Gedanken, Gefühle, vielleicht noch etwas mehr. Kurz nach dem Terroranschlag auf den CSD in Berlin
Dies sind bloß gedankenblitze die sich im eigenen groll des dunklen himmels verfangen, hell wirken doch möglicherweise verpuffen, ohne einschlag, ohne entladung, ohne dass sich was bessert, aber kopf hoch, wer weiß dies schon wirklich, denn vielleicht wittern bei stürmischer werdenden brisen am horizont, die einen oder anderen was sich anbahnt, was sich vertiefen wird, was auf sie zukommt.
Dies sind bloß gedankenblitze die sich im eigenen groll des dunklen himmels verfangen, hell wirken doch möglicherweise verpuffen, ohne einschlag, ohne entladung, ohne dass sich was bessert, aber kopf hoch, wer weiß dies schon wirklich, denn vielleicht wittern bei stürmischer werdenden brisen am horizont, die einen oder anderen was sich anbahnt, was sich vertiefen wird, was auf sie zukommt.
Eine Wunde, so tief, dass sich blutend zu allen seiten umgeschaut wird, mit wenig hoffnung in den augen wir könnten sie überstehen, wir könnten sie überleben. diese Verletzung wird heilen, wenn auch narben bleiben und verbitterter weise die gewissheit einsickert, ein Feuer ist erloschen, ein Licht erstickt, ein Leben vernichtet. wir bitten um erleichterung des Schmerzes, wir halten uns fest und geben uns gegenseitig die Kraft, die wir benötigen um noch den kopf heben zu können. - dieser Schädel ist schwer geworden, voller gedanken und unser Herz zieht uns unter wasser. mögest du doch bitte eine so leichte seele haben, dass du hoch fliegen kannst, so hoch, dass die schwalben dich an heißen sommertagen bewundern. wir schauen in die wolken und denken an dich, wir denken an alle die getroffen wurden an diesem schrecklichen tag. Die Zeit der Trauer ist jetzt.
Doch Leider bewegen wir uns in zu schnellen Gewässern, um uns nur auf die Trauer zu fokussieren, denn während wir weinen, lachen die Hetzbanausen sich ins Fäustchen und wirbeln ein stinkenden braunen Sturm voller faulender Lügen über die Felder und Sädte bis in all unsere Gesichter. Es stinkt bis zum Himmeln im Kartoffelland. Es wird gehetzt und gehasst. Wir - müssen dagegenhalten, ansonsten wird uns der Sturm umfegen, uns wehrloser machen, uns schwächen, mit der klaren Absicht von unserem Niedergang zu profitieren. Wir - lieben den Menschen, in all seinen bunten Farben und Schattierungen, wir lieben das Leben und genau deshalb ducken wir uns vor dem Sturm nicht weg, wir schreiten ihm entgegen bis wir die faulen Mäuler gestopft haben. Wir - Trauern noch immer, was denn sonst, und genau jetzt hilft uns diese Trauer dabei Kräfte in uns zu entdecken, die wir nicht kannten, oder lange vergessen hatten in uns zu tragen. Wir stehen auf. Wir gehen raus. Wir tragen die Botschaft der Menschlichkeit in jede Ecke unserer Dörfer, Kieze, Viertel und Städte. Dabei vergessen wir nicht die Gefahr, die ausgeht vom Sturm des Hasses, ob dieser von ehemals Christilichen Parteien, oder gammelig braunen Gestalten ausgeht, ob dieser von einem bloß etwas polemisch daherkommenden Arschloch kommt, oder von gefährlichen Menschenfeinden, die bereit sind für ihren Hass zu töten.
Wir setzen diesem Hass, Liebe entgegen, wir setzten ihm Menschlichkeit entgegen, aber wir werden uns nicht vormachen, dass dies die ultimativen Mittel für den Schutz unserer Familie und Freunde sind. Wir werden vorbereitet sein. Jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise, wir werden adequat reagieren, uns verteidigen und wir werden zurückschlagen.
Konkrete Ideen gibt es viele und diese sollten wir in Ruhe erstmal alleine evaluieren ganz still, für uns, doch dann können, ja müssen wir sie mit anderen intensivst besprechen und vor allem müssen wir allzeit bereit sein.
Und ja, das müssen wir wirklich tun, denn leider:
Jene, die uns zu ihren Feinden gemacht haben, bereiten den ihren nächsten Angriff auf uns vor.
Als letzter Blitz folgendes:
Für mich persönlich und auch meine Freunde gilt ab Heute, wir werden nicht mehr 'nakt' zu einer öffentlichen Veranstaltung gehen, nie wieder. Wir werden immer eine oder auch zwei Überraschungen dabei haben.
Ruhe in Frieden,
Viel Kraft uns allen,
Mit Trauer und Wut,
Einige Unbekannte
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