Demokonsens: Niemals alleine - Antifa in die Offensive!
Am Samstag, den 27.06.2026, gehen wir auf die Straße, weil ein Antifaschist von einem Fascho niedergestochen worden ist. Wir sind tief erschüttert und wütend und möchten unser Entsetzen und unsere Solidarität mit dem schwerst verletzten Genossen auf der Demo zum Ausdruck bringen. Dieser Angriff auf einen von uns ist der aktuelle Höhepunkt einer sich verschärfenden autoritären Wende und Faschisierung in unserer Stadt und darüber hinaus. Angriffe auf Frauen, Lesben, Inter-, Nichtbinäre, Trans-, und Agender-Personen, auf Queers, auf Geflüchtete, auf Menschen mit Migrationserfahrung, auf Menschen, die als solche gelesen werden und auf Linke nehmen zu. Wir verstehen die jüngste Gewalt als Ausdruck dessen und stellen uns dem laut und gemeinsam entgegen. Unsere Solidarität macht somit nicht an den Göttinger Stadtgrenzen halt, sondern gilt allen Antifaschist*innen und von rechter Gewalt Betroffenen.
In Anbetracht der ernsten Lage in der sich unser Genosse befindet wollen wir als zentrale Botschaft unsere Solidarität mit dem Antifaschisten und allen von rechter Gewalt Betroffenen und unsere Wut auf diese Verhältnisse, in denen wir immer mit so etwas rechnen müssen, ausdrücken. Wir möchten eigenständige oder andere Inhalte deshalb explizit nicht auf unserer Demo sehen. Die Demo soll nicht für eigene (parteipolitische) Zwecke instrumentalisiert oder vereinnahmt werden und sie ist auch nicht der Raum um innerlinke Konflikte auszutragen.
Wir halten uns im Sinne des Betroffenen und seines Umfeldes, an den Konsens, dass auf der Demo keine National-, Gebiets-, Partei-, Organisationsflaggen und -symbole zu sehen sind. Cops, Bundis und Burschis sind genauso unerwünscht. Antifa-Fahnen sind ausdrücklich gewollt. Wie auf allen linken Veranstaltungen in Göttingen hat das Institut für Demokratieforschung hier nichts zu suchen.
Die Demo soll ein sicherer, inklusiver und ermächtigender Raum sein. Wir dulden kein übergriffiges oder grenzüberschreitendes Verhalten - die Definitionsmacht liegt dabei bei den betroffenen Personen. Wir schauen, wo und wie wir uns am Wohlsten fühlen und achten gemeinsam aufeinander, gehen respektvoll miteinander um und schaffen einen Raum, in dem wir gemeinsam unser Entsetzen und unsere Wut austragen können. Wenn es wem nicht gut geht, wenden wir uns an unsere Genoss:innen, nicht an die Polizei.
Alkohol oder andere Drogen haben auf der Demo keinen Platz.
Alle Teilnehmenden sind für diesen Demo-Konsens verantwortlich und aufgerufen ihn durchzusetzen.
NIEMALS ALLEINE. ANTIFA IN DIE OFFENSIVE.
In Kurz:
Warum wir demonstrieren:
- Ein Antifaschist wurde von einem Fascho niedergestochen. Wir sind erschüttert und wütend.
- Angriffe von Rechts nehmen auch über die Göttinger Stadtgrenzen hinaus zu.
- Wir stellen uns dem laut und gemeinsam entgegen.
- Unsere Solidarität gilt unserem Genossen, allen Antifaschist*innen und von rechter Gewalt Betroffenen.
- Bringt Antifa-Fahnen mit.
- keine Instrumentalisierung für eigene Inhalte und Zwecke.
- kein Ort um innerlinke Konflikte auszutragen.
- National-, Gebiets-, Partei-, Organisationsflaggen und deren Symbole zuhause lassen.
- Wir demonstrieren zusammen; wir wollen keine innerlinken Konflikte austragen.
- Cops, Bundis, Burschis und das Institut für Demokratieforschung haben auf der Demo nichts zu suchen.
- Die Demo soll ein sicherer, inklusiver und ermächtigender Raum sein.
- Wir dulden kein übergriffiges oder grenzüberschreitendes Verhalten.
- Passt aufeinander auf. Schaut wo ihr euch wohl fühlt. Holt euch Hilfe von euren Genoss*innen.
- Sprecht nicht mit der Polizei.
- Alkohol oder andere Drogen haben auf der Demo keinen Platz.
- Alle sind für diesen Konsens verantwortlich und aufgerufen, ihn durchzusetzen.
NIEMALS ALLEINE. ANTIFA IN DIE OFFENSIVE.
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