Gegen die faschistoide Hegemonie in Hamburg - Geflüchtetencamp Schlachthofstraße abschaffen! Against the fascist hegemony in Hamburg - abolish the refugee camp Schlachthofstraße!
Im Hamburger Süden ist mit dem Geflüchtetencamp Schlachthofstraße ein Camp entstanden, in dem menschenverachtende Bedingungen vorherrschen und welches dazu dienlich ist, Menschen, die hier her geflüchtet sind, in großer Zahl zu sammeln. Wir fordern die Schließung des Camps.
In southern Hamburg, a refugee camp, the Schlachthofstraße-camp, with inhumane circumstances for the residents, was built. It only serves the purpose to collect refugees in a large number. We demand the closure of this camp.
English below
Bereits vor ein paar Jahren entstand im Stadtteil Harburg das Geflüchteten-Camp in der Schlachthofstraße. 500 Menschen leben hier gemeinsam auf einer engen Fläche, wobei sich zwischen 5 und 7 Personen einen Raum teilen. Dementsprechend ist es immer laut dort und die Insassen haben keinerlei Privatsphäre. Insassen haben davon berichtet, dass das normale Lautstärkeniveau vergleichbar mit dem Lautstärkeniveau in der Ankunfts-/Abflugshalle eines großen Flughafens ist.
Was das für Auswirkungen auf die Insassen hat, ist klar: Keine Privatsphäre, keinerlei Ruhe. Gerade für Kinder ist das überhaupt nicht gut, da die Bedingungen innerhalb des Camps die Entwicklung stören. So hat es negative Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit, da die Kinder ihre Hausaufgaben in den Bedingungen beispielsweise nicht machen können und alleine so dann schon einen Nachteil im ohnehin schon autoritären, repressiven und auch rassistischen deutschen Schulsystem haben.
Zudem gibt es in den Räumen auch keine Badezimmer, Toiletten stehen alle draußen. Wenn FLINTA* Personen also nachts auf Toilette gehen möchten, müssen sie alleine durch die Dunkelheit und, da natürlich auch in diesem Camp patriarchale Bedingungen vorherrschen, sind sie dieser Gefahr dadurch natürlich nochmal stärker ausgesetzt.
Aufgrund von diesen Bedingungen hat sich vor gut einem Jahr die Gruppe "Support Schlachthofstraße" gegründet, die mit verschiedenen Aktionen dafür kämpft, dass dieses menschenfeindliche Camp abgerissen wird. Die Protestformen waren dabei bereits vielfältig und haben beispielsweise bewirkt, dass die Behörden das Camp besucht haben - allerdings zu einem Zeitpunkt, als das Camp relativ leer war und der Lautstärkepegel dementsprechend anders war als sonst. Zudem durften die Insassen nicht mit den Behördenvertreter:innen sprechen und ihre Anliegen und Sorgen an diese herantragen!
Auch die Teilnahme an den Protestaktionen, die zunächst groß war, wurde den Insassen verwehrt. Sie dürften nicht teilnehmen, ansonsten könnte es negative Auswirkungen auf sie haben. Auch die Proteste wurden, natürlich, repressiv behandelt. Am 12. Oktober 2025 haben die Bullen eine Demonstration angegriffen, mit der Ausrede, dass die Aktivist:innen ja die Insassen des Camps angreifen wollten (ja ne, ist klar, merkt ihr selbst, oder Polizei Hamburg?!).
Auch gab es einen rassistischen Wächter der Elb-Security GmbH, der einer Person im Camp die Mitführung von Waffen angedichtet hat, obwohl er diese selber mitgebracht hat. Wir finden, dass so ein Nazi niemals mit Menschen arbeiten darf.
Und das Essen im Camp? Insassen beschreiben dies als "schlecht und ungenießbar". Da viele Menschen die rassistische Bezahlkarte haben, war das Essen der Firma "Le Royale" aber das einzige Essen, das sie bekommen konnten. Seit dem 01. Januar hat die Firma ABC Kochwerk GmbH das Essen im Camp übernommen, gut scheint deren Essen aber auch nicht zu sein.
Besitzer des Grundstücks ist übrigens die Aurelius Real Estate Service GmbH, der Vertrag hier wurde jüngst bis zum 30. September 2028 verlängert.
