F-hain: Fotos aus der WG von Maria geben Hinweise zum tödlichen Polizeieinsatz

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Fahnen im Flur

 

Details zur Exekution von Maria kommen ans Licht. Beim Eindringen durch die Wohnungstür nahmen die Beamten zwei schwarz-rote Fahnen im Flur wahr; sie mussten also davon ausgehen, hier bei einem dem anti-autoritärem Spektrum zumindest nahe stehenden Menschen zu sein. Ein Foto von diesem Flur ist beigefügt.

 

 

 

 

 

Dass der Todesschütze von der Wut gesteuert wurde, die auf seinem Abschnitt, der berüchtigten Wedekindwache, gegen die linke bzw. linksradikale oder autonome/antifaschistische Szene gepflegt wird, ist vorstellbar. Entsprechende Drohungen mit Gewalt, auch Waffengewalt, sind die AnwohnerInnen im Nordkiez bei Kontrollen gewohnt, der Südkiez ist teilweise ebenso Gefahrengebiet , die eingesetzten Beamten sind die gleichen.

 

Weiter beunruhigend sind die Spuren von Marias Blut an der Türklinke ihres Zimmers, aber auf der Seite zum Flur. Bisher behauptet die Polizei, sie in ihrem Zimmer angetroffen zu haben.

 

Fotos belegen auch, dass die räumlichen Verhältnisse im Eingangsbereich der Wohnung eine einfaches Zurückweichen der Beamten ermöglicht hätte, wären sie tatsächlich bedroht worden.

 

Überraschend auch die Tatsache, dass auf dem Siegel, mit dem Marias Tür versiegelt ist, als ermittelnde Dienststelle auch der Abschnitt 51 genannt wird. Üblicherweise ermittelt in solchen Fällen nicht der Abschnitt des Todesschützen.

 

Bekannt wurde auch, dass ein Polizist in Zivil von AnwohnerInnen dabei erwischt wurde, wie er die Gedenkstelle vor dem Wohnhaus von Maria schändete. Als er gerade abgestellte Gedenktafeln zerstörte wurde er angesprochen, damit aufzuhören, woraufhin er wütend seine Solidarität mit seinem Kollegen bekundete. Er hätte genauso wie der Todesschütze gehandelt, dessen Namen er erwähnte.

 

 

 

 

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Ergänzungen

Weiter beunruhigend sind die Spuren von Marias Blut an der Türklinke ihres Zimmers, aber auf der Seite zum Flur. Bisher behauptet die Polizei, sie in ihrem Zimmer angetroffen zu haben.

Angenommen die Tür stand offen während der tödlichen Schüsse, ist das eher weniger verwunderlich. Die Tür geht nach innen auf. Steht diese offen, zeigt die zum Flur zeigende Türklinke ins Zimmer. Ist die Tür vollständig geöffnet (~180 Grad), schlägt die gegenüberliegende Seite an die Zimmerwand Richtung Flur.

Es ist beim in der Presse geschilderten Verlauf durchaus anzunehmen, dass die Tür offen stand, der Polizist im Flur und Maria im Zimmer. Bei einem solchen Szenario kann Marias Blug nur gegen die Türklinke zum Flur hin spritzen. Ansonsten hätte der Polizist durch die Tür schießen müssen.

Die Erläuterungen sollen keineswegs irgendetwas an der Situation beschönigen. Es gibt nichts daran zu beschönigen, wenn Bullen in eine Wohnung eindringen und eine Bewohnerin erschießen. Die angebliche Gefahr für die Bullen entstand laut Schilderungen in der Presse nur dadurch, dass diese in das Zimmer von Maria gewaltsam eingedrungen sind. Hätten sie Maria in Ruhe gelassen, würde diese sehr wahrscheinlich noch leben. Gerade wegen der Tragik der Ereignisse halte ich es aber für wichtig nicht in wilde Spekulationen oder Verschwörungstheorien zu verfallen.

Woher wisst ihr, dass es sich bei dem A 51 um die ermittelnde Dienststelle handelt? Es steht nichts dergleichen auf dem Siegel...

Woher wisst ihr, dass es sich bei dem A 51 um die ermittelnde Dienststelle handelt? Es steht nichts dergleichen auf dem Siegel...

Auf dem Siegel ist handschriftlich im Feld "Dienststelle" die Angabe "A51, LKA 1" eingetragen. Für mich sieht das auch wie eine Angabe zur Dienststelle aus. Bin aber zu gegeben kein Experte für polizeiliche Siegel...