Anquatschversuch in Rostock

Im Januar wurde ein Genosse aus Rostock von zwei Beamten des Verfassungsschutzes angequatscht. Es folgt eine kurze Personenbeschreibung und Handlungsempfehlungen. 

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Am 27.01 wurde ein Genosse vor seiner Haustür von 2 Mitarbeitern des Verfassungschmutzes abgefangen. Diese fragten ihn, ob er ein paar Fragen beantworten könne. Der Genosse verneinte dies und wimmelte sie schnell ab.

Personenbeschreibung der VS-Mitarbeiter:

  • beide ca. Anfang/Mitte 50

Person 1: hat geredet und sich vorgestellt

  • lange schlacksige Figur

  • 1,85, groß

  • blonde Haare

  • Brille

  • strenges Gesicht, hohe Wagenknochen

 

Person 2: hat nicht geredet

  • etwas korpulenter

  • ca. 1,80m groß

  • leicht lockige kurze schwarze Haare

  • Bart

 

Im Folgenden wollen wir kurz über Anquatschversuche und Handlungsempehlungen aufklären. Teilt und verbreitet diesen Text gerne in euren eigenen Netzwerken und bleibt wachsam gegenüber Anquatschveruschen.

„Schönen guten Abend, wir sind vom Minesterium für Inneres. Beantworten Sie uns doch eben ein paar Fragen!“

So oder so ähnlich kann ein Anquatschversuch starten. Genau das hat ein Genosse vor wenigen Wochen in Rostock erlebt.

 

Was ist ein Anquatschversuch?

Ein Anquatschversuch ist ein unerwarteter Gesprächsversuch von Mitarbeiter*innen des Verfassungsschutzes. Ziel eines Anquatschversuches ist es, an Informationen über linke Strukturen zu gelangen, die angequatschte Person als Spitzel zu gewinnen und/oder die betroffene Person sowie ihr Umfeld einzuschüchtern und zu verunsichern. Anquatschversuche haben das Ziel uns als Bewegung zu lähmen.

Nicht selten bespitzelt der Verfassungsschutz vor dem Anquatschversuch, um den Tagesrythmus und die Szenestrukturen von Genoss*innen nachzuvollziehen und den günstigsten Zeitpunkt für eine Einschüchterung zu finden. Das kann auf Arbeit, vor der Schule oder vor deiner Wohnungstür sein.

Alle Menschen die politisch aktiv sind oder Kontakt zur linken Szene haben, können Ziel eines Anquatschversuches werden. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns bewusst sind was wir dagegen tun können.

Was tun gegen Anquatschversuche?

Wie immer gegenüber Staat und Bullen gilt: Mund halten! Lehne jeden Gesprächsversuch entschieden ab. Sei dir immer bewusst, dass du geschultem Personal gegenüberstehst, deren einziges Ziel es ist, Informationen aus dir raus zu bekommen. Also sag lieber nichts.

Falls doch du doch gequatscht hast oder du allgemein verunsichert bist nach einem Anquatschversuch, wende dich an die Rote Hilfe. Deine lokalen Ansprechpartner*innen und deren Kontakt findest du auf der Website von der Roten Hilfe.

Denk auch daran unmittelbar nach dem Anquatschversuch ein Gedächtnisprotokoll anzufertigen und den Anquatschversuch öffentlich zu machen. Melde dich bei deinem lokalen Offenen Antifa Treffen und teile deiner Bezugsgruppe und deinem aktivistischen Umfeld davon mit.

Nach so einer emotional aufwühlenden Situation ist es wichtig, dass du mit Menschen darüber sprichst wie es dir geht und ob du irgendwo Unterstützung brauchst. Lasst uns als Bewegung wachsen und uns nicht einschüchtern lassen. Im Kollektiv sind wir stark!

 

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