Vorwurf massiven menschenverachtenden Verhaltens einiger Antifas in der linken Szene Sachsens

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Dier vorliegende Text wurde am 13.02.2026 sachsenweit via Email an ca. 300 politisch linke Gruppen, Institutionen und Einzelpersonen veröffentlicht und soll zu Dokumentationszwecken auch hier thematisiert werden. Um Bullen und Faschos nicht unnötig zu informieren ist dies hier eine entschärfte Fassung, bei der z.B. die Namen verkürzt wurden.

 Vorwort

 

Ich werfe Elli S. Franz Christoph „Chryst/Ella“ S., Robin K. und Josefine „Josi“ B. Diskriminierung und massives menschenverachtendes Verhalten vor.

 

 

Ich wurde und werde von diesen Menschen seit mehreren Jahren immer stärker menschenverachtend diskriminiert. Zunächst „nur“ bezüglich meiner autistischen Handicaps verspottet und ausgeschlossen, wurde ich später misgendert, verleumdet, gemobbt, meine Traumata getriggert, als „geistig behindert“ bloßgestellt, als eine Art „niedere Lebensform“ entmenschlicht und kollektiv ausgegrenzt. Seit einem Suizidversuch ´23 werde ich mit Name und Foto als unzurechnungsfähige:r behinderte:r Psychopath:in verleumdet, um keine Verantwortung für das zuvor praktizierte Verhalten übernehmen zu müssen, so dass ich mir trotz Umzug kein neues Sozialleben irgendwo mehr aufbauen kann.

 

Diese Personen sind in der sächsischen Antifa und in queerfeministischen Kreisen bekannt. Elli hat bei vielen den Ruf als eine Art „moralische Lichtgestalt“, als „Koryphäe des Awareness“, doch nicht bei allen. Andere wundern sich, warum Elli ein solches charismatisches Image besitzt. Damit mir nicht wie früher mein Diskriminierungsvorwurf als unglaubwürdig abgetan wird, weil viele Szeneteilnehmende in Gegenwart von Elli glauben „spüren“ zu können, dass sie angeblich niemals jemand etwas schlechtes tun könnte, lege ich die Entstehung ihrer charismatische Wirkung offen. Nicht um zu diskreditieren, sondern weil hinter der Fassade der Lichtgestalt ein ganz normaler Mensch steht, der Fehler machen kann wie alle anderen auch.

 

In diesem TAZ-Artikel https://taz.de/ADHS-Masking-und-Beziehung/!6126263/wird beschrieben, wie im Rahmen eines ADHS-Maskings eine weibliche und von Elli unabhängige Person aufgrund eines ADHS-Maskings eine quasi „übernatürliche“ charismatische Außenwirkung einnimmt und für die „beste jemals gekannte Freundin“ usw. gehalten wird. Diese Fähigkeiten sind nicht nur dem ADHS-Spektrum vorbehalten und ebenso bei Elli vorhanden. Siebesitzt Fähigkeiten sogenannter „Empathen“. Das sindz.B. extrem ausgeprägte Feinfühligkeiten, mit der sie die innerlichen Bedürfnisse eines Menschen aufgrund kleinster Elemente wie Körpersprache quasi intuitiv erfassen kann. Der so „gelesene“ Mensch wird dann scheinbar „zufällig“ in den eigenen Bedürfnissen „abgeholt“.Das Ganze wirkt, als käme dieses „Abholen“ bzw. das unauffällige Bedienen insgeheimer Bedürfnisse aus Herzenstiefe.Mit Elementen des Love Bombings sowie Spiegelungen von Interessen, Unsicherheiten und Ängstenweckt sie in ihrem jeweiligen Gegenüberden Eindruck, „zufällig“ auf eine extrem „seelenverwandte“ Person gestoßen zu sein, die scheinbar grenzenloses Verständnis für alle Spezifika der jeweilig Betrachtenden besitzt.

 

In dem TAZ-Artikel werden vergleichbare Fähigkeiten als Teil eines seltenen ADHS-„Masking“ bezeichnet. Ein Masking an sich ist für neurodivergente Menschen (z.B. aus dem Spektrum ADHS/Autismus) sozial quasi überlebenswichtig und fällt individuell stark unterschiedlich aus. Es dient z.B. dazu, kleinere „Abweichungen von der gesellschaftlichen Normalität“ zu verstecken, um z.B. als Autist:in nicht ausgegrenzt und abgewertet zu werden. Natürlich kann Masking auch manipulativ eingesetzt werden. Auf Masking gehe ich im Hauptteil ein. Ebenso, wie sich der Konflikt verlagerte von anfänglich einer Person auf diese Gruppe und eine Reihe weiterer Personen, die ich hier jedoch nicht alle explizit aufführe.

Elli gab im Juli 2023 selbst zu, „jahrelang einen großen Aufwand betrieben [zu haben], um so kommunizieren zu können“. Wie viele andere machte ich den Fehler davon auszugehen, dass Elli diesen Aufwand ohne Eigeninteressen tätigte – weil Elli aufgrund der eingesetzten Mittel als nahezu übernatürlich-moralisches Wesen erscheint, der man niemals auch nur irgendetwas schlechtes zutrauen würde. Niemand in unserer Gruppe war bewusst, dass ihre als extrem sympathisch empfundene Außenwirkung ein Produkt gezielt eingesetzter Vorgehensweisen sein könnte. Wir merkten zwar, dass sie überdurchschnittliche kommunikative Fähigkeiten hat, gingen aber aufgrund des von ihr erzeugten Erscheinungsbildes von einem völlig selbstlosen Einsatz aus. Wir hätten hinterfragen sollen, warum ein stinknormaler Mensch es mit 17 nötig hat, mit einem großen Aufwand auf diese Außenwirkung hinzuarbeiten. Aber wir ahnten nicht, dass diese gezielt herbeigeführt wurde, sondern glaubten auch aufgrund Ellis Überidentifikation mit ihrer Rolle ernsthaft, statt eines stinknormalen Charakters wäre sie tatsächlich irgendwie moralisch überlegen (einige bis heute). Doch sie ist genauso ein Mensch wie alle mit ebensolchen Stärken, Schwächen und Fehlern.

 

Zu meinen autistischen Einschränkungen gehört, nicht spontan etwas kurz und knapp erklären zu können, sondern halbe Vorträge zu halten. Gerne würde ich diesen Text kürzer fassen, aber das ist eigentlich eine Kurzfassung, bei der ich teilweise nächtelang mit mir ringen musste, extrem viele mir schmerzende Elemente wieder herauszustreichen. Sollten die diskriminierenden Menschen mir Verkürzung vorwerfen, ich kann aus der ursprünglichen Rohfassung eine detailliertere Langfassung basteln.

 

Das ich mich als autistisch bezeichne beruht auf umfangreichen ärztlichen Informationen. Da ich nicht die notwendigen medizinischen Kenntnisse besitze, möchte ich mich nicht aufspielen beurteilen zu können, was genau ursächlich für Ellis Fähigkeiten ist. Im Folgenden beziehe ich mich deshalb ausschließlich auf diese Fähigkeiten bzw. die Wirkung in Form ihres mitunter extrem charismatischen Auftretens. Auch wenn im Rahmen dessen mögliche Ursachen für diese Fähigkeiten genannt werden, ich habe nicht die medizinische Ausbildung um dies abschließend beurteilen zu können und möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass Elli zwingend ADHS oder eine psychische Krankheit haben muss, es gibt zu viele verschiedene Ursachen für ein solches Verhalten. Auch wenn mir aufgrund nicht ausreichender medizinischer Kenntnisse eine exakte Dekonstruktion Ellis nicht möglich ist, ihr menschenverachtendes Verhalten und die resultierenden Folgen rechtfertigen den Ansatz und lassen ihn zwingend geboten erscheinen.

 

 

Hauptteil

 

Als Elli 2020 mit 17 zum Jungen Netzwerk Freiberg stieß, waren aufgrund ihrer Fähigkeiten alle begeistert. Sie setzte diese gezielt und nicht gegenüber jede:r ein. Während einige Elli für absolut aufrichtig und menschlich vollkommen hielten, nahmen andere sie als ganz normalen Menschen war. Elli bekam auf Anhieb Zugang zu allen Informationen, wurde Mitglied von Rotkäppchen (einer der Gruppen die das Junge Netzwerk Freiberg gründeten) und zog in die Bahnhofsstraße.

In dieser lagen in einem normalen Wohnhaus drei emanzipatorische WGs. Trotz räumlicher Trennung bildeten sie aufgrund ähnlicher linker Wertvorstellungen einen Zusammenhang. Mangels Treffpunkte und aufgrund der Kontaktfreudigkeit der Bewohnenden trafen dort oft linke Menschen von außerhalb ein und feierten gemeinsam. Dadurch bildete das WG-Zentrum den linken politisch-kulturellen Schwerpunkt Freibergs, an dem niemand vorbei kam. Eine richtig tolle Sache! 2020 wurde ich ebenso gebeten einzuziehen. Weil ich aufgrund geringerer Belastbarkeit bzw. Traumata ein größeres Rückzugbedürfnis habe (in diesem Kontext nicht umsetzbar), erfüllte ich die mehrfache Bitte nicht. Elli wurde nach ihrem Einzug die Hauptfigur. Aufgrund Ellis vorgeblich tollen Wesens merkte ich nicht, dass sie möglicherweise bereits damals begann, meine Rolle in der Gruppe zu hintertreiben. Nicht in der Bahnhofsstraße wohnend bekam ich es nur am Rande mit. Wenn ich Elli darauf ansprach, stellte sie ihr Verhalten als Missverständnis hin. Ich gingdamals selbstkritisch damit um, aufgrund umfangreichen Engagements eine sehr starke Rolle imNetzwerk zu haben. Um andere besser einzubinden, wollte ich diese reduzieren.Elli nutze dies, um meine Rolle zu untergraben. Sehr viel später (Juli 2023) gab sie zu, mich von Anfang an ableistisch auf meine Handicaps reduziert, deshalb menschlich be- und entwertet zu haben und nicht leiden zu können.

