Deutsche Antifaschisten unterstützen Protest gegen „Nazi-Festival“ in grenznahem Museum in Holland

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Die Essener VVN-BdA unterstützt Proteste gegen das Kriegsmuseum Overloon
nahe Venray bei der deutschen Grenze. Ende August veranstaltet das Museum
das „Eyewitness Festival“, bei dem rund 50 Sammler in Wehrmachts- und
andere Nazi-uniformen historische Szenen nachstellen.

Niederländische Organisationen äußern schwere Bedenken gegen das Event,
das sich auch speziell an Kinder richtet.
https://www.oorlogsmuseum.nl/de/events/eyewitness-event/kinder/?_gl=1*1x8uiz6*_up*MQ..*_ga*MTE5Njg3ODg0NS4xNzg3MzI5ODgz*_ga_6L2YYSZG6J*czE3ODczMjk4ODMkbzEkZzAkdDE3ODczMjk4ODMkajYwJGwwJGgxOTIzOTIyMzc3

 

Teil der Veranstaltung ist eine Verkaufsmesse für NS-Devotionalien. Dort
können NS-Symbole und Hakenkreuze erworben werden - auch neue - deren
Verkauf in Deutschland strafbar ist.

Die Kampagne wurde von der Arbeitsgruppe „Kein Gedenken an Nazis“ (Herdenk
Nazi's Niet) initiiert, die bereits erfolgreich Schließungen ähnlicher
Messen in Holland erwirkte. Die Arbeitsgruppe freut sich sehr über die
deutsche Unterstützung und ruft andere deutsche AFA-Gruppe dazu auf, es
ihr gleichzutu - Adresse: servicepress@deds.nl.

Kritiker bemängeln, das Museum verzichte konsequent auf Begriffe wie
„Nazi“ oder „Holocaust“ und bietet keine historische Erklärunge. Die
Arbeitsgruppe sieht darin eine in den Niederlanden seit 2024 strafbare
Holocaustleugnung und -verharmlosung. Zudem verstoße das Vorgehen gegen
Richtlinien des Niederländischen Museumsverbands.

Der deutsche Botschafter in Den Haag, dr. Nikolaus Meyer-Landrut,
kritisierte das Event bereits nach Aufforderung der Arbeitsgruppe [KOPIE
ANBEI]

Die spezialisierten Historiker Prof. Dr. Rob van der Laarse und Prof. Dr.
Kees Ribbens sprachen bezüglich früherer Festivals von einer
„Verherrlichung des Nationalsozialismus“.
https://www.historischnieuwsblad.nl/historici-over-evenement-met-duitse-tanks-en-hitler-beelden-dit-neigt-naar-nazi-verheerlijking/
(Niederländisch)

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Bisherige Unterstützung

Die HNN-Arbeitsgruppe erhielt zuvor Unterstützung unter anderem von:

  • der KZ-Gedenkstätte Dachau (Deutschland),
  • Oberrabbiner Jacobs aus Amersfoort,
  • Oberrabbiner Evers aus Düsseldorf,
  • dem Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem,
  • dem Comité International de Dachau in Paris (ehemaliger Vorsitzender Dietz de Loos),
  • der Fédération Internationale des Résistants (FIR) in Berlin,
  • der Vereinigung der Kinder von Widerstandskämpfern NL (einige Mitglieder),
  • verschiedenen AFA-Gruppen in den Niederlanden,
  • der BNNVARA-Sendung „Kassa!“ NL, einige VPRO-Sendungen

SEHE AUCH:
NY Times Magazine: 'Wo begräbt man ein Nazi?" - 27. März 2025 - darin
Interview mit Arthur Graaff
https://www.nytimes.com/de/2025/03/27/magazine/deutschland-volksbund-nazi.html

 

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