Rüstungskonzern Thales in Koblenz angegriffen – #fight4Rojava – mehrere Autos niedergebrannt

 

Anlässlich des 11. Jahrestages der Befreiung von Kobane haben wir uns in der Nacht vom 26.1. auf den 27.1.2026 Zugang zum Betriebsgelände des Rüstungskonzerns Thales in der Fritz-Ludwig-Straße 1 in 56070 Koblenz verschafft. Mit Hilfe von Brandvorrichtungen haben wir mehrere Fahrzeuge den Flammen übergeben.

 

Als 8. größter Waffenexporteur weltweit profitiert Thales von zahlreichen Kriegen. Egal ob aktuell in der Ukraine, dem Angriffskrieg gegen die Revolution in Rojava oder dem Genozid in Palästina. Die Laseroptik von Thales ist Teil der Drohnen, die Rojava bombadieren, genauso wie Thales die Elektronik für viele der eingesetzten Panzer und Waffensysteme der Türkei liefert.

Der Thales-Standort in Koblenz gehört zum Geschäftsbereich Defence & Security Systems. Die Arbeit in Koblenz umfasst die Entwicklung und den Bau von militärischer Simulationstechnik und Überwachungsradarsysteme. Thales liefert 3D-Radare, Funkgeräte oder Satellitensysteme an verschiedene westliche Militärs. Durch diverse Tochterunternehmen und Joint-Ventures ist Thales an weiteren Rüstungsprojekten beteiligt. So beispielsweise an der Entwicklung eines neuen europäischen Kampfpanzers (Main Ground Combat Systems) gemeinsam mit Rheinmetall und KNDS. Im Zuge der „Zeitenwende“ hat Thales einen Auftrag über 1.5 Milliarden Euro für die Lieferung und Integration des Mission & Combat Systems der neuen deutschen Fregatten MKS180 bekommen. Damit ist Thales auch einer der Profiteure der aktuellen Aufrüstung und Militarisierung.

Seit nun mehr als einer Woche findet ein massiver Angriffskrieg gegen die Revolution in Rojava in Nordost-Syrien statt. Die islamistische syrische Übergangsregierung führt mit Unterstützung des türkischen Faschismus weitere Angriffe auf die Selbstverwaltung von Rojava durch. Dieser Angriff fing bereits in der ersten Januarwoche mit der Einnahme der kurdischen Viertel von Aleppo an und setzt sich in der aktuellen Offensive auf die gesamte Selbstverwaltung fort.

Bei diesem Angriff geht es darum, alle erkämpften Errungenschaften (Selbstverwaltung, Frauenrevolution und ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Ethnien) zu zerstören und Rojava komplett zu besetzen.

Die Existenz des revolutionären Projektes in Rojava steht auf dem Spiel.

Wir reihen unsere Aktion in die Kampagne #fight4Rojava ein.Wir schließen uns den Aufrufen zur Verteidigung der Revolution an und wollen mit unserer Aktion einen bescheidenen Beitrag dazu leisten.

 

Als Revolutionär:innen und Kommunist:innen aus der BRD ist es unsere Aufgabe den Krieg gegen die Rojava Revolution auch nach Deutschland zu tragen. Deutsche Unternehmen profitieren von diesem Krieg. Die BRD trägt Mitverantwortung für diesen Krieg. Sie sieht in Erdogans Türkei und der neuen Regierung unter Al-Jolani in Damaskus Verbündete und die Möglichkeit, die eigenen Interessen durchzusetzen. Dazu gehört die Möglichkeit, nach Syrien abschieben zu können, um die eigene innenpolitische Agenda umzusetzen. Aber auch die Frage über Einfluss und Zugriffsmöglichkeiten nach Westasien und auf die dortigen Ressourcen. Die Türkei wird seit Jahren finanziell unterstützt und aus Deutschland aufgerüstet. Ein Treffen der Regierung der BRD mit Al-Jolani war bereits für Mitte Januar angesetzt und verdeutlicht diese Zusammenarbeit nur. In den Medien findet der Angriff auf die Selbstverwaltung derweil ignoriert oder wird im Sinne der westlichen Interessen umgedeutet.

Die unterschiedlichen Staaten der NATO, allen voran die USA aber auch die BRD besitzen jedoch auch ganz grundsätzlich ein Interesse an der Zerschlagung der Revolution in Rojava. Diese hat in den vergangenen Jahren eine Strahlkraft auf die revolutionäre Bewegung weltweit dargestellt und ist damit eine Gefahr für die kapitalistische Herrschaftsordnung.

 

Die Zeit unsere Solidarität praktisch werden zu lassen ist jetzt. Auch wenn die Tage die wir aktuell erleben wahrscheinlich die dunkelsten Tage seit langem Sinn dürfen wir nicht verzagen. Heute ist keine Zeit zum Trauern. Wir müssen unsere Trauer in Wut verwandeln und die Feinde der Freiheit angreifen.

 

Gerade in diesen Momenten des Kampfes und der spontanen Bewegung können wir Erfahrungen sammeln, den revolutionären Kampf auch hier in Deutschland weiterzuentwickeln; können wir eine kämpfende Bewegung und in ihr organisierte Kräfte aufbauen, die eine strategische Orientierung auch auf eine Revolution in der BRD entwickeln können und dauerhaft daran arbeiten; können wir uns zu Militanten dieses revolutionären Prozesses entwickeln und revolutionäre Persönlichkeiten formen.

 

Unsere Grüße gehen raus an alle Genoss:innen, die aktuell mit der Waffe in der Hand die Revolution verteidigen. Grüße an Alle, die in Bakur und Bashur darauf warten nach Rojava zu gehen oder von dort aus Druck aufbauen. Grüße an Alle, die überall auf der Welt auf der Straße sind, um die Revolution in Rojava zu verteidigen. Ob im Herzen der Bestie hier in Deutschland, der Türkei oder Kurdistan. Es lebe die Revolution!

 

Dem deutschen Imperialismus in den Rücken fallen – Sozialismus erkämpfen!

 

Die Gefallenen sind unsterblich!

 

#Fight4Rojava

 

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