 

Beim Kennenlernen stellte sie sich selbst genau gegenteilig dar. Ich werde hier nicht ausführen wie meine autistischen Eigenschaften dabei ausgenutzt werden können. Obwohl Elli mir nach 2023 (drei Jahre später) getätigten Angaben bereits beim Kennenlernen wegen der sichtbar gewordenen autistischen Einschränk-ungen diskriminierend ablehnte, spielte sie mir etwas völlig anderes vor. Als ich Elli kennenlernte waren die anderen bereits ihrem Hype verfallen. Ich fühlte ich mich von ihrer Quirlichkeit und ihren Gedanken-sprüngen etwas überlastet und war irgendwie misstrauisch, ohne dies erklären zu können. Nachdem Elli einige persönliche Gespräche mit mir führte, war ich geblendet wie alle anderen. Ich merkte nicht, dass Elli im Prinzip komplexe Spiegeltechniken anwendet mit denen sie vorgibt, vergleichbare Einschränkungen, Ängste, Interesse und Traumata zu teilen. Damit beeindruckte sie mich so stark, dass ich fest überzeugt war „zufällig“ auf eine mir extrem „seelenverwandte“ Person gestoßen zu sein, die scheinbar alle Elemente meiner komplexen Persönlichkeit auf Anhieb versteht, so dass ich nicht hinterfragte, wie eine 17jährige die für z.B. vergleichbare Ausgrenzungserfahrungen notwendige Lebenserfahrung erwarb. Ich bemerkte viele Widersprüche erst später: warum hat eine mir „vergleichbar eingeschränkte“ Person ihre kommunikativ-empathischen Stärken in den Bereichen, wo meine größten Einschränkungen wohnen? Zu den extrem zahlreichen anderen Seelenverwandten Ellis fühlte ich mich nicht ansatzweise vergleichbar verwandt und einige hatten eine völlig andere Persönlichkeit. Im Nachhinein waren die eingesetzten Manipulationen ziemlich banal, funktionierten auch aufgrund meiner autistischen Einschränkungen bei mir besonders und ich schäme mich heute darauf hereingefallen zu sein. Mit meiner Thematisierung möchte ich anderen vergleichbares ersparen. Mir fiel 2020 erst nach einer Weile auf, dass Elli im Bereich ADHS wohnen könnte – aufgrund meiner autistischen Einschränkungen als letztes in der Gruppe.

Elli stellt ihre Argumente so dar, dass sie die von ihr beabsichtigten Schlüsse nicht selber zieht, sondern die anderen scheinbar „von selbst“ auf Ellis Gedankengänge kommen. Weil Elli in Sekundenbruchteilen die Stimmung ihres Gegenübers „lesen“ kann und dies zielgerichtet einsetzt, weiß sie genau was sie „braucht“, um ihren Gegenüber „abzuholen“ – aufgrund autistischer Handicaps verstehe ich Nonverbales erheblich schlechter. Für ihre vorgebliche ADHS brauchte ich länger – die anderen hatten mögliche Eigenschaften viel früher bemerkt. Ihr nun ostentativ vorgebrachtes ADHS-Verhalten überzeugte mich restlos von ihren „vergleichbaren Einschränkungen“. Während Gesprächen stellte sich Elli z.B. auf ihren Stuhl und hüpfte während des Gesprächs oder sie verließ es abrupt, wenn ein Dritter „Kickern!“ rief und ließ die anderen Gesprächsteilnehmenden blöd stehen.

Elli kann durch vermeintliche „Preisgabe“ banaler Selbstverständlichkeiten den Eindruck einer tiefsitzenden Offenheit zu erzeugen. Es werden kleinere menschliche Fehler scheinbar „eingestanden“, welche peinlich sind und allen passieren könnten. Dies weckt mitfühlende Bedürfnisse in dem Gegenüber, weil diese Fehler vielen unterlaufen und darüber eine gewisse Verbundenheit geweckt wird. So verleitet Elli das Gegenüber zur Preisgabe vertraulicher Infos. Das z.B. so über mich erlangte Wissen von Verletzungen und Traumata setzte Elli Jahre später in vermeintlichen Alltagshandlungen scheinbar zufällig ein.

 

Ab 2021 äußerte Elli zunehmend ableistische Sprüche über die autistischen Eigenschaften (z.B. Gesprächs-merkmale), die sie später als „Missverständnisse“ hinstellte. Ab 2021/22 wurde es systematischer. Es begann eine Art Zyklus: Die bis dahin als eine Art „Seelenverwandte“ Auftretende kritisierte ab 2021 z.B. in größeren Plena autistische Verhaltensweise als angebliche Fehlhandlungen. Ich musste dadurch autistische Handicaps erklären – und merkte nicht, dass Elli mich indirekt zwingt meine autistischen Einschränkungen offen zu legen und mich darüber bloß stellt. Nach meiner Erklärung stellte sie ihr Verhalten immer als Missverständnisse hin und verhielt sich wieder besonders freundschaftlich, was ich heute als „einfangen“ bezeichnen würde. Etwas später begann dieser Zyklus aus abwerten und einfangen von neuem. Deshalb versuchte ich immer wieder zu erklären, dass ich aufgrund meiner autistischen Eigenschaften mehr rhetorischen Platz benötige oder das ich es als diskriminierend empfinde, wenn sie alle Teilnehmenden einer Gruppe zu Ballspielen einlud und ich als Einzige:r nicht teilnehmen kann. Aufgrund ihres im TAZ-Artikels beschriebenen Wesens verstand ich nicht, dass sie mich im Prinzip verarscht, wenn sie mich immer wieder bittet ihr mal zu erklären, warum ich etwas nicht kürzer formulieren kann oder beim Kickern nicht einfach mitmache. Normalerweise falle ich nicht als autistisch auf und habe keine Probleme. Nur beim Auffallen autistischer Eigenschaften werde ich deshalb z.T. massiv diskriminiert. Also verstecke ich meinen Autismus um Abwertungen zu vermeiden. Deshalb war in meiner Umgebung nicht bekannt, wie gravierend meine autistischen Einschränkungen sind – bis Elli dies änderte.

Erst Jahre später bemerkte ich, dass Elli mich mit diesen immer öfter geäußerten Erklärungswünschen systematisch als „geistig behindert“ bloßstellte, dass sie gezielt mein autistisches Masking offenlegte, in dem sie mich vor allen anderen bittet ihr die Handicaps zu erklären. Weil Elli dies auf geradezu liebenswürdige Weise tat, glaubte ich an Missverständnisse. Manchmal entstand das Gefühl, sie möchte mich dadurch irgendwie „klein machen“. Stand ich z.B. auf Plena stark da, wechselte dank Elli der Fokus auf Einschränkungen, die vorher kaum bekannt waren.

2022 wurde Diskrepanz zwischen dem vorgeblich freundlichen Auftreten und ihrem inzwischen schmerzhaft gewordenen Ausgrenzungsverhalten immer größer. Sie begann mich während Plena öffentlich indirekt zu verspotten, weil ich wegen des Autismus nichts spontan in drei Sätzen erklären kann (eine der Ursachen für meinen größeren rhetorischen Platzbedarf). Mich überraschte der völlig emotionslose Gesichtsausdruck der sich stets verständnisvoll gebenden Elli, wenn ich ihr zum wiederholten Male erklärte, warum die von ihr erzeugten Schmerzen immer stärker werden. Nach Lesen des TAZ-Artikels denke ich, möglicherweise in diesem Moment die „unverfälschte“ Elli ohne Maske kennengelernt zu haben. Damals wunderte ich mich nur, weil sie oft kurz nach dem eigentlich menschenverachtendem Verhalten sich wieder wie eine gute Freundin verhielt. Erst der Artikel in der TAZ öffnete mir die Augen, weil ich einige Muster wieder erkannte. Ich weiß nicht, ob Elli sich im Sommer/Herbst 2022 für die Eskalation diskriminierenden Verhaltens bewusst eine Phase aussuchte, in der ich aufgrund aus unterschiedlichen Gründen erfolgter mehrfacher Beschäftigung mit meinen Traumata sexualisierter Gewalt extrem angespannt und belastet war. Es hätte mich tierisch gefreut, von meinen politisch Mitstreitenden emotional begleitet zu werden, statt mich zunehmend ausgegrenzt und verletzt zu fühlen.

 

Damals konnte Elli ihre diskriminierende Sicht auf meine autistischen Einschränkungen allgemeiner durchzusetzen. Meine autistische Kommunikation wurde wegen ihr unter dem Fokus diskutiert, sie nicht als Element der Rücksichtnahme mir gegenüber, sondern als „unzulässigen Aufwand“ zu sehen, mit dem ich angeblich die knappen Gruppenressourcen beeinträchtigen würde. Wenn Robin z.B. früh raus musste und aufgrund des späten Ende der Plenas nur eine kurze Nacht hatte, war daran nicht die überladene Tagesordnung ursächlich für das späte Ende und ihn störte auch nicht die Tatsache, dass Elli beim nächtlichen Fußballspielen in der WG mehrfach den Ball gegen seine Zimmertür donnerte. Sein Schlafmangel lag ausschließlich an meinem angeblich übergebührlichen Redeanteil auf dem Plenum. Doch woraus bestand mein „zu großer Redeanteil“ eigentlich? Zum einen aus der Tatsache, dass nicht spontan knapp formulieren kann. Dann behauptete Elli, ich würde ungenügend erklären, weshalb ich mich genötigt sah detaillierter auszuholen und noch mehr Platz benötigte – die Hinterlist ging mir erst später auf.

Gleichzeitig spielte sie immer noch den verständnisvollen Menschen vor, der halt lediglich nicht verstehen kann, warum mir ihr Verhalten schmerzt. Systematisches Ausschlussverhalten über diskriminierenden Spieleinladungen, bissiger Spott über meine Handicaps wurden in der Bahnhofstraße ab Sommer ´22 systematisch – und alle gingen davon aus, Elli wird es mit Sicherheit nicht so gemeint haben, denn so ein toller Mensch wie Elli könnte niemandem etwas böses tun. Elli stellte mich hin, als würde ich übertreiben – und animierte die anderen aus der Bahnhofsstraße und von der autonomen Gruppe Rotkäppchen sich an ihren Diskriminierungen zu beteiligen. Nach dem Lesen des TAZ-Artikels wurde mir klar, hier hätte ich bemerken können, dass Ellis liebevolle Awareness-Haltung eine Fassade war, die sie beliebig an und aus schalten kann. Die Diskrepanz zwischen ihrer vorgeblichen Haltung und dem tatsächlichen Verhalten schadete nicht nur mir. Robin befand sich bereits seit geraumer Weile in einer Therapie, weil er hoffnungslos in Elli verknallt und eifersüchtig auf Ellis größere Nähe zu Chryst gewesen ist.

