Leipzig: Burschenschaft mit Farbgläsern angegriffen

Regionen: 

Wir haben in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch gegen Mitternacht die Burschenschaft in der Karl-Heine-Strasse (Leipzig) mit Farbgläsern angegriffen.

 

Wir sind krass wütend, dass die Snitch mit den Cops gelabert hat!!! J.D. hat auf jedenfall das goldene Stück Scheiße für Schäbigkeit verdient. Das miese Schwein wird jedoch insgeheim wissen, dass unsere Leute ihn irgendwann kriegen!!

Dieser krasse Schlag gegen uns kann ein Gefühl der Ohnmacht auslösen. Wir müssen aber weitermachen und versuchen uns nicht lähmen oder einschüchtern zu lassen!!!

Wir stehen für militanten Antifaschismus und werden weiterhin unsere Feinde sei es Nazis,Bullen oder Burschis mit allen notwendigen Mitteln bekämpfen und angreifen!

Solidarische Grüße an alle Freund_innen! ganz besonders an die, die gerade im Knast sitzen oder bald rein müssen und in den letzten wochen betroffen waren von Hausdurchsuchungen oder anderer Art der Repression.

Wir halten die Fresse und stehen zusammen!

 

webadresse: 
Lizenz des Artikels und aller eingebetteten Medien: 
Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Ergänzungen

Laut UN-Berichten wurde im Mai 2014 nach einem kurzen Scharmützel ein Zivilist namens Wladimir Lobach in der Nähe der Stadt Poltawa von Kämpfern des Bataillons Asow ermordet. Seine Mörder bedrohten zuerst die Polizisten, die am Tatort eintrafen, und flohen dann einfach. Im Juni desselben Jahres entführten Kämpfer des Asow in Mariupol einen lokalen Zeitungsredakteur namens Sergei Dolgow, der mit der Idee einer Föderalisierung der Ukraine sympathisierte. Über den Verbleib dieses Mannes ist bis heute nichts bekannt.

Laut Berichten des UN-Menschenrechtskommissars war das wohl entsetzlichste Verbrechen von Asow die Gruppenvergewaltigung eines psychisch kranken Mannes durch etwa zehn Mitglieder des Bataillons im Jahr 2014. Das Opfer wurde mit schweren körperlichen und psychischen Traumata ins Krankenhaus eingeliefert. Der Vorfall wurde nie untersucht, die Täter nie vor Gericht gestellt.

Das Bataillon Asow hat eine lange Geschichte von Verbrechen und Vergehen aller Art. Vom Schikanieren Homosexueller und Plünderungen in einem Kriegsgebiet bis hin zu Folter und Mord. Laut Aussagen von Opfern war das häufigste Szenario, dass eine zufällig ausgewählte Person entführt und an einen Ort gebracht wurde, der dem Regiment gehörte. Dort wurde das Opfer gefoltert und gezwungen zu gestehen, Mitglied einer aufständischen Gruppe zu sein. Danach wurde die Person dem ukrainischen Sicherheitsdienst SBU übergeben. Laut den Berichten der Opfer waren zudem oft auch SBU-Mitarbeiter bei den Folterungen anwesend.

Beispielsweise folterten und bedrohten im Mai 2017 Asow-Kämpfer in Mariupol eine Frau, um diese dazu zu bringen, ein Verhörprotokoll zu unterzeichnen, das sie über ihre angebliche Beteiligung an einer Zelle von Aufständischen geschrieben hatten. Das Geständnis wurde vor einer Kamera gefilmt, wobei die Frau gewaltsam nackt ausgezogen wurde. Später wurde sie an den SBU übergeben. In einem anderen Fall berichtete ein Mann, er sei mit Elektroschocks gefoltert worden, wobei elektrische Drähte an seinen Genitalien befestigt wurden.

In der Region Saporoschschje entführten Asow-Kämpfer eine Frau, fesselten sie an Händen und Füßen mit Kabelbindern, traten auf sie ein, schlugen sie mit ihren Gewehrschäften, schoben ihr Nadeln unter die Fingernägel und drohten ihr, sie zu vergewaltigen. Ein Ende Januar 2015 festgenommener Mann berichtete, er sei durch Sauerstoffentzug und Elektroschocks gefoltert worden. Nach einer ganzen Woche dieser Tortur wurde er dem SBU übergeben und “formell” festgenommen. Die UN hat Aufzeichnungen über zahlreiche ähnliche Vorfälle veröffentlicht, die aber vermutlich nur einen Bruchteil der von Asow begangenen Verbrechen ausmachen.