Aktion für Lebensmittelrettung
In Aachen wurde am 17.12.25 ein Banner an einer Netto-Filliale angebracht. Es zeigt den Schriftzug „ Netto: *Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung* Auch Netto: * Sabotiert Lebensmittelrettung*„ Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie Netto Lebensmittelrettung kriminalisiert und sabotiert, obwohl sie sich nicht scheuen sich öffentlich mit Kampagnen gegen Lebensmittelverschwendung aufgrund von „Supermarkt-Normen“ zu präsentieren.
Mit dieser Aktion schließen wir uns dem autonomen Advenzkalender aus Freiburg an und wollen zeigen, dass es auch in Aachen viel Bedarf an Umverteilung, Enteignung und zivil Courage gibt!
In Aachen wurde am 17.12.25 ein Banner an einer Netto-Filliale angebracht. Es zeigt den Schriftzug „ Netto: *Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung* Auch Netto: * Sabotiert Lebensmittelrettung*„ Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie Netto Lebensmittelrettung kriminalisiert und sabotiert, obwohl sie sich nicht scheuen sich öffentlich mit Kampagnen gegen Lebensmittelverschwendung aufgrund von „Supermarkt-Normen“ zu präsentieren.
Aber warum gehen Menschen überhaupt Containern? In Deutschland werden pro Tag etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Ein fünftel davon entsteht in der Weihnachtszeit. Gleichzeitig gibt es Menschen die auf jeden Euro achten müssen um am Ende des Monats sich noch das bare Minimum an Essen leisten zu können.
Das ist typisch für unser Gesellschaftssystem, den Kapitalismus. Denn statt Ressourcen nach Bedarf zu verteilen werden Ressourcen nach Kapital verteilt. Das heißt, dass einerseits, dass Mensch arbeiten muss um lebensnotwendige Dinge wie Essen sich leisten zu können, also das reine Recht zu Leben nicht ausreicht um auch wirklich Leben zu können. Und andererseits heißt das, dass Essen oder auch andere Ressourcen wie Klamotten oder andere Produkte wenn sie keinen Wert mehr erzeugen, weil sie nicht mehr verkauft werden können, lieber weggeschmissen und damit vergeudet werden, anstelle sie Menschen die die Dinge noch gebrauchen könnten zu überlassen.
Supermarktbesitzende argumentieren dabei oft, dass sie aus rechtlichen Gründen Essen nicht verschenken dürfen, insbesondere wenn es nicht mehr makellos ist, da sie sonst für gesundheitliche Folgen haftbar gemacht werden können. Aber wofür gibt es Foodsharing oder die Tafel? Diese Initiativen, insbesondere Foodsharing, hat sich genau diesem Problem angenommen. Dort können Supermärkte Essen legal und rechtlich abgesichert übergeben so dass es noch verwertet werden kann.
Trotzdem gibt es immer noch sehr viele Supermärkte die übrig gebliebenes Essen nicht, oder nur einen geringen Teil davon an Foodsharing geben. Zu diesen Läden gehört auch diese Netto-Filliale, die symbolisch für alle anderen Läden die Ressourcen verschwenden ausgewählt wurde.
Bisher wurde daher regelmäßig dort containert um rucksackweise Lebensmittel zu retten. Jetzt hat Netto aber den Zugang zu den Mülltonnen mit einem automatisch schließenden Tor versperrt, womit sie sich wieder aktiv gegen Lebensmittelrettung stellen!
Mit dieser Aktion schließen wir uns dem autonomen Advenzkalender aus Freiburg an und wollen zeigen, dass es auch in Aachen viel Bedarf an Umverteilung, Enteignung und zivil Courage gibt!
Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen
