Einen Pedell gibt es immer

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"Anschlag" auf Rohde und Schwarz im Kontext der Welt

Einen Pedell gibt es immer München 2026 Einen Tag nach dem Antikriegstag, am 2. September A.D. 2026 werden zwei Personen verhaftet, sie sollen von einem Auto aus Brandsätze auf das Baustellengelände der Rüstungsfirma Rohde und Schwartz geworfen haben. Kaum Sachschaden, aber umfangreiche Ermittlungen auf höchster Ebene und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Höchststrafen. Ein Zeuge habe die beiden beobachtet. Sollte die Menschheit auch in sagen wir 100 Jahren weiter bestehen, was anbetracht der Rüstungs- und Tötungsunternehmen dieser Welt doch eher unwahrscheinlich ist und sollten dann einige oberschichtige „Parasiten“ (so nannte Clement Sozialhilfeempfänger) sogar den Klimawandel durch high tech auf ihren Super Yachten quasi als modern-faschistoider Arche Noah überstehen, dann würde man vielleicht eines Tages, eines späten Tages, die Geschichte umschreiben müssen. München 1943 Am 18. Februar A.D. 1943 verteilen die Geschwister Scholl im Lichthof der Münchner Universität Flugblätter gegen den Kriegswahnsinn der Nazis. Kaum Sachschaden, aber umfangreiche Ermittlungen auf höchster Ebene und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Höchststrafen. Ein Zeuge habe die beiden beobachtet. Es war der Pedell sprich Hausmeister der Universität und als Belohnung erhält er 3000 Reichsmark und ein Fest ihm zu ehren. Die Horde der NS-Studenten jubelt ihm zu, die Hitlergrüße überbieten sich. Heute können wir an die toten des Widerstands am Mahnmal gedenken und der Toten des Weltkriegs und des Naziüberfalls auf Polen am 1. September 1939, heute wäre es der „Antikriegstag“. Es stellt sich also stets und zwar stets die Frage, was Terrorismus und was Widerstand ist. Übrigens definitionsgemäß ist Terrorismus die Verbreitung von Schrecken, und zwar vor allem auf im eigentlichen Konflikt Unbeteiligte. Mit fallen da die NSU Morde ein, der Anschlag auf das Münchner Oktoberfest, die Explosion im Hauptbahnhof von Bologna. Man könnte auch fragen: Inwieweit ist ein Staat, der dies als stiller Teilhaber fördert, befeuert und natürlich false flag den Anderen zuzuschreiben versucht, ein terroristischer Staat? Man könnte fragen, inwieweit ein Bundeskanzler, der nicht widerspricht, wenn ein Präsident von der Auslöschung einer ganzen Zivilisation spricht, nicht angeklagt werden müsste wegen Unterstützung einer Terrorgruppe, und wenn diese Terrorgruppe Regierung der Vereinigten Staaten hieße. Ein paar Tage vorher verlautete, dass, wer kritische Infrastruktur angreift, damit den Staat angreift. Also wohlgemerkt, es geht mir hier nicht darum, wahllos jeden Angriff bedingungslos zu rechtfertigen. Aber mir fällt da so ein, dass, auch mit unserer Beteiligung und Federführung der USA die kritische Infrastruktur Kubas seit langem nicht nur angegriffen, sondern stillgelegt ist. Was beudetet, dass Menschen absichtlich verhungert werden. Nochmal: Menschen verhungern nicht, sondern wir verhungern die Menschen. Wie ist das zu werten? Ethisch? Völkerrechtlich? Und wie demgegenüber, dass zwei Menschen Flugblätter verteilen oder, wie gestern geschehen, zwei Menschen Brandsätze auf die Baustelle eines kriegsertüchtigenden Rüstungskonzerns. Nochmal: Der Sachschaden unerheblich, aber umfangreiche Ermittlungen auf höchster Ebene und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Höchststrafen. In welchem Staat leben wir? Keine Antworten, aber: Fragen eines lesenden Arbeiters … Und: Einen Pedell gibt es immer. Gottseidank löscht die Geschichte sein Angedenken.

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