Rechtliche Betreuer in Deutschland - oft faul, inkompetent, geldgeil

Malerei

Es gibt Berufe, die still im Hintergrund wirken und doch Macht besitzen. Rechtliche Betreuer gehören dazu. Sie sollen Menschen helfen, die sich nicht mehr selbst helfen können – alte Menschen, Kranke, psychisch Labile, Verwirrte, Einsame. Die Gesellschaft vertraut ihnen Leben an, Entscheidungen über Konten, Wohnungen, Zukunft. Doch was geschieht, wenn Helfer zu Verwaltern werden, Verwalter zu Geschäftsleuten und Geschäftsleute zu Zynikern?

Deutschland hat still eine Industrie der gesetzlichen Betreuung geschaffen – eine, die Millionen bewegt. Und: die Millionen kostet. 500 Euro im Monat pro Kopf klingt nach wenig, aber es ist eine stille, stetige Rente aus der Schwäche anderer. Wer 50 „Klienten“ betreut, erreicht leicht fünfstellige Monatsbeträge. Der Markt für Mitleid ist stabil, die Nachfrage wächst mit jeder alternden Generation.

Die Fassade der Fürsorge

Offiziell ist der rechtliche Betreuer das gute Gewissen des Staates. Einer, der an der Seite der Schwachen steht, ihre Finanzen regelt, ihre Rechte wahrt, Anträge stellt, sich kümmert. Das Gesetz spricht von „Wohl des Betreuten“. Die Realität spricht häufiger von Aktenordnern. Betreuung bedeutet in vielen Fällen: Formularwirtschaft, Minimalbesuche, Unterschriften, Geldflüsse.

Der alte Mann im Pflegeheim bekommt vielleicht einmal im Jahr Besuch von seiner Betreuerin. Sie sagt einen Satz, nickt, trägt etwas ins Formular ein, schließt die Akte. 500 Euro.
Die Frau, die ihre Wohnung verloren hat, fragt seit Monaten nach Unterstützung. Keine Antwort. 500 Euro.
Das Gesetz gibt Betreuern Macht – und Verantwortung. Doch Macht verführt, wenn niemand hinschaut. Und Verantwortung verdampft in Papier, wenn niemand sie einfordert.

Ein System, das Faulheit belohnt

Das Betreuungssystem ist ein bürokratisches Gemälde, das Faulheit in Effizienz verkleidet. Derjenige, der viele Fälle gleichzeitig hält, gilt als „organisiert“, „belastbar“, „engagiert“. Wer weniger Klienten annimmt, weil er sich wirklich kümmern will, gilt als „unwirtschaftlich“.
Also wächst die Zahl der Betreuungsverhältnisse pro Kopf. 40, 60, 80 – irgendwann ist jeder Klient nur noch ein Name mit einem Kontostand.

Und das Ergebnis? Einsame Alte, verschuldete Kranke, verzweifelte Angehörige – und Betreuer, die sich beschweren, sie bekämen zu wenig Zeit, zu wenig Geld, zu wenig Anerkennung. Dabei sind sie längst Teil eines Problems geworden, das sie selbst geschaffen haben: eine Betreuerklasse, die von der Schwäche anderer lebt und sie als Geschäftsmodell konserviert.

Keine Kontrolle, keine Konsequenzen

Kontrolle? Kaum vorhanden. Die Gerichte, die Betreuer einsetzen, haben keine Kapazitäten, um die Arbeit wirklich nachzuvollziehen. Es reicht, wenn ein Formular ordentlich aussieht. Niemand prüft, ob der Mensch dahinter verwahrlost, vereinsamt, verarmt.
Kaum eine Branche genießt derart milde Aufsicht bei derart sensiblen Aufgaben. Wer versagt, wird meist einfach weiterbeschäftigt. Es fehlt an Konsequenzen, an Moral, an persönlicher Rechenschaft.

Ein System, das keine echten Qualitätsmaßstäbe kennt, zieht die Falschen an: Menschen, die nicht helfen wollen, sondern profitieren. Menschen, denen „Betreuung“ nicht Auftrag, sondern Einnahmequelle ist.

Der Preis der Gleichgültigkeit

Natürlich gibt es gute Betreuer. Idealisten, die kämpferisch für ihre Betreuten da sind, die telefonieren, beantragen, begleiten, trösten. Aber sie gehen unter – in der Masse der Routiniers, der Abhakenden, der Sattgewordenen. Weil das System keinen Unterschied macht zwischen Engagement und Gleichgültigkeit. Es zahlt immer dasselbe.

Und so bleibt ein bitterer Nachgeschmack: Während der Staat stolz verkündet, dass für die Schwächsten gesorgt sei, hat er eine Bürokratie geschaffen, die Hilfe simuliert und Verantwortung monetarisiert.

Die 500 Euro monatlich - bei manchmal 40 Betreuten - sind dabei Symbol und Symptom zugleich – ein Stundensatz aus Mangel und Gleichgültigkeit, ein Wert, der nichts mehr mit menschlicher Nähe zu tun hat.

Schlusswort

Wir leben in einer Gesellschaft, die gerne ihre Hilfesysteme feiert. Aber wer genau hinsieht, erkennt: Viele dieser Systeme helfen weniger, als sie verhindern. Sie verhindern Eigenverantwortung, Mitgefühl, echte Fürsorge.
Der „rechtliche Betreuer“ sollte ein Zeichen sein für Schutz. Er ist zu oft ein Zeichen geworden für Bequemlichkeit.

 

Und solange das System seine Faulen, seine Inkompetenten, seine Gierigen belohnt, werden die Schwächsten weiter verlieren – still, rechtlich sauber, monatlich abgerechnet. Ob die 'Helfer' jetzt Udo Halbey, Cornelia Fuchs oder Jürgen van Hoof heißen.

Im echten Sozialismus braucht es keine sich bereichernden Betreuer mehr. Denn der Staat übernimmt für die Schwächsten die soziale Verantwortung. In der sozialen Marktwirtschaft ist das in Ansätzen schon vorhanden. Aber es fallen eben doch zu viele hinten runter. Während andere sich bereichern ...

 

 

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Ergänzungen

Ich möchte keines Falls den Aussagen wiedersprechen, aber ich möchte euch mitteilen das der tatsächliche "Gewinn" von Betreuenden pro Person stark schwankt, sowie Qualifikation, Vermögen des Klienten, Wohnort (Heim/außerhalb) und Betreuungsdauer, die Beträge aktuell liegen typischerweise zwischen 60 € und 500 € pro Monat