LOVE ANTIFA - HATE SDS! Zur NS-Verharmlosung durch den SDS Dresden.
In einem mühevollen, jahrelangen Kampf haben es antifaschistische Akteur*innen geschafft, die in Dresden weit verbreitete NS- und Holocaustrelativierung zurückzudrängen. Ob Nazis oder bürgerliche Mitte: Insbesondere im Zusammenhang mit dem Gedenken am 13. Februar dominierten lange Zeit geschichtsrevisionistische Narrative.
Nun setzt der SDS Dresden in einem Werbevideo für eine Veranstaltung mit Ole Nymoen und Simon David Dreßler die NS-Zeit mit dem heutigen Nahostkonflikt gleich:
"Die Technische Hochschule Dresden war damals schon zur NS-Zeit ein bereitwilliger Kollaborateur des nationalsozialistischen Regimes. Heute forscht die TU Dresden an israelischen Kampfdrohnen, um die totale Zerstörung in Gaza und im Libanon weiter voranzutreiben, und erweist sich damit erneut als verlässlicher Komplize genozidaler Akteure."
Unverblümter lassen sich NS-Verbrechen nicht relativieren. Der Holocaust ist präzedenzlos, jede Gleichsetzung verbietet sich: Das war in der linken Szene Dresdens bis zum Hamas-Massaker am 7. Oktober weitgehend Konsens.
Der SDS stellt dies offen infrage. Er ignoriert die Dimension deutscher Schuld und den Antisemitismus als Triebfeder deutscher Verbrechen sowieso.
Zudem blendet der SDS vollkommen aus, dass der in Palästina bis heute verehrte Nationalheld Amin el-Husseini (Mufti von Jerusalem) eng mit Dresden verbunden ist. 1944 besuchte der Hitler-Anhänger Dresden und wohnte der Einweihung der SS-Mullah-Schule bei. Ein Beitrag von audioscript thematisiert dieses Ereignis ausführlich (https://audioscript.net/tracks/ss-mullah-schule-dresden).
Dringend notwendig sind eine tatsächliche Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte der TU Dresden und konkrete Konsequenzen wie die Umbenennung von Gebäuden. Mit seinem missbräuchlichen Verweis und der falschen Gleichsetzung torpediert der SDS dieses ernsthafte Anliegen.
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