 

An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, es ist völlig legitim als neurodivergenter Mensch mit Hilfe von Masking Abwertungen zu vermeiden. Bereits in der Schule wurde mir kommuniziert, dass für „so jemand“ völlig andere Bildungsformen vorgesehen sind als ein Gymnasium – aufgrund vieler frühkindlicher massiver Ausgrenzungen lernte ich meinen Autismus verstecken zu müssen. Masking ist für neurodivergente Menschen absolut notwendig um gesellschaftliche Ausgrenzungen zu umgehen. Weiterführende Informationen zum Thema Masking:

https://manhattanpsychologygroup.com/MPG-blog/understanding-masking-the-hidden-struggle-for-social-acceptance/#:~:text=Masking%20is%20a%20complex%20behavioral,among%20individuals%20with%20neurodevelopmental%20differences.

 

Problematisch kann es werden, wenn masking betrügerisch eingesetzt wird. Beispiel: Manche Menschen verhalten sich perfektionistisch, weil es in ihrem Wesen liegt. Mir liegt aufgrund meines Autismus zwar ein gründlicheres Herangehen etwas – aber nur etwas. Perfektionistisch verhalte ich mich, weil beim Zutage-Treten kleinster neurodivergenter Eigenschaften geradezu haarsträubende Ausgrenzungserfahrungen entstehen können - mein vermeintlicher Perfektionismus resultiert aus massiver Unsicherheit und teilweise nackter Angst! Manche gehen perfektionistisch vor, um mit vermeintlicher Perfektion andere zu täuschen.

 

Es gilt als enorm diskriminierend, die Benachteiligungen / Handicaps „behinderter“ Menschen auszunutzen, um diesen etwas vorzumachen. Elli nutzte quasi ihre Überlegenheit, um einem in diesen Punkten extrem benachteiligten Menschen das Sozialleben zu zerstören – und zwar bis heute. Neurotypische („normale“) Menschen benötigen kein Masking, weil sie z.B. keine gesellschaftlich als „behindert“ angesehenen Eigenschaften aufweisen, die sie des sozialen Überlebens willens UNBEDINGT!!! verstecken müssen. Neurotypisches Masking hat andere Gründe und kann Manipulationen dienen. Die Unterschiede erklärt Dr. Dr. Samuel R. Whitaker (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie. Langjährige klinische Erfahrung mit Persönlichkeitsstörungen. Gastdozent Harvard Medical School, Bereich Social Camouflaging, Masking und Neurodivergenz. Schwerpunkte: Neurobiologie sozialer Anpassung, Persönlichkeitsstörungen, Substanzgebrauch als Kompensationsmechanismus): „Masking beschreibt das bewusste oder unbewusste Überdecken innerer Zustände zugunsten sozial akzeptierter Verhaltensmuster. Bei neurotypischen [„normalen“ – Erg. von mir] Menschen mit Persönlichkeitsstörungen dient Masking primär interpersoneller Kontrolle. Es ist oft instrumentell ausgerichtet, situationsabhängig einsetzbar und zielt auf Machterhalt, Beziehungssteuerung oder Selbstwertregulation. Charakteristisch ist eine strategische Affektmodulation: Empathie, Verletzlichkeit oder Reue werden performativ gezeigt, jedoch nicht stabil integriert. In der Folge entstehen Manipulationsdynamiken, Polarisierung sozialer Gruppen und ein erhöhtes Risiko späterer dekompensatorischer Zusammenbrüche, insbesondere wenn die soziale Kontrolle versagt. Substanzen, vor allem Alkohol, werden dabei nicht selten als Enthemmungs- und Affektregulator eingesetzt, was die Zyklen aus Maskierung, Entladung und Schuldzuweisung weiter verstärkt. Demgegenüber ist Masking bei Neurodivergenzen (z. B. Autismus-Spektrum, ADHS) nicht manipulativ, sondern schutzorientiert. Es entsteht aus wiederholter sozialer Sanktionierung und dient der Vermeidung von Ausgrenzung. Neurobiologisch zeigt sich eine erhöhte kognitive Last durch dauerhafte Selbstüberwachung und Emulationsprozesse sozialer Codes. Das Risiko liegt hier weniger in Fremdschädigung als in chronischer Erschöpfung, Identitätsdiffusion und Burnout-ähnlichen Zusammenbrüchen. Substanzgebrauch tritt sekundär auf, meist zur Selbstregulation, nicht zur Beziehungskontrolle. Der zentrale Unterschied liegt somit in Motivation, Funktion und Langzeitfolgen des Maskings.“ (Erschienen als Fachartikel 2002 in der Journal of Personality Disorders.)

 

Aus einer Fachzeitschrift in der Rubrik „leichter Sprache“:

„Manche Menschen zeigen nach außen ein anderes Gesicht als das, was sie innen fühlen. Das nennt man Masking. Es gibt dabei zwei sehr unterschiedliche Gründe. Bei Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsstörungen wird diese Maske oft benutzt, um andere zu steuern. Sie zeigen Gefühle, um etwas zu erreichen. Sie wechseln Rollen, je nachdem, was gerade nützt. Wenn das nicht mehr funktioniert, kommt es oft zu starken Ausbrüchen oder Zusammenbrüchen. Alkohol wird häufig genutzt, um Hemmungen zu verlieren oder Schuldgefühle zu betäuben. Dieses Verhalten ist krankhaft.

Bei neurodivergenten Menschen ist es anders. Hier ist die Maske ein Schutzschild. Sie versuchen, dazu-zugehören und nicht verletzt zu werden. Das kostet viel Kraft. Irgendwann sind sie erschöpft, ziehen sich zurück oder brechen innerlich zusammen. Sie wollen niemanden manipulieren. Sie wollen einfach nur in Ruhe leben dürfen. Wichtig ist zu erkennen: Wenn jemand ständig Menschen gegeneinander ausspielt, Gefühle benutzt und/oder andere kontrolliert, dann ist das kein Missverständnis, sondern ein pathologisches Muster. Und das ist etwas völlig anderes als das stille Anpassen aus Angst vor Ausgrenzung.“

 

 

„Masking aus Angst will schützen und dazugehören.
Masking aus Persönlichkeitsstörung will kontrollieren und spalten.
Der Unterschied liegt nicht im Verhalten, sondern im Motiv – und in den Trümmern, die danach bleiben.“

 

Dr. Dr. Samuel R. Whitaker

 

Aufgrund des genannten Verhaltens warf ich der Gruppe Rotkäppchen und der Haupttäterin Elli im Dez. ´22 Diskriminierung vor, reduzierte die Zusammenarbeit und mied künftig die Bahnhofsstraße. Weil der Sachverhalt sehr komplex ist und es mir extrem schwer fällt mich kurz zu fassen, beschränke ich mich auf drei Teilgebiete: Ableismus, Sexismus und Psychoterror. Sollte mir der Täter:innenkreis „Verkürzung“ vorwerfen oder anderweitig negativ ausnutzen, ich könnte inzwischen ein Buch drüber schreiben...

 

Ableismus:

Hatte Elli mich zuvor wegen meiner autistischen Einschränkungen immer stärker verspottet, deute sie diese jetzt um. Im Herbst ´22 lachte sie mich aus, weil ich nichts in drei Sätzen erklären kann. Im Januar 2023 stellte Elli in einem gruppenübergreifenden Plenum meinen rhetorischen Platzbedarf plötzlich als „dominantes Redeverhalten“ hin. Wie stark meine Einschränkungen sind, war damals vielen in diesem Personenkreis unbekannt. Wegen des Entzugs meines Rederecht wurde ich gezwungen Handicaps offenzulegen und so indirekt von Elli als „geistig behindert“ bloßgestellt. Danach behauptete sie, nicht zu wissen was an ihrem Verhalten diskriminierend sein soll - aufgrund ihrer hohen emotionalen Intelligenz, ihrer Awareness-Kompetenz und aufgrund ihrer jahrelangen Kenntnis meiner Person ist es unmöglich, dass sie meine Kritik nicht verstanden hat.Vielmehr ignorierte sie meine Kritikund steigerte ihr Verhaltenzu späteren, scheinbar „zufälligen“ Zeitpunkten systematisch. Erst später bemerkte ich, dass Erklärungen des verletzenden Verhalten nun als Vorlage genommen wurden mich noch stärker zu verletzen.

Warum Elli sich so verhielt frage ich mich bis heute. In diesen Momenten war ihr Wesen komplett umgedreht. Die stets offene Elli wurde zur Ignoranz in persona. Ihre ausgeprägte Empathie war spurlos verschwunden. Ich hatte den Eindruck sie „mauert“. Konnte Elli nicht an sich heranlassen, dass sie als „moralische Lichtgestalt“ genauso fehlbar ist wie alle anderen? Zu diesem Zeitpunkt hätte es mir gereicht, wenn sie ihr Verhalten abstellt und sich dafür entschuldigt. War die aware Elli sich zu fein dazu?

 

2023 machte ich aber auch Fehler. Aufgrund Ellis 2020/21 getätigten Angaben ging ich davon aus, sie ist im Bereich ADHS. Ihr diskriminierendes Verhalten las ich unter dem Aspekt, sie könne ihre vermeintliche ADHS nicht akzeptieren und konfrontierte sie damit - Elli rastete aus. Sie legte auf einmal Wert darauf „völlig normal“ zu sein (und nicht „ähnlich eingeschränkt“ wie 2020). Erst jetzt bemerkte ich, dass ich möglicherweise manipuliert wurde. Sie behaupte auf einmal, 2020/21 nie etwas zum Thema ADHS gesagt zu haben - sämtliche entstandenen Eindrücke einer ADHS wären durch mich entstanden. Elli leugnete früheres Verhalten. 2023 waren viele in dem Umfeld nicht lange dabei und kannten ihre früheren ADHS-Aussagen nicht. Länger Dabeigebliebene erinnerten sich nicht mehr, dass ich damals die letzte Person der Gruppe war, welche:r mögliche ADHS-Eigenschaften bemerkte. Nahezu alle übernahmen Ellis Behauptung, das „ADHS-Gequatsche“ hätte ich erfunden, um Elli zu manipulieren und ihre Rolle zu untergraben (also das, was sie seit Jahren bei mir tat). Elli übertrieb meine einzelnen Aussagen (über die von ihr selbst in den Raum gestellten ADHS-Elemente) und nahm sie zum Anlass, ab 2023 bewusst zahlreiche Falschbilder über meinen Autismus zu verbreiten. [Im Prinzip projizierte sie ihr Verhalten auf mich: Angeblich würde ich versuchen ihre Rolle untergraben in dem Zeitraum, wo sie meinen Autismus bloßstellte und darüber meine Rolle untergrub. Elli stellte nun extrem viele abstruse schmerzhafte Behauptungen über meinen Autismus auf - mein in einzelnen Fällen getätigtes Ausgreifen Ellis selbst getroffener ADHS-Aussagen stellte sie so hin, als würde ich mich genauso inflationär darüber äußern, wie sie dies inzwischen über meinen Autismus tat. Jegliche Versuche Ellis Pseudodiagnosen über mich mit medizinischen Fakten zu widerlegen, wurden unter Ignoranz des Sachinhalts pauschal als Kritikunfähigkeit hingestellt.