Was kann man also dagegen tun? Sicherlich kann man die zuständigen Behörden unter Druck setzen. Diese sind folgende:
- Behörde für Inneres und Sport (diese hat den Vertrag mit dem Grundstücksbesitzer gemacht)
- AöR F&W (die haben den Vertrag mit der Firma, die das Camp leitet, gemacht)
- DRK (Die Firma, die das Camp leitet)
- Stabstelle Flüchtlinge und übergreifende Aufgaben
- ELB-Security GmbH (Security bis 31. Dezember 2025, hier war der Rassist aktiv)
- proSicherheit GmbH (Security seitdem)
- ABC Kochwerk GmbH (Caterer seit dem 01.01.26, davor war das Le Royal)
Außerdem ist es erwünscht, über politische Allianzen zu versuchen, behördlich etwas zu bewirken. Die PdL hat hier bereits eine kleine Anfrage gestellt, wer also Kontakte zu der PdL in Hamburg hat, bitte mit einschalten.
Dezentrale Aktionen, Soli-Fotos, Soli-Texte, etc. sind ebenfalls erwünscht. Auch dann, wenn ihr nicht aus Hamburg kommt!
Fakt ist für uns: Dieses Camp der sozialen Ausgrenzung, Drangsalierung und Menschenfeindlichkeit muss weg! Egal, wie! Stattdessen brauchen wir eine antiautoritäre gesellschaftliche Struktur in Hamburg, in der sich jeder Mensch willkommen fühlt und nicht nur die weißen Kapitalisten, die die Fluchtursachen erst geschaffen haben! Nieder mit menschenfeindlichen Sammelcamps, der rassistischen Bezahlkarte und sämtlichen Formen der Deportation von Menschen!
Solidarität ist unsere Waffe, die Autonomie für jeden Menschen das Ziel!
Alerta!
Anarchistin aus Hamburg
English:
A few years ago, the refugee camp on Schlachthofstraße was established in the Harburg district. Around 500 people live together here in a very confined space, with between five and seven people sharing a single room. Accordingly, it is always loud, and the residents have no privacy whatsoever. People living there have reported that the normal noise level is comparable to that in the arrivals and departures hall of a large airport.
What this means for the residents is obvious: no privacy, no peace and quiet. This is especially harmful for children, as the conditions inside the camp interfere with their development. It has negative effects on their ability to concentrate, for example because they cannot do their homework under these conditions, putting them at a disadvantage in the already authoritarian, repressive, and also racist German school system.
In addition, there are no bathrooms in the rooms; all toilets are located outside. If FLINTA* people want to go to the toilet at night, they have to walk alone through the darkness, and since patriarchal conditions of course also prevail in this camp, they are exposed to even greater danger.
Because of these conditions, the group “Support Schlachthofstraße” was founded a little over a year ago. Through various actions, it fights for the demolition of this inhumane camp. The forms of protest have already been diverse and have, for example, led to the authorities visiting the camp—however, at a time when the camp was relatively empty and the noise level was therefore very different from usual. In addition, the residents were not allowed to speak with the representatives of the authorities and voice their concerns and worries.
Participation in the protest actions, which was initially high, was also denied to the residents. They were told they were not allowed to take part, otherwise there could be negative consequences for them. The protests themselves were, of course, treated repressively. On October 12, 2025, the cops attacked a demonstration, using the excuse that the activists supposedly wanted to attack the camp’s residents (yeah right, of course, Hamburg police...).
There was also a racist guard from Elb-Security GmbH who accused a person in the camp of carrying weapons, even though he himself had brought them. We believe that such a Nazi should never be allowed to work with people.
And the food in the camp? Residents describe it as “bad and inedible.” Since many people have the racist payment card, the food from the company “Le Royale” was the only food they could obtain. Since January 1, the company ABC Kochwerk GmbH has taken over catering in the camp—but their food does not seem to be any better either.
The owner of the property is Aurelius Real Estate Service GmbH, and the contract here was recently extended until September 30, 2028.
So what can be done? Certainly, pressure can be put on the responsible authorities. These are:
- Behörde für Inneres und Sport (they signed the contract with the landlord company)
- AöR F&W (they signed the contract with the camp operator company)
- DRK (the camp operator company)
- Stabstelle Flüchtlinge und übergreifende Aufgaben
- ELB-Security GmbH (Security until the 31. December 2025, the racist worked here)
- proSicherheit GmbH (Security since then)
- ABC Kochwerk GmbH (Caterer since the 01.01.26, Le Royal did it before)
In addition, it is desirable to try to achieve something through political alliances. The PdL has already submitted a minor inquiry here, so anyone who has contacts with the PdL in Hamburg should please involve them.
Decentralized actions, solidarity photos, solidarity texts, etc. are also welcome—even if you are not from Hamburg!
For us, the fact is this: This camp of social exclusion, harassment, and inhumanity must go! No matter how! Instead, we need an anti-authoritarian social structure in Hamburg in which every person feels welcome and not only the white capitalists who created the causes of flight in the first place! Down with inhumane mass camps, the racist payment card, and all forms of deportation of people!
Solidarity is our weapon; autonomy for every human being is the goal!
Alerta!
Anarchist from Hamburg
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