein log gegenüber der US-Luftwaffe, dass er einen Trupp des sogenannten "Kommando Spezialkräfte" (KSK) vor Ort habe. Dieser KSK-Trupp würde berichten, dass die dort versammelten Menschen alles fiese gemeine Terrorist*innen seien. Das zeigt schon an, an was für rassistischen Narrativen die Zusammenarbeit der Bundeswehr und der lokalen Bevölkerung scheiterte. Nachdem Oberst Klein seine Lüge mehrmals wiederholt hatte, warfen US-amerikanische Kampfflugzeuge zwei Bomben in den Fluss. Dabei töteten sie etwa 200 Menschen. Oberst Klein wurde anschließend zum General befördert.

 

 

 

Nichts, wofür man Veteran*innen ehren müsste

 

Die in Afghanistan eingesetzten Bundeswehr-Soldat*innen wussten, was sie taten. Bereits vor dem Beginn des Auslandseinsatzes warnten viele Stimmen im In- und Ausland vor den möglichen Folgen, auch der Bundeswehr-Verband. Nur Dreck, Staub und Blut für eine Diktatur - entweder die korrupte westlich orientierte Regierung, deren Wahlbetrug die deutsche Politik deckte oder die Regierung durch die Taliban. Als der Einsatz ab 2006 völlig aus dem Ruder lief, und die Taliban wieder zu mehr und mehr Offensiven fähig waren, waren die Soldat*innen die ersten, die dies fürchterlich zu spüren bekamen. "Die deutschen Soldat*innen entschieden, dass es die hohen Gehälter und das Haus im Grünen wert sei!" betont Kai N. Krieger. "Da ist nichts, wofür man die Veteran*innen ehren müsste."

 

 

 

Kein Schutz für Hilfskräfte

 

Von den Afghan*innen, die die Rot-Grünen Versprechen von Frieden, Freiheit, Frauenrechte glaubten und die deutschen Soldat*innen unterstützten, will die Bundesregierung heute nichts mehr wissen. Auf Ausländer*innen hat man im rassistischen Deutschland kein Bock mehr. Innenminister Doofbrindt zog deshalb sogar bereits erteilte Visa für afghanische Hilfskräfte zurück und überließ diese ihrem Schicksal unter der Taliban-Herrschaft.

 

 

 

Mit Terrorist*innen verhandeln?

 

Innenminister Doofbrindt war der erste europäische Politiker, der die Taliban in seine Hauptstadt einlud. Er verhandelte, mit ihnen über Abschiebungen in Deutschland lebender Afghan*innen. Damit ermöglichte Doofbrindt, den Taliban-Terrorist*innen ihr diplomatisches Comeback. Dabei tönt die CDU bei jeder Gelegenheit: "Mit Terrorist*innen verhandelt man nicht!"

 

 

 

15 Jahre ohne Wehrpflicht

 

Vor 71 Jahren am 12. November 1955 wurden auch die ersten Wehrpflichtigen nach der Nazi-Herrschaft feierlich vereidigt. Damals hatte es es 10 Jahre keien Wehrpflicht gegeben. Auch heute steht nach 15 Jahren die Wehrpflicht wieder vor der Tür. "Soldat*in sein, bedeutet immer auch, bereit zu sein, zuu Morden und zu Sterben!" sagt Kai N. Krieger. "Deswegen engagieren wir uns gegen Wehrpflicht und Aufrüstung!" Die nächsten bundesweiten Demos gegen die Einführung einer Wehrpflicht sind am 20. November.

 

 

 

Skillshare "Bundeswehr-Werbung busten!"

 

Dich und Deine Gang stört Bundeswehr-Werbung auch? Du hast Adbusting schon mal ausprobiert oder möchtest es lernen? Herzlich willkommen beim Skillshare „Bundeswehr-Werbung busten“ des Antimilitaristischen Aktionsnetzwerkes (a2n) vom Freitag, den 4. Dezember bis Sonntag, den 6. Dezember 2026. Hier gibt’s jetzt das vorläufige Programm: https://antimil-aktionsnetzwerk.site36.net/2026/10/27/skillshare-bundeswehr-werbung-busten-berlin-4-6-12-2026/

 

 

 

 

Was ist die Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a)?

 

Um dem rechten Beat der Gesellschaft etwas entgegen zu setzen, haben wir die Werkstatt für antifaschistische Aktionen gegründet. Antifaschismus ist Handarbeit – bei uns mit Schere, Kleber und Papier. Wir machen kreative Aktionen, um antifaschistische Positionen in die Öffentlichkeit zu bringen.

 

 

 

Mehr Infos:

 

 

 

Adbusting-Skillshare "Bundeswehr-Werbung busten" in Berlin, 4.-6.12.2026

 

https://antimil-aktionsnetzwerk.site36.net/2026/10/27/skillshare-bundeswehr-werbung-busten-berlin-4-6-12-2026/

 

 

 

„War Resisters Welcome!“ Mitmachen bei Adbusting-Aktion?

 

https://antimil-aktionsnetzwerk.site36.net/2026/10/25/war-resisters-welcome-mitmachen-bei-adbusting-aktion/

 

 

 

 

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