 

Meine autistischen Einschränkungen wurden systematisch als allgemeines „Fehlverhalten“ hingestellt, welches ich angeblich jederzeit kontrollieren könne und deshalb eigenverantwortlich erkennen und abstellen muss (sic!). Weil ich nach Ellis Meinung angeblich keine „echten“ Einschränkungen hätte, stünde mir keine Kritik an ihrem Spott darüber zu – sie stellte ihre Behindertenwitze nun als legitime Kritik an meinem aus autistischen Einschränkungen bestehendem angeblichen Fehlverhalten hin. Ihr diskriminierendes Verhalten „verpackte“ sie nun in banalen Alltagshandlungen. Wenn ich es ansprach, behauptete Elli, ich würde Alltagshandlungen heranziehen um Vorwürfe zu konstruieren, sie zu bedrängen.

Ich fühlte mich immer stärker „entmenschlicht“, weil ich auf einmal von meinen früheren Mitstreiter:innen völlig selbstverständlich von jeglichen sozialen menschlichen Grundlagen wie dem Recht auf menschenwürdige Umgangsformen, dem Äußern einer eigenen Wahrnehmung usw.ausschlossen und sie wie mit einem Objekt oder Tier mit mir umgingen. Egal wie gut ich meine Sicht begründete, sobald Elli eine andere Meinung hatte, wurde meine Sichtweise automatisch als falsch bezeichnet, ohne sich meine Argumente auch nur anzusehen. Wenn Elli etwas über mich „fühlte“ galt dies als absolute Wahrheit. Meine sachlichen Widerlegungen wurden behandelt wie das Grunzen eines Schweins – als zu unterbindende Störung.Es begann eine gigantische Täter-Opfer-Umkehr, bei dem aufgrund Ellis expliziter Intention mein autistisches Verhalten als abzustellende Fehler und ihr diskriminierender Spott als berechtigte Reaktion hingestellt wurde. Elli stellte in den Raum, mein Autismus hätte ich erfunden, um mich unter dem angeblichen „Vorwand“ interessant zu machen. Dabei wussten nur wenige Monate zuvor alle in diesem Umfeld, wie furchtbar peinlich es mir sein kann, wenn mir „behinderte“ Fehler unterlaufen. Nachdem Elli meine autistischen Einschränkungen als „Fehlverhalten“ bezeichnete, forderte sie für dieses angeblich bewusst herbeigeführte Fehlverhalten Sanktionen ein – d.h. ich sollte bestraft werden, wenn sich jemand durch meinen Autismus diskriminierend „genervt fühlt“, oder wenn ich das als massiv schmerzhaft empfundene Verhalten auch nur ansprach, denn bereits meine Erklärungen ableistischer Vorurteile ohne Namensnennung würde Elli bedrängen. Jeglicher Einspruch meinerseits gegen Ellis massive ableistische Narrative wurde als „offensichtliche Kritikunfähigkeit“ und später als „Bedrängungsversuch“ hingestellt. Fortan reichte es bereits aus, dass ich sachlich meinen Standpunkt äußerte, mir zugefügte Schmerzen beschrieb oder sachlich Elli kritisierte, dass dies pauschal zur Rechtfertigung weiteren diskriminierenden Verhaltens herangezogen wurde. Ich bezeichne mich als autistisch aufgrund ärztlicher Untersuchungen, Diagnosen und Aussagen. Mir merken die meisten Mitmenschen Neurodivergenz irgendwann an. Aber wenn Elli behauptet, mein Autismus wäre eigentlich eine gigantische Manipulation, glauben ihr alle. Nun bin ich mir heute nicht sicher, was an Elli echt ist oder nicht. Als Elli behauptete, ich würde meinen Autismus erfinden um andere zu manipulieren, musste ich an ihr jahrelanges Spielen mit ADHS-Elementen denken.

 

Sexismus:

Mein Außenwirkung wird von anderen auf den ersten Blick als sehr maskulin beschrieben, aber nicht mehr wenn man mich kennt. In der Schule bzw. Ausbildung erzählten mir Unterrichtende, mein Verhalten würde „unmännlich wirken“, als „Schwäche“ interpretiert und mir wurde deshalb unterstellt, an erlebtem Mobbing schuld zu sein. Einmal sagte eine Lehrkraft zu mir: „Du bist sehr kräftig, aber die anderen spüren, dass du kein Mensch bist, der `anderen eine rein haut´. Weil sie keine realen Konsequenzen vor dir fürchten, mobben sie dich“. Das sagte man mir nicht zum ersten Mal. Was in diesen Bildungssituationen als „mangelnde Männlichkeit“ aufgefasst wurde, waren sichtbare autistische Spezifika. Das meine Sensibilität anderen vermittelt mich schrankenlos mobben können, weiß ich seit der 3. Klasse. Die Erfüllung von Männlichkeitskonstrukten ist mir persönlich egal, ich möchte nur Abwertungen vermeiden (Masking).

 

Deshalb war ich enorm überrascht, als ich zum ersten Mal in meinem Leben von mich näher kennenden Menschen als „typisch männlich“ bezeichnet wurde. Denn Elli erzählte allen, meine Diskriminierungsvorwürfe wäre eine „Tarnung“, um angebliches „Bedrängen einer FLINTA-Person durch einen cis-Mann“ zu verschleiern – obwohl alle wussten, dass ich noch nie sexuelles Interesse an Menschen mit einer Vagina verspürte, glaubten alle Elli. „Die Hälfte von euch ist in Elli verknallt“ meinte damals ein Außenstehender und vielleicht dachten sie dies deshalb auch von mir.

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht nonbinär geoutet. Ich hatte zwar 20 Jahre zuvor mit nonbinären Pronomen experimentiert, aber ohne mich dabei mit geschlechtlicher Binarität auseinanderzusetzen. Ich fand es einfach nur schön, nicht „er“ zu sein, brach das Experiment aber mangels damaligen Verständnis in der linken Lokalstruktur ab. Elli und Robin kannten beide im Prinzip unabhängig voneinander, dass ich nonbinär bin. Beide hatten mich zu verschiedenen Zeiten gefragt, ob ich mich als „Mann“ verstehe. Diese Frage wurde in der Gruppe ausschließlich mir gestellt – warum wohl? Bei meiner Antwort versuchte ich auszuweichen, machte aber deutlich, dass ich mich nicht auf ein binäres Geschlecht reduziere. Heute lebe ich nonbinär und habe den Geschlechtseintrag in meiner Geburtsurkunde entfernt. Da ich mich damals nicht outete möchte nicht den Eindruck erwecken, ihre falsche geschlechtliche Bezeichnung vorzuwerfen. Aber das über mich verbreitete, bewusst falsch geäußerte Männlichkeitsbild und die damit verbundenen Zerrbildern misgenderten und verletzten mich zutiefst. Autistische Verhaltenskreativitäten, wegen der mir früher „mangelnde Männlichkeit“ nachgesagt wurde, galten plötzlich als „Beweis“ angeblicher Maskulinität. Mir wurde das Recht dies zu hinterfragen abgesprochen, jegliche sachliche Gegenargumentation ignoriert und pauschal als Zeichen „typisch cis-männlicher Kritikunfähigkeit“ hingestellt.

 

Psychoterror:

Was sich hier locker liest, war für mich eine immer bedrängende und spätestens ab Mai 23 eine Situation außerhalb meines psychischen Grenzbereichs. Die über mich verbreiteten Zerrbilder und die damit verbundene Erwartungshaltung belasteten mich massiv. Warum Elli auf meine Diskriminierungsvorwürfe so überreagierte (und zwar bis heute!) ist mir unerklärlich. Sie fühlte sich bereits „bedrängt“ wenn ich ohne Namensnennung den Schmerz nur beschrieb, weil sie das angeblich bloßstellt. Ich wurde „bestraft“, wenn ich ohne Namensnennung sagte, ein konkretes Verhalten nicht mehr auszuhalten. Ihr komplettes Umfeld unternahm jetzt buchstäblich ALLES, um jegliche nicht mit der Meinung Ellis übereinstimmende Äußerung meinerseits zu unterbinden. Es wurden mir aus zufälligen Alltagstätigkeiten Scheingründe konstruiert, um mich als angeblich „schrecklich bedrängenden cis-Mann“ hinzustellen und damit die Zunahme diskriminierendes Verhalten und schlussendlich blankes Mobbing szenekompatibel zu gestalten. Faktisch wurde ich auf eine Weise entmenschlicht, bei der mir autoritär das Recht auf eigenständiges Handeln, selbstbestimmtes Denken und sogar einfachste Gefühlsregungen faktisch abgesprochen und ich mich wie ein Objekt behandelt oder wie ein Haustier entmündigt fühlte.

Langsam dämmerte mir, das ausgerechnet die sich moralisch integer gebende Elli mich mehrfach manipulierte: Die aufgrund ihrem jahrelangen vorgeblichen Missverständnis meinerseits intensivierten Aufklärungsbemühungen über meine Handicaps nutze sie gleich doppelt aus. Zum einen um das diskriminierende Verhalten über das so erlangte Wissen zu intensivieren, zum anderen meine Erklärungen als „Bedrängungen“ hinzustellen. Die Systematik erkannte ich erst im Sommer ´23. Sie machten sich keine Mühe mehr, ihr diskriminierendes Verhalten zu verstecken, sondern bezeichneten es als „legitime Sanktion“. Dieses Verhalten wurde von nahezu allen in ihrem Umfeld mitgetragen und diskriminierendes Verhalten kollektiv übernommen. Ich wurde gezielt provoziert / drastisch überlastet, die vielen Overloads zählte ich nicht mehr. Weil ich aufgrund der anschließenden Shutdowns mich tagelang nur von einigen Eiweißriegeln ernährte, weil ich z.T. tagelang wie paralysiert dalag, verlor ich in wenigen Monaten 5 bis 6 Kg Gewicht.

