Berlin: Adbustings und andere Aktionen gegen AfD-Wahlkampfabschluss

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Gebustet und ausgebuht: So hatte die AfD sich ihre Wahlkampfabschlussparty sicher nicht vorgestellt. 300-400 Gegendemonstrant*innen machten diese lautstark zum Flop. "Braune Falschen trinken, nicht wählen!" Mit diesem Adbusting-Plakat begrüßten Aktive aus der Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) AfDler*innen bereits auf dem Weg zu ihrer Wahlkampfabschlussparty in Berlin-Charlottenburg. Mehrere antifaschistische Gruppen markierten den Platz bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag mit antifaschistischen Symbolen.

 

 

Braune Flaschen

 

Für die Adbustings verwendeten die Aktiven aus der Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) .a. Werbeplakate für Berliner Pilsener. Die Abbildung eines zufriedenen Kunden mit der typischen braunen Bierflasche in der Hand inspirierte die Aktivist*innen zu dem Slogan: „Braune Flaschen trinken, nicht wählen!“

 

 

Älter als dieses Radio

 

Auch Plakate des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) mussten für antifaschistische Parolen herhalten. Neben der Abbildung eines Radios steht nun: „AfD: Partei der Reichen. AFD wählen sowas von 1933! (älter als dieses Radio!)“ und „AfD: Partei für Reiche! AfD löst deine Probleme nicht!“

 

 

Graffiti

 

Andere Gruppen hinterließen Graffiti gegen die AFD auf dem Platz. „FCK AfD“ und FCK NZS“ stand in großen Buchstaben auf den Wänden der Pinkelbude. Weil das den Nazis na klar nicht zuzumuten ist, wurde dies vor Kundgebungsbeginn mit Mülltüten überklebt.

 

 

Sprühkreide

 

Auch den Slogan „Bunt statt Braun“ hinterließen Antifaschist*innen mittels Schablone und Sprühkreide auf dem Straßenpflaster rund um den Klausener Platz.

Leider hat hier irgendeine Frühaufsteher*in bereits am Morgen an vielen Stellen die Slogans ebenfalls übermalt.

 

 

Bunte Plakate

 

Ein Bündnis aus der Zivilgesellschaft hat von 14-17 Uhr eine Gegenkundgebung angemeldet. Das Motto: Alarm Stufe blau!

 

 

 

https://www.demokrateam.org/aktionen/alarmstufe-blau

 

 

Pünktlich um 14 Uhr waren 300-400 Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen und Plakaten am Start. Ihre Plakate waren sehr eindrucksvoll.

 

 

Gegenkundgebung

 

Mit Bühne, Redner*innen und Musik haben Kiez-Initiativen und demokratische Parteien ihr eigenes Programm gestaltet. Menschen von Initiativen aus dem Klausenerplatz Kiez und unterschiedliche Politiker*innen haben geredet.

 

 

Anwohner*innen positionieren sich

 

Auch in den Fenstern der anliegenden Häusern waren Regenbogenfahnen und Sprüche wie zum Beispiel: Liberte Egalite FCK AFD zu lesen.

 

 

CDUler stören...

 

Ganz am Ende kurz vor Schluss tauchten dann doch noch zwei CDUler auf. Sie hatten eine Sprühschablone und Lack-Sprühdosen dabei. Damit sprühten in provozierender Weise sie in Mitten der Gegenkundgebung den Slogan "Extremisten ausgrenzen. Am 20.9 CDU wählen!" auf das Straßenpflaster. Dazu filmten sie sich.

 

 

...und werden verhaftet!

 

Das Video ist ziemlich sicher ein Renner, denn die Beiden landeten mit der Aktion den Händen der Polizei: Festgehalten, durchsucht und abgeführt zur Belustigung der Umstehenden.

 

 

 

Die Aktion zeigt, wo die CDU und die sogenannten bürgerliche Mitte angesichts der Wahlerfolge der Nazis steht: Statt die AfD Wahlkampfabschlussparty zu nutzen, um klare Kannte gegen Rechts zu zeigen, versuchten die beiden CDUler lieber, Menschen, die sich gegen die AFD wehren, eine reinzutreten.

 

 

 

Super Tag

 

Die Kundgebung war ziemlich cool. Zu erleben, wie das Gebrabbel der Nazis einfach in Lärm untergeht, war sehr cool. Und auch zu erleben, wie viele sonderbare Gestalten da Nachts auftauchten, um auf unterschiedliche Art und Weise Unsinn zu stiften, war ein seltenes Erlebnis.

 

 

 

Hausdurchsuchung wegen Adbusting

 

An dieser Stelle möchten wir uns mit der Aktivist*in aus Oldenburg solidarisch erklären, wo die Cops am Montag, den 24.8.2026 Hausdurchsuchung gemacht haben, weil ihr vorgeworfen wird, Adbustings gemacht zu haben:

 

https://taz.de/Adbusting-Aktion-Razzia-in-Oldenburg-wegen-gefaelschter-Bahn-Plakate/!6207283/

 

 

 

Bundesverfassungsgericht: Hausdurchsuchungen wegen Adbusting illegal

 

Das zeigt mal wieder: Bei der deutschen Pozilei heißt es „legal? Illegal? Uns doch Scheißegal!“. Denn erst 2023 erklärte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe so Gaga-Hausdurchsuchungen für illegal. Wir wünschen den Betroffenen alles gute, und hoffen, dass ihr die Kraft und den Support habt, dagegen wie damals Frida und die Soligruppe plakativ vorzugehen. Falls nicht: → w2a@riseup.net

 

 

 

Save the date: Skillshare zu Adbusting, 4. - 6.12.2026

 

Du und deine Gang wollen auch Adbusting machen? Ihr wisst nicht wo ihr anfangen sollt? Kein Problem, wir machen zusammen mit dem Antimilitaristischen Aktionsnetzwerk (a2n) das Skillshare „Bundeswehr-Werbung busten!“ Das findet in Berlin vom Freitag, den 4. bis zum Sonntag, den 6. Dezember statt. Anmeldung unter w2a@riseup.net und alle Infos dazu hier:

 

https://antimil-aktionsnetzwerk.site36.net/2026/08/01/save-the-date-and-call-for-participation-skillshare-bundeswehr-werbung-busten-4-6-12-2026/?utm_source=chatgpt.com

 

 

 

Solidarität mit Noblogs.org!

 

Leider können wir den Text nicht auf unserem Blog tun. Denn der Blogbetreiber Noblogs hat den Edit-Zugriff ihre Seiten gesperrt. Der Grund dafür ist, das US-Außenverbrecher*in Mark Rubio den italienischen Blogbetreiber Autistici wegen der angeblichen Unterstützung von Antifa-Terrorismus auf die Sanktionsliste seinen Ministeriums gesetzt hat. Das finden wir sehr gemein. Liebe Leute von Autistici, wenn ihr mal einen Pennplatz in Berlin oder in einer anderen deutschen Stadt braucht: Bitte meldet euch gerne! → w2a@riseup.net

 

 

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