Redebeitrag auf der Knastkundgebung für Clara und alle inhaftierten Gefangenen

<div id="magicdomid2" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Die Knäste und Gerichtssäle sind voll mit Antifaschist*innen:</span></div>
<div id="magicdomid3" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">München, Dresden, Leipzig, Berlin, Düsseldorf, Wuppertal, Duisburg, Paris und natürlich Budapest. Der Budapestkomplex ist überall. In all diesen Städten fanden und finden Prozesse statt. In diesen Städten und noch vielen mehr, sitzen Antifaschist*innen in Knästen, die mit dem Budapestkomplex in Kontakt gebracht </span><span class="author-a-jug1z81zz67zyb6hz88zhz72zz74zz80zz75z">werden</span><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">. </span></div>
<div id="magicdomid4" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">    </span></div>
<div id="magicdomid5" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Die Gerichtsverhandlungen finden in ganz Europa statt. Die Antifaschisten Zaid und Gino sind akut von Auslieferung bedroht. Der eine nach Ungarn, der andere nach Deutschland. Bisher war Deutschland im Fall von Maja das einzige Land, was bereitwillig ausgeliefert hat, auch wenn es sogar im &#8222;rechtsstaatlichen&#8220; Sinne illegal war. Aber bei Gino, einem Antifaschisten mit unklarer Staatszugehörigkeit drückt auch Frankreichs Justiz beide Augen zu. Antifaschismus ist für die Justiz schon schlimm genug, aber ohne Papiere wird man zum Spielball für Europas Abschiebepolitik. Antifaschismus hat sich schon länger gezeigt ist internationaler denn je. </span></div>
<div></div>
<div></div>
<p><span id="more-5998"></span></p>
<div id="magicdomid6" class="ace-line"></div>
<div id="magicdomid7" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Seit die USA &#8222;Antifa&#8220; zu einer einheitlichen Terrororganisation erklärt haben, geht die Repression antifaschistischer Bewegungen in die nächste Runde. Besonders die Genossinnen und Genossen vom Antifa Ost Komplex haben das mit aller Härte gespürt. Ihre digitale Öffentlichkeit wurde massiv eingeschränkt. Mit der nächsten Attacke auf noblogs wurden die nächsten Kanäle gekappt. So wird mit Kalkül die Berichterstattung den bürgerlichen und rechts bis rechtsextremen Medien überlassen. &#8222;Hammerbande&#8220; nennen sie den Budapestkomplex, Linksextreme die in Europa die Städte unsicher machen. Kein Wort wird verloren, über die Nazis, die zum Tag der Ehre in Ungarn aufrufen. </span><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Jedes. Jahr. Auf&#8217;s. Neue. </span></div>
<div id="magicdomid9" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Dort finden sich die Hammerskins, Blood and Honour oder Combat 18. Nazigruppen, die in vielen Ländern illegal sind. Das Ende von Orbans Regierung hat die Akzeptanz gegenüber den Nazigruppen nicht verändert. </span></div>
<div id="magicdomid10" class="ace-line"></div>
<div id="magicdomid11" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Aber wir sind nicht nur hier, um die Justiz anzuprangern, oder den Pseudojournalismus der bürgerlichen Presse zu kritisieren. Wofür wir eigentlich hier sind, ist um Solidarität zu zeigen. Solidarität für alle Angeklagten im Budapestkomplex. Aber auch Solidarität für alle im Knast, die diesem Scheißssystem ausgeliefert sind. Aber es gibt auch Grund für Hoffnung und Mut. Nanuk, ein weiterer bis vor kurzem inhaftierter Antifaschist,  berichtet von seiner Haft.   </span><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Er zieht durch ganz Deutschland und erzählt von seinen Erfahrungen im Knast. Auch wenn seine Erfahrungen subjektiv sind und seine Erfahrungen nicht die aller Gefangenen wiederspiegeln, so machen sie trotzdem Mut. Nanuk hat von Solidarität zwischen den Gefangenen gesprochen. Das das Leben im Knast nicht aufhört. Und das Nazis im Knast alleine sind, während die Antifas Teil einer Gemeinschaft sind!</span></div>
<div id="magicdomid12" class="ace-line"></div>
<div id="magicdomid13" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Knast ist keine schöne Erfahrung. Daran ist nichts zu romantisieren. Aber es ist möglich weiterzumachen. Es ist möglich auch dort WÄrme zu finden, in dieser abgefuckten Kälte, die uns aufgezwungen sind. Da drin, wie auch hier draußen gilt: Nur gemeinsam sind wir stark! Antifa heißt auch Fürsorge, für unsere Genossinnen und Genossen. Deswegen gehen wir als Budapestsoligruppen auf die Straße, in die Gerichtssäle, in die Knäste. Antifaschist*innen, Anwält*innen, Freunde und Familie der Gefangenen arbeiten gemeinsam gegen die Repression des Staates. Deswegen machen wir Kundgebungen vor den Gefängnissen, wo die Gefangenen uns ihre Liedwünsche schicken, damit wir ihre Liebllingslieder spielen. Deswegen schreiben wir Briefe in die Knäste, veröffentlichen unsere Berichte auf Webseiten, in Zeitungen und sozialen Medien.</span></div>
<div id="magicdomid14" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Zeigt euch solidarisch, organisiert euch und kommt mit in den Gerichtssaal.</span></div>
<div id="magicdomid15" class="ace-line"><span class="author-a-96mz83zhtz79zz77zuaez76zopz74zz83z">Antifaschismus bleibt notwendig.</span></div>
<div id="magicdomid16" class="ace-line"></div>
<div id="magicdomid17" class="ace-line"></div>

webadresse: 
https://antifa-ak.org/redebeitrag-auf-der-knastkundgebung-fuer-clara-und-alle-inhaftierten-gefangenen/
Autor/Gruppe: 
Antifa AK Cologne
Regionen: 
feed-date: 
Montag, September 14, 2026 - 21:21