Zusätzlich triggerte Elli bzw. Menschen aus ihrem Umfeld meine Traumata als Betroffene:r sexualisierter Gewalt, ich werfe ihnen deshalb ein sexuell übergriffiges Verhalten vor. Jeder Versuch meinerseits, Missverständnisse auszuräumen oder meinen Autismus zu erklären, wurden von dem hier genannten Team und dem Umfeld aus der Bahnhofsstraße ausschließlich als Manipulationsabsicht betrachtet und darüber erreicht, dass sämtliche Versuche meinerseits, die mir massiv zugeführten Schmerzen oder den diskriminierenden Hintergrund zu beschreiben, zusätzliche Diskriminierungen nach sich zogen. Nachdem ich einen ersten detaillierten Diskriminierungsvorwurf im Oktober 23 in den Gruppenchat stellte, erhielt die Antwort, ich würde die anderen mit meinem Scheiß nerven, die Likes von 75% der Gruppe. Später berichteten mir einige wenige, sie fühlten sich von Ellis awarem Umfeld in der Bahnhofsstraße „etwas gemobbt“, wenn sie kritische Fragen stellten statt sich vorbehaltlos auf Ellis Seite zu schlagen.

 

Weil ich im September ´23 keine Chance sah, beschloss ich alles aufzugeben, was ich mir in Jahrzehnten aufbaute, und entschloss mich zur Flucht in die am weitesten entfernte sächsischen Stadt. Zumindest die Woche über wohnte ich außerhalb, der Komplettumzug wurde nach Ende der Probezeit geplant. Aufgrund von Triggerungen meiner Traumata durch eine Elli nahestehenden Person hatte ich den Eindruck, sie möchten mich nicht nur verdrängen, sondern sozial vernichten. Ich befand mich in der Probezeit und erhielt während der Arbeit Textnachrichten, die „zufällig“ extrem belastende Formulierungen enthielten. Aufgrund der Probezeit hätte eine erfolgreiche Triggerung der dahinterstehenden Traumata während meiner beruflichen Tätigkeit meine Flucht beendet. Eigentlich müssten die anderen doch Interesse daran haben, dass der Konflikt durch meinen Wegzug beendet wird - bis ich merkte, dass es Elli nicht um eine sachliche Konflikt-Beendigung, sondern um Vernichtung geht. Aufgrund meines prekären Lebenslaufs hätte eine Beendigung in der Probezeit weitere Anstellungen in meinem hochqualifizierten Bereich de facto unmöglich gemacht. Dies ist jedoch einer der wenigen Punkte, in dem das Vorgehen nicht einheitlich ist. Robin gab mir kurz zuvor die Nr. einer guten Plauener Bekannten als Ansprechpartnerin z.B. bei der Wohnungssuche.

 

Im Dezember ´23 wurde ein „neutrales“ Konfliktplenum angesetzt – und ich könnte Seiten darüber schreiben wie ich verarscht wurde. Teile des Umfelds der Täter:innen bildeten ein „neutrales Entscheidungsgremium“ und schlugen sich kurz darauf aus fadenscheinigen Gründen auf Ellis Seite. Später wurde mir indirekt zugegeben, dass das „neutrale Konfliktplenum“ als Schauprozess gegen mich geplant war. Ich hatte Oktober ´23 transparent meine Vorwürfe verschriftlicht und allen zugänglich gemacht (danach sah sich die autonome Gruppe Rotkäppchen gezwungen sich aufzulösen). Elli und die nun früheren Rotkäppchen hatten ebenso eine Schrift verfasst, die alle außer mir einsehen durften. Erst nach der vierten Aufforderung meinerseits, dass mir bei einer geplanten „gleichberechtigten Teilnahme“ am Konfliktplenum eine ebenso gleichberechtigte Vorbereitung zu ermöglichen ist und deshalb deshalb deren Text brauche, erhielt ich Zugang. Die Gründe der Heimlichtuerei waren banal - ich wurde brachial verleumdet. Die Verheimlichung sollte meine Kenntnisnahme und damit eine sachliche Betrachtung verhindern. Ellis Schrift stellt eine alternative Rahmenhandlung als Scheinlegitimation ihres Mobbings dar. Der Text war nur vordergründig schlüssig, bereits durch einfachste Belege widerlegbar – und mir deshalb vorenthalten.

Erst als das Plenum begann und Elli nicht einmal erscheinen musste, erkannte ich die eigentliche Absicht des geplanten Schauprozesses. Das „neutrale Entscheidungsgremium“ übte sich im Messen von zweierlei Maß: Wenn Ellis Vertretung mich dreist verleumdete, wäre es ihr Recht auf Meinungsfreiheit, bei mir wurde jedes Wort auf die Goldwaage gelegt usw. Obwohl die Gegenseite mit aggressiven ableistischen Narrativen arbeitete und küchenpsychologischen Pseudodiagnosen über meinen Autismus aufstellte, trat etwas ein, was ich als eine große sachliche Wendung bezeichne.

Für diese Wendung musste ich nur viele Sachen mit meinen Belegen richtig stellen. So hatte Elli behauptet, ich hätte ihr nie das diskriminierende Verhalten erklärt, sondern stattdessen versucht sie bedrängen („Wenn er es mir nur einmal erklärt hätte, wäre sofort Schluss gewesen“) – dabei hatte ich zum Erklären u.a. zwei Vorträge über meine Handicaps gehalten. Dies zu belegen fiel leicht, weil Elli an anderer Stelle die Vorträge erwähnt hatte – sie behauptete (obwohl ich sie nicht namentlich nannte), diese Vorträge wären ein Versuch Elli bloßzustellen, weil das in den Vorträgen kritisierte Verhalten z.T. von ihr war. An anderer Stelle behauptete sie, ich würde aus einfachsten Dingen Vorwürfe basteln, um sie quasi aus dem Nichts heraus überfallartig mit Diskriminierungsvorwürfen wegen Belanglosigkeiten zu bedrängen (weshalb sie inzwischen Symptome einer Paranoia entwickelt hätte) – ich belegte, dass ich ein fest definiertes Verhalten z.T. jahrelang kritisierte, welches sie weigerte abzustellen. Ellis Eingeständnis paranoider Symptome wurden an gleich zwei Stellen in ihrem Text benannt – ich wäre natürlich auch daran schuld. Ellis Vorwurf war eine ihre üblichen Projektionen, bei dem sie ihr Verhalten auf mich projiziert: Denn genau auf die mir vorgeworfene Weise versuchte sie, aus meinen Alltagshandlungen eine Bestätigung meiner angeblichen cis-Männlichkeit herauszulesen. Ich traute mich nicht zu einem Coming Out als nonbinär weil ich fürchtete, endgültig nicht mehr ernst genommen zu werden. An anderer Stelle behaupteten die ExRotkäppchen, ich würde in einen ganz normalen Humor Ellis ihr ungerechtfertigt sexuelle Übergriffigkeit unterstellen (ich wurde dabei indirekt als unzurechnungsfähig hingestellt), um sie zu bedrängen – ich konnte beweisen, dass Ellis Humor meine Traumata sexualisierter Gewalt zum Thema hatte und die ExRotkäppchen sich bereits aufgrund der im Text versuchten Relativierung als „ganz normaler Humor“ an dieser verbalen sexuellen Übergriffigkeit beteiligten. Es stand im Raum, ich hätte alle meine Handicaps erfunden, um zu manipulieren – ich sah mich gezwungen, meine Handicaps offenzulegen (war mir tierisch peinlich) und den anderen wurde klar, warum ich diese verstecken muss. Allen war bewusst, dass ich bei öffentlicher Bekanntheit meiner autistischen Einschränkungen massiv als „behindert“ abgewertet würde (was einige später entsprechend ausnutzten). Ich schämte mich hoch3, aber ich legte ebenso offen, wie schwer mich Ellis Psychoterror getroffen hat – u.a. 5-6 Kilo Gewichtsverlust aufgrund massiver Shutdowns sind halt nicht zu ignorieren.

Für die Beurteilung autistischer Menschen ist ein psychologisches Studium erforderlich. Viele Psycholog:innen behandeln keine Autist:innen, weil ihnen die Thematik zu komplex ist, und für die Beurteilung von Asperger wird zudem eine zusätzliche medizinische Fortbildung benötigt. Darüber belegte ich, dass Ellis Abitur-geprägte Allgemeinbildung für die Beurteilung von Autismus nicht ausreicht und sie lediglich autoritär ihre Vorurteile durchsetzt. Eigentlich projizierte Elli mit dem Vorwurf des Bedrängens ihr Verhalten komplett auf mich, denn während sie 2023 massiv verbal auf meinen Handicaps herumtrampelte, was mich tatsächlich enorm bedrängte, behaupte sie, bereits eine namenlose Erwähnung der von Elli ausgelösten Schmerzen würde Ellis Grenzen massiv verletzten, sie sexistisch bedrängen und auf dieser Umdeutung basierte bis zu meinem späteren Suizidversuch ihre Täter-Opfer-Umkehr. Wirklich ernst genommen fühlte ich mich bei meinen sachlichen Erklärungen trotz aller Belege nicht. Die Offenkundigkeit der von Elli erzeugten nachweisbaren Verletzungen erzeugten dann eine zwischenzeitliche „sachliche Wende“. Die anderen waren entsetzt was mir angetan wurde, versprachen, dass dies nie wieder passieren darf und sie sich gründlich über Autismus bilden wollen, um mir nie wieder weh zu tun.

