Cicero: Ein bisschen gequirlte Scheiße zu „Linksextremismus“
In seiner neusten Ausgabe hebt das rechte Magazin CICERO den „Linksextremismus“ auf die Titelseite: „Blackout- die Rückkehr des Linksterrorismus“. Die Redaktion hat hierfür dem berühmt-berüchtigten Anwalt Butz Peters mehrere Seiten frei geräumt, damit dieser das, was sich in einem Hirn zum Thema „Linksextremismus“ zusammenquirlte, auf Hochglanzpapier verbreiten kann.
Die anale RAF-Fixierung des Butz Peters
Rechtsanwalt und Journalist. So werden Butz Peters’ Berufe bei Wikipedia wiedergegeben. Zudem gilt er als „RAF-Experte“, da er seit Jahren hierzu publiziert. Dabei erfährt er regelmäßig aus der Linken Kritik an seinen Positionen und Büchern. Der analyse & kritik gilt er als „staatstreuer Terrorismusexperte“. CILIP bescheinigt Peters’ schon 1991, er habe das RAF-Thema nicht mal geistig durchdrungen. Sein aktueller Bericht in der CICERO belegt, dass sich seit 1991 daran nichts geändert zu haben scheint.
Butz Peters verdingt sich zudem gerne als Zeugenbeistand von Polizisten, so im NSU-Untersuchungsausschuss von Mecklenburg-Vorpommern 2020 und dient dem rechtsextremen Portal NIUS ebenso als „RAF-Expert“, wie als düsterer Prophet, wonach aus „Klima-Kämpfern (…) Terroristen werden“ können.
Die RAF fasziniert Butz Peters weil die RAF die staatliche Ordnung überschritten hat. Sie liefert ihm seit Jahrzehnten Material, an dem er die angegriffene und verletzte Ordnung der BRD rekonstruieren kann. Er versucht deren Wiederherstellung zu erzählen und hat sich so seinen Platz im staatsfixierten Olymp von „Terrorismusexperten“ gesichert.
Heute ist Butz Peters in Dresden als Rechtsanwalt tätig.
Der CICERO-Artikel
In seiner aktuellen Ausgabe widmet sich Butz Peters fast zehn Seiten lang dem Phänomenbereich „Linksextremismus“ und beginnt bei den angeblich „apokalyptischen Bilder“ aus Berlin, im Januar 2026 nach dem Stromausfall, zu welchem sich die „Vulkangruppe“ bekannt habe. Danach gehts nach Leverkusen, als ein „Kommando Angry Birds“ im Juli 2026 die Bahnstrecke lahmgelegt haben soll und dann kommt Butz Peters bei Danger Dan und dessen Song „Keine Angst“ an, laut Autor ein Skandal, dass überhaupt jemals erwogen wurde, den Song in der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ zu spielen.
Abschließend schießt er sich der „Anwalt und Journalist“ auf das Antifa-Ost-Verfahren ein, um mit einem Blick auf die im „Antifa-Ost-1“-Prozess Lina E. nicht zu schließen ohne jetzt (endlich!) die RAF ins Spiel zu bringen: damals, zu den guten alten RAF-Zeiten, da hätten Polizei und Verfassungsschutz noch gewusst, nach wem sie fahnden sollen. Die zeitgenössischen (Öko)Terrorist:innen jedoch, die seien unbekannt, hätten keine Hierarchien. Deshalb, schlussfolgert der Autor, frei assozierend, deshalb „dürfte der nächste Blackout durch die Öko-Terroristen (bald) kommen“.
Im Anschluss findet sich der Artikel als PDF zum selbst lesen.
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