Umgestaltung von plakatwaenden

Einige riesige Tourplakate der Deutschrockband Freiwild, einige der Bundewehr usw wurde Ziel unserer nächtlichen Verschönerung. Dabei beschmierten/zerstörten wir vor allem Plakatwände die für die leider Ausverkaufte Tour der Band Freiwild warben.

Da die Betreiber_in der Plakatwände nicht nur für Bands wie Freiwild sondern auch in sexistischer und Kapitalistischer Art und Weise für viele Unternehmen und die Bundeswehr wirbd die nur allzuhäufig Ziel unserer berechtigten Wut sind haben wir uns entschlossen den Angriff gegen sämmtliche Werbeflächen der Firma zu richten. Leider sind wir zu unkreativ für ein kunstvolles adbusting auch wenn wir diese Aktionsform mit verzücken verfolgen. Also bleibt uns nur noch dass versauen/zerstören dieser Werbeflächen.

 

Freiwild ist derzeit (eine der) populärsten Rockbands in Deutschland. Die Band aus dem Italienischen Südtirol versteht sich als deutsch, tritt als „Heimatverbunden“ und „patriotisch“ auf und grenzt sich (offiziell) von extrem rechten ab. Dennoch transportiert sie nationalistische und völkische Botschaften. Sie vertritt unter anderem den Standpunkt, dass Menschen über ihre Herkunft und Kultur untrennbar mit einer (Heimat-)Region verwurzelt seien, dass gesellschaftliche Zugehörigkeit und Teilhabe nur über die Identifizierung mit Glauben, Brauchtum und Traditionen einer Region stattfinden könne. Diese Positionen werden von den Fans, die sich überwiegend als nicht rechts verstehen, in der Regel als emotionales Empfinden jenseits des Politischen wahrgenommen. Der Erfolg Frei.Wild verband sich in Teilen der extremen Rechten ( z.B. bei der NPD und der Identitären Bewegung) mit der Erwartung, dass Jugendliche durch die Band den Weg in die „Bewegung“ finden würden.(vstkspl Ausgabe 2017)

 

Adbusting is not a crime

 

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