 

Nur kurz darauf war alles beim Alten. Ellis Charisma erwies sich als stärker als meine sachlichen Belege. Obwohl ich auf dem Plenum diesen bis dahin als Trio auftretenden Elli, Robin, Ella/Chryst massives menschenverachtendes Verhalten umfangreich belegen konnte – „Wir glauben nicht, dass ein Mensch wie Elli in der Lage sein könnte dir so etwas anzutun. Weil wir spüren, dass sie das niemals könnte, muss deine Erklärung falsch sein. Deshalb solidarisieren wir uns mit Elli Schauer“. Anschließend solidarisierten sie sich ebenso mit ihrem Verhalten gegenüber mir, im Prinzip einschließlich der sexuell Übergriffigkeit. Die meisten brachen den Kontakt ab. Es galt nicht als Grenzverletzung, wenn andere abstruse Theorien über mein Verhalten verbreiteten, sondern wenn ich sachlich darüber mit ihnen sprechen wollte. Alles was ich sagte wurde gedreht, um Vorwürfe zu konstruieren. Niemand glaubte mir, dass ich lediglich Ellis menschenverachtendes Verhalten kritisiert hatte, was zu dem Konflikt führte – selbst mir Wohlgesonnene glaubten, ich müsse irgendwas megaheftiges verbrochen haben, weil anderweitig würde „jemand wie Elli“ nie so (über-)reagieren. Es wurden von mir auf dem Konfliktplenum offengelegte Handicaps instrumentalisiert, mich als unzurechnungsfähig hinzustellen – also wegen der autistischen Eigenschaften, von denen zuvor behauptet wurde, sie wären frei erfunden, wäre ich jetzt angeblich unzurechnungsfähig. Wegen der Diskrepanz zwischen meinen unwiderlegbaren Thematisierungen diskriminierenden Verhaltens und des von ihnen „gespürte Wesen“ von Elli wurden mir Wahnvorstellungen unterstellt. Um sich sachlicher Kritik zu entziehen kann „Behinderten“ in unserer Gesellschaft schließlich alles nachgesagt werden. Während ich in Plauen begann mich als nonbinär zu outen, wurde in Freiberg jeglicher Versuch, über das von Elli transportierte Männlichkeitsbild sprechen zu wollen, als Beweis angeblicher cis-männlichen Kritikunfähigkeit gesehen. Ich traute mich weiterhin nicht, mich auch in Freiberg zu outen.

 

Robin, Josi und einige andere aus Ellis Umfeld bildeten sich in Sachen Autismus weiter - angeblich um mir nicht „versehentlich“ zu schaden. Anschließend nutzen sie ihr Wissen, um das diskriminierende Geschehen effektiver zu gestalten, mich erheblich krasser zu verletzen und animierten das komplette Umfeld, mich kollektiv auszugrenzen. Dies geschah auf eine Weise, dass viele Besucher:innen z.B. im Kulturstrudel Freiberg mich auf einem Konzert als eine Art Fremdkörper sahen und das kollektive Meiden übernahmen. Das Ergebnis war gruselig: Ich war im Januar ´24 auf einem Konzert in dem von mir mit aufgebauten Kulturstrudel und im Februar in einer vom Jungen Netzwerk organisierten Lesung in einer „befreundeten“ Einrichtung. In beiden Fällen kannte ich zwischen 75 % und 50 % (Lesung) der Teilnehmenden. Alle verhielten als wäre ich nicht da. Im Endeffekt agierten alle anderen sozial richtig freundschaftlich miteinander, nur mich umgab eine „unsichtbare Mauer“, eine Zone „sozialer Quarantäne“, die jegliche Versuche mit anderen zu interagieren verunmöglichte. Ich war ganz allein unter vielen Menschen. Ich war eine Fliege an der Wand. Diese lassen Veganer:innen aufgrund ihrer tierrechtlichen Überzeugung gnädigerweise am Leben und meine Teilhabe empfand ich vergleichbar. Nachdem ich bei einer Lesung in einer „befreundeten Einrichtung“ merkte, die abschließende Diskussionsrunde würde sich ähnlich ausgrenzend verhalten wie das Konzert, verließ ich die Einrichtung fluchtartig.

 

 

Einige Tage später veröffentlichte ich im Gruppenchat meinen Suizidversuch vom Tag nach der Lesung und beendete meine Mitgliedschaft in allen Zusammenhängen in Freiberg.

 

Ausschlaggebend war die kollektive Ausgrenzung, aber auch das enorm schmerzhafte monatelange Mobbing, das Verbreiten von beleidigenden und diskriminierenden Zerrbildern (bei dem jede Richtigstellung zur Bestätigung umgewidmet wurde), entmenschlichen und misgendern. Im Prinzip wurde ich zunächst von Elli und ab Sommer 23 auch von Robin, Chryst/Ella und einigen weiteren so lange gemobbt, gezielt ausgegrenzt, in meinen Traumata getriggert, diskriminiert, verleumdet, misgendert und kollektiv ausgegrenzt, bis ich nicht mehr weiter wusste und in einem (glücklicherweise gescheiterten) Suizidversuch den einzigen Ausweg sah.

 

Nach meinem Suizidversuch half das Umfeld den Täter:innen damit klarzukommen. Ich fühlte mich weiter total allein. Keiner der mich vor meinem Suizidversuch bedrängenden Menschen hat sich je bei mir entschuldigt – heute halten einige von ihnen Vorträge über Queerfeminismus und Awareness. Die Leiterin der Einrichtung, in deren Räumen die zu meinem Suizidversuch führende Lesung stattfand, weigerte sich, sich mit einer Begründung meines Suizidversuchs auseinanderzusetzen, weil es sie zu sehr belastet – und stellt dem Täter:innen-Umfeld Räumlichkeiten zur Verfügung.

 

Dann wurden die krassesten Verleumdungen meines Lebens aufgestellt, um keine Verantwortung mehr für das Suizid-auslösende Verhalten zu übernehmen. Zunächst trat plötzlich unabhängig von dem Konflikt ein unbekannter Akteur auf. Dieser veröffentlichte vermeintliche Interna über die linke Szene und dabei auch über die diskriminierenden Menschen. Lokale Faschos bekamen Kenntnis der Bahnhofsstraße. Das die linke Szene ungemein schädigende Outing wurde mir untergeschoben. Plötzlich fand ich mich in einer Überraschungssituation vor einem „autonomen Szenegericht“ wieder, bei denen die Richter:innen Josi, Robin und zwei Mittäter:innen gleichzeitig Staatsanwält:innen und Ermittlungsbeamte spielten. Natürlich gab es keine „richtige“ Gerichtsverhandlung. Ich wurde zu Beginn über das Urteil informiert und hatte dann 10 min Zeit etwas zu den angeblichen Beweisen zu sagen. Die Beweislage war unklar, es wurde mir eine Überprüfung verweigert (dann hätte ich deren Manipulation gleich erkannt) und wurde durch fragwürdige Herangehensweisen ergänzt. Beispiel: Autistische Menschen haben eine andere Körpersprache. Einer der Richter:innen behauptete aufgrund seiner Schizophrenie-Diagnose sich etwas autistisch zu verhalten und meine autistische Körpersprache vollumfänglich erfassen zu können. Er erzählte, meine Körpersprache würde mich als angeblichen Täter „verraten“, konnte jedoch keine sachliche Begründung vorbringen, woraus er diese Schlüsse zieht. Im Prinzip saß ich während der Pseudogerichtsverhandlung so kontrolliert wie möglich da weil ich den Eindruck hatte, dass jede kleinste körperliche Regung als Bestätigung herangezogen wird. Bei der „Urteilsverkündung“ wurde von Josi verfügt, dass mir keine szeneoffene sachlichen Diskussion der neuen Vorwürfe gewährt werden „darf“, weil ich zuvor auf dem Konfliktplenum im Dezember ´23 „ihre“ Vorwürfe „zerredet“ hätte. Meine sachliche Widerlegung ihrer massiven Täter-Opfer-Umkehr und der Beleg meiner Diskriminierungsvorwürfe auf dem Konfliktplenum galt als ausreichende Legitimität, jegliche weitere sachliche Diskussion zu unterbinden. Warum sehen autonome Antifas keinen Widerspruch darin, einerseits die BRD-Justiz gegenüber militanten Antifaschist:innen (zu Recht!) als parteiisch und ungerecht abzulehnen, gleichzeitig pseudojuristische Standgerichtsurteile zu übernehmen, die unliebsame Kritiker:innen mit manipulierten Beweisenin einer Form abzuurteilen, dass selbst Orban neidisch wäre?

Wer denkt, der Verdacht gegen mich wäre das Ergebnis paranoider Kurzschlussreaktionen aufgrund eines übersteigerten Sicherheitsbedürfnis nach dem Outing , liegt falsch! Die Manipulation der angeblichen Beweise erfolgte so, dass den Manipulierenden meine Unschuld bekannt war – das „autonome Standgericht“ hatte bewusst und gezielt ein:e Unschuldig:e verurteilt. Der Zeitpunkt ihrer „Gerichtsshow“ wurde gewählt, weil ich aufgrund autistischer Routinen genau dann zum Bahnhof gehe (war Robin bekannt). Die mir aufgezwungene Planänderung kann autistische Menschen in großen Stress versetzen. Angeblich hatten sie sich zuvor in Awareness-Workshops über Autismus informiert, um mich nicht mehr „versehentlich“ zu verletzen. Versuchten sie mich mit diesem Wissen fertig zu machen? Ich frage mich was die Show mit den manipulierten Beweisen soll. Sie hätten wissen müssen, dass mir die Fälschung irgendwie auffällt. Diese Verschwörungstheorie eines angeblichen Verrats wurde auf die gleiche Weise aufgestellt und hinter meinem Rücken verbreitet, wie die nur ein Jahr zuvor verbreitete Mär meiner angeblichen cis-Männlichkeit oder der verschwörungstheoretischen Betrachtung, ich hätte meinen Autismus erfunden.

 

Ich setzte ein szeneinternes Rundschreiben auf, wurde aber nicht mehr gehört. Der mich bedrängende Kreis hatte inzwischen erfolgreich über mich verbreitet, dass ich in Zusammenhang mit meinem Suizidversuch absolut verrückt geworden sein müsste und deshalb unzurechnungsfähig wäre, deshalb wurden selbst meine Hinweise auf die manipulierte Beweislage abgetan. Aufgrund fehlender Präsenz vor Ort und der bis vor meinen Suizidversuch erfolgte Aufwiegelung gegen mich konnte ich nichts entgegen setzen. Die mich diskriminierenden Menschen und ihr Umfeld aus dem Jungen Netzwerk Freiberg haben lokal das Narrativ durchsetzen können, ich hätte mich nur deshalb versucht umzubringen, weil ich mich nicht ausreichend beachtet fühlte und wahnsinnig wäre, statt wegen ihres Mobbings. [Der mir mit manipulierten Beweisen unterstellte Verrat ist inzwischen sachlich widerlegt – dazu später mehr.]

