Flyer-Aktion in Berlin: Kontaktaufnahme mit den Rheinmetall-Arbeiter:innen im Wedding

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Heute wurde vor dem Werkstor der Rüstungsfabrik „Rheinmetall Waffen Munition“ in Berlin-Wedding mit Beschäftigten im Betrieb gesprochen, Flyer verteilt sowie Tee, Kaffee und Kekse angeboten. Auch Anwohner:innen waren interessiert. 

 

„Um Arbeitsplätze zu erhalten, so erzählt man uns, muss auf Kriegsproduktion umgestellt werden. Aber könnten wir nicht genauso gut unsere Fähigkeiten und unsere Arbeitszeit einsetzen, um für die zivilen Bedürfnisse unserer Mitmenschen zu produzieren? Außerdem werden ja gleichzeitig zahlreiche Stellen gestrichen, gerade um die Kriegsvorbereitungen zu finanzieren: Familienzentren, Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Wohnungsbau – die öffentliche Daseinsfürsorge wird zerstört.“ So ein Zitat aus dem Flyer.

Ab Sommer 2026 sollen die Kolleg:innen im Wedding NATO-Artilleriemunition Kaliber 155 Millimeter herstellen. So die Entscheidung des Konzerns. Die Umstellung läuft bereits seit einem halben Jahr auf Hochtouren.

Die Arbeiter:innen dürfen dabei nicht mitreden. Auch an unsGewerkschafter:innen, Aktivist:innen, Antimilitarist:innen sollen sie, so unser Eindruck, keine Informationen weitergeben. Das zeigt, dass Rheinmetall Angst vor kritischen Stimmen hat, innerhalb und außerhalb des Werkes. 

Obwohl der Gehweg vor dem Tor öffentliches Gelände ist, rief Rheinmetall schon nach kurzer Zeit die Polizei. Diese traf dann etwa 20 Minuten nach Beginn der Flyer-Aktion ein. Ein Aktivist meldete eine Versammlung an. Gleich darauf wurde ihm eine Ordnungswidrigkeit wegen unerlaubter Ansammlung vorgeworfen. Alle weiteren mussten als „Zeug:innen“ die Personalien abgeben. 

Wir lassen uns nicht das Recht nehmen mit den Beschäftigten ins Gesprächzu kommen.
Wir machen weiter. Jetzt erst recht! Alle zusammen, Rheinmetall entwaffnen!

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