Alternative Anleitung zum Bau einer Hakenkralle

 

Die folgende Anleitung setzt sich aus zwei verschiedenen anderen Anleitungen zusammen, eine bei der man nur biegen und schweißen muss und einer anderen bei der man nur Teile zusammenschrauben muss. Ein bisschen Sägen muss man bei beiden. Die neue jetzt hier beschriebene Variante hat den Vorteil, dass man nicht Schweißen muss (ein vernünftiges Schweißgerät ist einfach auch teuer, an Strom gebunden und erfordert Skills). Außerdem ist diese Variante leichter, günstiger und stabiler als die Schraubvariante. Die Schweißvariante wäre noch leichter und je nach Schweißgerät vielleicht auch stabiler.

 

 

 

1. Warum wir uns für dieses Modell entschieden haben?

 

 

 

Die folgende Anleitung setzt sich aus zwei verschiedenen anderen Anleitungen zusammen, eine bei der man nur biegen und schweißen muss und einer anderen bei der man nur Teile zusammenschrauben muss. Ein bisschen Sägen muss man bei beiden. Die neue jetzt hier beschriebene Variante hat den Vorteil, dass man nicht Schweißen muss (ein vernünftiges Schweißgerät ist einfach auch teuer, an Strom gebunden und erfordert Skills). Außerdem ist diese Variante leichter, günstiger und stabiler als die Schraubvariante. Die Schweißvariante wäre noch leichter und je nach Schweißgerät vielleicht auch stabiler.

 

Der Nachteil der neuen Variante und der Schraubvariante ist allerdings, dass sich die Kralle beim Aufhängen auf der Oberleitung ungünstig verhaken kann. Da muss man dann ein bisschen vorsichtig sein. Gibt es einen leichten Zugang zu einem guten Schweißgerät und die Fähigkeiten dieses auch zu benutzen, dann empfiehlt sich wahrscheinlich am ehesten diese Variante.

 

Die Hauptidee der kombinierten Variante ist, dass der Korpus der Kralle gebogen wird und die restlichen Teile mit Schraubschellen dran geschraubt werden (anstatt geschweißt).

 

 

 

 

2. Was braucht man dafür?

 

Werkzeug:

 

- Schraubstock (sehr stabil)

 

- Metallsäge (oder Flex)

 

- Schraubenzieher

 

- stabiles Rohr zum biegen

 

- Schraubstockschutzding

 

- ggf Flexscheiben

 

 

 

Material:

 

- 1x Beton-Riffelstahl 1,4 cm x 1m (1,4 ist schon dick, aber sonst passen die Rohrschellen nicht drauf) (daraus wird das Hauptteil gebogen)

 

- 4x Rohrschelle ¼ Zoll mit Gewinde M8 (1x für die Aufhängung, 1x für die Schranke, je 1x für die beiden Stopper)

 

- ½ m Gewindestange M8 (25cm Aufhängung, 25cm Schranke, ggf 2x 3cm Stopper)  

 

- ggf Schrauben M8 (wenn man für die Stopper keine Gewindestange sägen möchte)

 

- ggf Klebeband (kann man immer gebrauchen ;) )

 

 

 

 

 

 

 

3. Wie wird die Hakenkralle gebaut?

 

 

 

Anmerkung: In dem Bild seht ihr eine geschweißte Hakenkralle, also nicht die Variante, die wir gebaut haben. Das Bild ist also nur zur Darstellung der Bestandteile gedacht.

 

 

 

Als erstes muss die Beton-Riffelstahl-Stange passend gebogen werden. Ungefähr auf der Hälfte wird eine 180° Biegung gebogen(A). Da diese Stange mit 1,4cm sehr stabil ist, wird man eine weitere Stange (am besten Vierkant und dickes Metall) brauchen. Die wird auf das zu biegende Ende gesetzt wird, damit die Hebelkraft größer ist. Der Schraubstock muss entsprechend stabil befestigt sein (um weniger Spuren zu hinterlassen benutzt man Schraubstockbacken, die später weggeschmissen werden).

 

Es sollte darauf geachtet werden, dass die beiden Enden unten nicht zu nah aneinander gebogen werden (je größer die Öffnung unten, desto einfacher ist es am Ende, die Oberleitung zu treffen). Sie dürfen aber auch nicht zu weit voneinander weg sein, da die Schranke, die beim aufhängen zufällt(B), von der einen Seite der Kralle zur anderen reichen muss, aber gleichzeitig oben noch Platz braucht, damit die Oberleitung durchrutschen kann. Das ganze Teil muss also höher als breit sein. Wenn ihr mit 1m Beton-Riffelstahl arbeitet empfiehlt es sich, die Öffnung ca 20cm breit zu machen.

 

Habt ihr diese große Biegung, braucht ihr an beiden Enden noch eine kleine Biegung, die Haken(C), die nach Anbringung in den Stromabnehmer greifen sollen. Liegt die Stange vor einem auf der Werkbank, müssen diese Biegungen später nach vorne zeigen. Hierbei kann man genauso vorgehen, wie bei der 1. Biegung. Die Haken müssen nicht ganz 180° gebogen werden.

 

 

An dieses Hauptstück werden nun noch eine Aufhängung(D) und die Schranke geschraubt. Davor hat man noch einmal die Chance, das Metallstück abzubrennen, wenn das Gefühl besteht dort doch Spuren hinterlassen zu haben (Fingerabdrücke bleiben allerdings trotzdem).

 

 

Für die Aufhängung wird in die Stahlgewindestange ein 90° Winkel gebogen. Dabei muss man darauf achten, das Gewinde selbst nicht zu beschädigen. Die eine Seite der gebogenen Stange sollte ca 4cm, die andere ca 20 cm lang sein. Die Stahlgewindestange lässt sich auch recht leicht mit einer Handmetallsäge zersägen.

 

Dann wird eine Rohrschelle an das Hauptstück geschraubt. Das Gewinde zeigt dabei nach außen. Dort wird dann das kurze Stück der gebogenen Gewindestange reingeschraubt. Die Aufhängung ist das einzige geschraubte Stück, an dem im Zweifel viel Belastung ist, sie sollte daher wirklich fest geschraubt sein.

 

 

Für die Schranke biegt man ein weiteres Stück der Gewindestange. Das kurze Stück kann kürzer als 4cm sein, solange das Gewinde am Ende nicht kaputt geht. Das lange Stück muss auf jedes Hauptstück einzeln angepasst werden. Es muss lang genug sein, dass es von einer Seite auf die andere reicht, aber kurz genug, dass, wenn es nach oben gedrückt wird die Oberleitung noch durch passt. Dann wird, ca 10-15 cm unter der Aufhängung, eine weitere Rohrschelle angebracht. Das Gewinde sollte zu der Seite zeigen, auf der nicht die Haken sind. Hier kann jetzt die zweite Gewindestange locker reingeschraubt werden. Es sollte so fest sein, dass es nicht aus dem Gewinde fällt, aber so locker, dass es sich frei nach unten schwingen kann. Dann braucht man noch 2 Stopper(E) für diese Schranke. Einer wird direkt gegenüber von der Rohrschelle für die Schranke angebracht. Dafür benutzt man noch zwei Rohrschellen und je ein kleines Stück der Gewindestange (oder alternativ passende Schraube). Der zweite Stopper wird über der Anbringung angebracht. Die Schranke befindet sich dann immer zwischen diesen beiden Stoppern.

 

 

 

 

 

 

Link zur nur geschraubten Hakenkralle: www.ecn.org/radikal/155/73.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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