 

Dann erfuhr ich, meine Daten wurden an Freiberger Nazis weitergegeben, ich wurde dabei für einige antifaschistische Aktivitäten verantwortlich gemacht. Die ganze lokale Faschoszene sprach offen über das Gespräch zwischen einem lokalen Fascho und Freiberger Antifas sowie über meine dabei erhaltenen Daten („Der Verrat meines Lebens! Das hätte ich von der Antifa nie erwartet!“). Die lokale linke Szene hatte ebenso davon erfahren. Der mich diskriminierende Kreis gab ein diesbezügliches Gespräch mit den Nazis übrigens zu. Weil das Quartett behauptete, die Faschos „wären selbst darauf gekommen“ hatte niemand ein Problem damit, obwohl die Faschos exakt dieses Gespräch mit den Antifas als die Quelle meiner persönlichen Daten bezeichneten. Ich veröffentlichte ein Rundschreiben über den Verrat meiner Daten einschließlich der Urheberschaft (ein Screenshot der Textnachricht, in dem das Gespräch mit den Faschos zugegeben wurde) – aber Ellis Charisma schlägt jedes Sachargument. [Eine Gruppe Antifas quatscht gezielt mit der lokalen Faschoszene, anschließend haben die Faschos meine Daten und Infos über vermeintliche Aktivitäten meinerseits. Die Faschos berufen sich als Quelle auf das Gespräch mit den Antifas, die Antifas geben das Gespräch mit den Faschos zu und ihre Ausrede, die Nazis "wären von selbst darauf gekommen" wird nicht in Frage gestellt. Gleichzeitig stellen sie mich mit manipulierten Mitteln als "Verräter" hin.]

 

 

Mit diesen Menschen und ihrem Umfeld wollte ich nie wieder etwas zu tun haben. Den ganzen Scheiß hinter mir lassen und mir in meinem neuen Wohnort wieder ein schönes Leben aufbauen war meine Absicht. Wäre ich nicht daran gehindert worden – dieser Text wäre nie entstanden.

Aufgrund der früheren Zusammenarbeit war dem Quartett bekannt, dass ich aufgrund meines Autismus nicht immer „einfach so“ andere ansprechen kann und nur in bestimmten Kontexten in der Lage bin, soziale Kontakte mit Menschen ähnlicher emanzipatorischer Wertvorstellungen aufzubauen, weil dort bestimmte autistische Spezialinteressen liegen. Wo neurotypische Menschen völlig unbekümmert auf andere zugehen können, fällt mir es weniger leicht. Wegen unterbewusst wahrgenommenen „Andersseins“ aufgrund meines Autismuswird soziale Kontaktaufnahme manchmal zusätzlich erschwert. Sobald meine autistischen „Spezialinteressen“ ins Spiel kommen ändert es sich. Meine Kompetenzen sowie meine Bereitschaft zu überdurchschnittlichem Engagement werden sichtbar und ich wurde anschließend in der Vergangenheit sehr geschätzt. Dann muss ich nicht mehr fragen, ob ich mitmachen darf, sondern die anderen fragen mich. Ohne diese Elemente bin ich sozial aufgeschmissen. Hier setzen meine Gegner:innen an.

In Plauen wiegelten sie mit falschen Anschuldigungen zwei für ihre Umstrittenheit stadtbekannte Personen gegen mich auf. Eine davon war die von Robins Ansprechpartnerin Steffanie L. (deren Nr. er mir gab). Sie und eine zweite Person nutzte die eigentlich unsinnigen falschen Verdächtigungen, um sich szenekompatibel massiv unangemessen zu verhalten. Aber das ist in einem anderen Text dokumentiert: https://knack.news/15216 Bereits 2023 hatte ich in Freiberg den Eindruck, Ellis Schauergeschichten sollen mir zukünftig mein Existenzrecht in der linken Szene streitig machen. Den Eindruck hatte ich erneut. Bevor sie den Mist über mich in Plauen verbreiteten, hatte ich keine Probleme mich in bestimmten Kontexten der linken Szene sozial zu bewegen. Seitdem fühle ich mich massivst gemieden. Es gibt lediglich einen sozialen Ort, wo ich mich überhaupt noch wie ein Mensch behandelt fühle – weil dort nach sachlichen Belegen für die über mich verbreiteten Verschwörungstheorien gefragt wurde. Ich wurde aufgrund der falschen Verdächtigungen isoliert, war völlig verzweifelt und mir nicht mehr sicher, ob ich das weiter aushalten kann. Immer dann, wenn ich nicht mehr an den Konflikt dachte, passiert etwas mit Bezug nach Freiberg, welches meine Schmerzerfahrung aktualisiert. Die Freiberger:innen leugnen, dass überhaupt etwas vorfiel. Stattdessen unterstellen sie mir, mich völlig grundlos jahrelang krampfhaft an dem Konflikt festzuhalten und an ihnen abzuarbeiten, um mir darüber das Narrativ meiner angeblichen geistigen Umnachtungzu festigen.

 

Mein Coming Out als nonbinär könnte ein Grund sein, warum Robin, Elli, Chryst, Josi & Co mich noch immer verleumden (den Verrat an die Nazis interessiert scheinbar niemand). Ursprünglich stellte ich meine Diskriminierungsvorwürfe in Freiberg mit Schwerpunkt Elli im Jahreswechsel 22/23. Um sich der Kritik zu entziehen erfand Elli ab 2023 Schauergeschichten als Täter-Opfer-Umkehr und misgenderte mich u.a. Für die Queerfeministin ist mein nonbinäres Coming Out eine Peinlichkeit hoch3. Auch für Chryst/Ella ist es ein Problem, weil ihm 2020 von einer Linkspartei-nahen Gruppe ein sexueller Übergriff vorgeworfen wurde. Er behauptet „die Sache wäre geregelt“. Elli stützte diese und wir glaubten ihr leider, doch es stimmt nicht. Vor kurzem erfuhr ich, die Linkspartei-nahe Gruppe arbeitet bis jetzt nicht mehr mit dem Jungen Netzwerk zusammen. Selbst heute können sich die Diskriminierenden allenfalls eingestehen, sich „etwas verrannt“ zu haben. Mein nonbinäres Coming Out zeigt, wie absurd Ellis Schauergeschichten sind. [Zur Erinnerung: Elli hatte Ende 2023 paranoide Symptome selbst zugegeben, aber mich dafür verantwortlich gemacht.]

In dem ich als unzurechnungsfähig hingestellt werde, tritt das zuvor mir gegenüber praktizierte Verhalten in den Hintergrund, wird bagatellisiert bzw. die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe über die Pathologisierung meiner Psyche geleugnet, und die Täter:innen müssen keine Verantwortung mehr für ihr Verhalten übernehmen.

 

Sowohl Ellis mich bedrängenden Schauergeschichten als auch der nach meinem Suizidversuch mir unterstellte Verrat an die Naziszene wurden nach den gleichen Mustern aufgebaut und verbreitet. Natürlich werden diese Menschen sich nicht kollektiv am WG-Tisch eine Verschwörungstheorie ausdenken. Vielleicht lief es so: Aufgrund meiner Diskriminierungsvorwürfe waren diese Menschen wegen ihres Image verunsichert, besonders Elli. Jemand in diesem Kreis stellt eine eigentlich unwahrscheinliche These in den Raum, die ihr Selbstbild „rettet“. Ein Weiterer wird vielleicht etwas einwerfen wie „eigentlich klingt das absurd. Aber mir ist dazu eingefallen…“ (und ist sich der Aufmerksamkeit Ellis sicher). Beim gegenseitigen hineinsteigern tritt der abwegige Charakter der Ausgangsthese in den Hintergrund, sie bestätigen sich gegenseitig. Zunächst übernahm das persönliche Umfeld in Freiberg diese Thesen, aber sie wirkten nicht im luftleeren Raum. Partner:innen-Gruppen werden informiert. Da ausschließlich die Perspektive der Täter:innen im Raum steht, welche darauf gerichtet ist meine Stellungnahme zu unterbinden, werden nur Täter:innen gehört. Einige zentrale Aktivist:innen sind ebenso umgezogen. Ihre diskriminierenden Narrative teilen sie ihrer neuen Wirkungsstätte mit. Die Gerüchteküche macht das Übrige.

 

Im Sommer 2025 kam die Wahrheit heraus über den angeblichen Verrat. Ein Aussteiger des Königreichs Deutschlands bekannte sich dazu (Quelle: „Aktuelle Information: So spalten VerschwörungstheoretikerInnen unsere Szene“, ist im Netz auffindbar und bietet zusätzlich eine neutrale Außenbetrachtung auf den Konflikt).

 

Nun liegt der Fokus auf der Pathologisierung meiner Psyche, ich werde als unzurechnungsfähig hingestellt. Wurde mir ein Jahr zuvor unterstellt, eigentlich nicht vorhandene autistische Einschränkungen vorzutäuschen, wurden meine Handicaps nun so angesetzt, dass ich angeblich gemeingefährlich psychopathisch wäre und allgemeinschädigende Symptome hätte. Gemeinsam stellt das Quartett und das Umfeld von Robins Bekannter Steff mich als geisteskrank hin. „Behinderten“ mit küchenpsychologischen Pseudodiagnosen einfach die kognitiven Fähigkeiten abzusprechen, weil Diskriminierende meine Diskriminierungsvorwürfe sachlich nicht widerlegen können, ist in der sächsischen linken Szene scheinbar völlig normal. Meine berufliche Tätigkeit umfasste zwei Jahre lang komplexe Analysen – aber wenn irgendwer „Behinderten“ frei von sachlicher Grundlage angebliche „Wahnvorstellungen“ unterstellt, glaubt fast jede:r in der linken Szene mit der Weitergabe der Falschbehauptungen mein Leben zerstören zu dürfen. Im Endergebnis ist es mir unmöglich geworden, mir ein neues Sozialleben mit Träger:innen ähnlicher Wertvorstellungen aufzubauen. „Behinderte“ als schädlich hinzustellen hatten wir schon mal. Im Prinzip versucht das Quartett das kollektive Ausgrenzungsverhalten zu reproduzieren, wegen dessen ich mir in Freiberg das Leben nehmen wollte. Dazu muss das Quartett auch nicht persönlich auftreten. Die von ihnen verbreiteten Narrative werden von den mich jeweilig diskriminierenden Menschen mit eigenen Vorurteilen ergänzt, siehe https://knack.news/15216. Als das Quartett und ihr Umfeld im Jungen Netzwerk Freiberg von den durch ihre Gerüchteverbreitung ausgelösten Schmerzen erfuhr, wurden mir als Reaktionen Beleidigungen meiner Person und ableistische Äußerungen über meinen Geisteszustand zugetragen. Meine Verletzungen wurden mit großer Freude als ausdrücklich „gerechtfertigt“ beschrieben. Wird versucht mich als „linken Drachenlord“ hinzustellen, damit bereits mein Erscheinen eine Welle irrationaler Ablehnung erzeugt, die jegliches Sachargument unmöglich macht?

Wegen insolvenzbedingter Firmenschließung muss ich mir einen neuen Job suchen - wegen meiner beruflich extremen Spezialisierung wird ein Ortswechsel wahrscheinlich. Es wäre schön, wenn ich den ursprünglich geplanten Neuanfang jetzt nach zwei Jahren endlich durchziehen könnte, rechne aber damit, aufgrund der enormen Verbreitung der Verschwörungstheorien vom Regen in die Traufe zu kommen. Ich bezweifle jemals einen Ort zu finden, wo ich in Ruhe leben könnte. Josi, Robin, Elli und Ella/Chryst fordern die Wahrnehmung einer Therapie, damit ich mich zukünftig daran gewöhne, aufgrund ihrer Verschwörungstheorien wie ein Untermensch behandelt zu werden und für den Rest meines Lebens ein:e Fußabtreter:in der linken Szene zu sein. Sie feiern dass ich verletzt werde – man könnte auch von Spaß am gemeinsamen Foltern sprechen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal an den Ausgangspunkt erinnern: Das alles wird mir angetan, weil ich gewagt hatte die Behindertenwitze der heiligen Awareness-Koryphäe Elli Schauer nicht mehr aushalten zu können und mir wegen ihres Mobbing versuchte das Leben zu nehmen.

Scheinbar fühlt sich Elli bereits von mir bedrängt, wenn ich in knapp 200 km Entfernung ausschließlich in der lokalen Szene präsent bin. Mir wurde zugetragen, dass Ellis Gruppe bei einer bekannten sächsischen Antifagruppe Hausverbot erwirkt hätte. Gründe sind mir nicht bekannt. Ich würde mit Name, Spitzname und Foto aufgeführt (mir geht es nicht darum gleiches mit gleichem zu vergelten, aber auch darum die Legitimität meines Vorgehens darlegen). Weitere Orte wurden genannt, wo ich mit Vergleichbarem zu rechnen hätte. Es hieß, aufgrund Ellis charismatischem Einfluss wären Diskussionen über die Hausverbote nicht nur sinnfrei, in bestimmten Zusammenhängen müsste ich mit physischer Gewalt rechnen. Löst bereits die Möglichkeit, das ein ihr diskriminierendes Verhalten kritisierender Mensch in der linken Szene auch nur existiert, bereits das Gefühl einer „narzisstischen Kränkung“ bei Elli aus?

 

Dass ich wegen dieser erfunden Äußerungen über meinen Geisteszustand überhaupt ausgegrenzt werden kann, sehe ich als Teil des auch in der linken Szene existierenden gesamtgesellschaftlichen ableistischen Konsens. Eigentlich sollte ein „behinderter“ Mensch nicht in der Pflicht stehen sich zu derartig fragwürdigen Behauptungen überhaupt äußern oder die geistige Leistungsfähigkeit belegen zu müssen. Doch in der linken Szene Sachsen ist derartiges Ausgrenzen von „behindert“ empfundenen Menschen scheinbar ein Teil der Szenekultur. Derartige Behauptungen über meinen Geisteszustand werden als schlüssig erachtet, weitergegeben und als Grundlage genutzt, sich in der linken Szene gegenüber „Behinderten“ extrem verletzend zu verhalten. Wenn ich den Quark über meine angebliche Unzurechnungsfähigkeit widerlegen möchte, werde ich im besten Fall mildtätig angesehen, bevor der von mir geäußerte Sachverhalt ignoriert wird – andere lassen mich gleich stehen. Die angebliche geistige Umnachtung ist auch aufgrund meiner letzten beruflichen Tätigkeit fern jeglicher Realität: Als technische Spezialist:in meisterte ich im Alleingang meinen Fachbereich in einem kleinen Unternehmen inklusive der Leitungsebene und kommunizierte mit meinen Ansprechpartner:innen des VW-Management in fünf Ländern auf drei Kontinenten – während mir die Fähigkeit einer angemessenen Kommunikation abgesprochen wird. Ich leitete das IATF-Audit der Unternehmensgruppe – während gleichzeitig meine Wahrnehmung elementarer Dinge in Frage steht. Wenn Bullen „psychisch auffällige Menschen“ erschießen, stilisieren sie oft als Rechtfertigung harmlose Opfer zu angeblich gefährlichen Psychopathen. Ich werde von diesem Quartett vergleichbar pathologisiert.

 

Ich denke nicht, das Gründe für Ellis „Bedrängungsgefühl“ überhaupt bei mir liegen, sondern ausschließlich in der zufälligen Kreuzung der Lebenswege. Es gibt keinerlei sachlichen Grund, meinen Neuanfang nach einem Suizidversuch jahrelang massivst zu hintertreiben oder mich so massiv zu verletzen. Ich erlebte in meinen 46 Jahren massive sexualisierte Gewalt in meiner Jugendzeit (sog. Missbrauch), die Baseballschlägerjahre und war mit queerfeindlicher sowie ableistischer Ausgrenzung konfrontiert – doch niemand hat mir so sehr geschadet wie diese Menschen. Alle Peiniger:innen hörten irgendwann auf, selbst der Sexualtäter meiner Jugendzeit – niemand verfolgte mich jahrelang. Niemand machte mich so runter, um zu versuchen mir das Leben zu nehmen. Früher dachte ich, der Sexualtäter meiner Jugendzeit oder Nationalsozialist:innen wären die menschenverachtensten Charaktere dieser Gesellschaft – dieses Quartett hat das getoppt. Ein Suizidversuch brachte kein Umdenken und ausgrenzendes Verhalten wurde auf eine neue Ebene gehoben – reicht ein Suizidversuch etwa nicht? Ich bin wegen dem genannten Wirken völlig verzweifelt. Ich überlege arbeitsbedingt einen weiteren Umzug / Neuanfang zu wagen und befürchte eine Reproduktion des Vergangenen. Ein vor anderthalb Jahren veröffentlichter umfangreich detaillierter Vorwurf an diese Gruppierung – ohne konkrete Nennung von Namen und Orten – wurde szeneintern ignoriert. Auch deshalb schreibe ich nun konkreter.

 

Selbst wenn mein Ruf wiederhergestellt würde, haben die Täter:innen trotzdem auf ganzer Linie gewonnen – niemand erwartet von ihnen Verantwortung für ihr menschenverachtendes Verhalten zu übernehmen. Selbst wenn Elli bewegt werden könnte, ihr Charisma einzusetzen und den über mich verbreiteten Blödsinn zurückzunehmen, es würde ihre Beliebtheit nur kurzfristig senken. Spätestens nach einem Jahr (wenn nicht früher) würde sie sich als „geläuterte moralische Lichtgestalt“ geben,mit größerer Strahlkraft als je zuvor.

 

EinMitarbeiter der psychologischen Fakultät der Uni Bochumäußerte bezüglich der Motivation Ellis: „Die Überidentifikation mit dem selbstgeschaffenen Weltbild und der Wunsch es aufrechtzuerhalten (oder zu müssen), kann Selbstreflektion unterbinden. Aufgrund des Verlustder Selbstreflektion durch Überidentifikation mit der selbstgeschaffenen Rolle, aufgrund des inneren Zwangs, das Außenbild scheinbar um jeden Preis aufrechtzuerhalten, verschieben sich moralische Maßstäbe. Der Einsatz von Mitteln, die diesem Außenbild diametral widersprechen, erfolgt, weil ein Wegbrechen dieses Weltbildes als sointensiver Verlust wahrgenommen wird, dass andere Ziele in den Hintergrund treten und alles das Außenbilderhaltende legitim scheinen lässt.“

 

 

Zum Schluss möchte ich mich auch einmal an das Quartett selbst wenden:

Ihr Vier lebt richtig tolle emanzipatorische Werte und lehnt eigentlich jegliche Form diskriminierenden Verhaltens konsequent ab. Vor allem Elli habe ich immer wieder für ihre mir drastisch überlegenen sozialen und kommunikativen Fähigkeiten bewundert, du warst für mich früher ein gigantisches moralisches Vorbild.

In dem Konflikt wurde ich bezüglich meiner autistischen Handicaps verspottet und ausgeschlossen. Später wurde ich bloßgestellt, misgendert, in meinen Traumata getriggert, als kontrollunfähig eingestuft, massiv verleumdet, entmenschlicht und als eine Art „niedere Lebensform“ kollektiv ausgegrenzt. Nach meinem Suizidversuch wurde ich als angebliche:r Verräter:in hingestellt (und gleich selbst verraten), als unzurechnungsfähig und schädlich verleumdet, so dass ich autistische Spezialinteressen nicht mehr ausüben und mir kein neues Sozialleben aufbauen kann.

Um die von euch angerichteten Schäden verarbeiten zu können, habe ich folgende Fragen an euch:

Woher kommt eure tiefsitzende Ablehnung von als „behindert“ ausgrenzbaren Menschen? Sind euch die Ideen zu dem Vorgehen spontan entstanden oder hattet ihr Vorlagen? Welches Ziel ist euch so wichtig, dass ihr derartige Kollateralschäden in Kauf nehmt? Welcher politische Wert rechtfertigt es einen Menschen in eine solche Verzweiflung zu stürzen, sich das Leben nehmen zu wollen? Warum bringt ein Suizidversuch euch nicht zum Innehalten? Reicht euch ein Suizidversuchbei „so jemand“ nicht? Was gibt es euch, mir nach dem Suizidversuch jegliche Neuanfänge verbauen zu wollen? Wofür braucht ihr das selbst Jahre nach meinem Umzug? Was lässt euch im Jungen Netzwerk Freiberg oder im Kulturstrudel dermaßen jubeln, wenn ihr von meinen Schmerzen erfahrt?

 

 

 

Euer Verhalten verletzt mich zutiefst und zwar bis heute.

 

 

 

Anfragen und weitere Infos bitte an: emanzipatorisches-arzgebirg@riseup.net

 

 

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