In Erinnerung an Aleyna – Gedenkplakette aufgehängt

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Am 10.01.2025 wurde Aleyna von einer flüchtigen Fitnessstudio-Bekanntschaft in ihrer Wohnung in Stuttgart-Ost ermordet. Das war ein Femizid. Ein Mord aus Besitz- und Machtansprüchen. Ein Mord an Aleyna, weil sie eine Frau ist.

Anlässlich des 1. Todestages haben wir eine Plakette in Erinnerung an Aleyna an ihrem Wohnhaus aufgehängt. Keine Femizid bleibt unbeantwortet!

 

 

 

 

Nur einen Tag vor ihrem Todestag hat das Gericht ein Urteil gesprochen: Mord aus niedrigen Beweggründen und eine lebenslängliche Haft für den Täter.Dieses Strafmaß ist keine Selbstverständlichkeit, wenn Femizide vor der deutschen Justiz behandelt werden. Häufig ist alleinig die Tatsache, dass der Täter der (Ex-) Partner ist, als mildernd. Das zeigt, wie tief patriarchale Verhältnisse in alle Ebenen der Gesellschaft hineinwirken. Auch in die Justiz.

Der Staat ist nicht darauf ausgelegt patriarchale Gewalt zu bekämpfen. Der Staat ist nicht darauf ausgelegt, patriarchale Gewalt zu bekämpfen. Er ist nicht in der Lage, die Spirale patriarchaler Gewalt zu erkennen und zu durchbrechen. Er ist Teil von ihr.

Mit dem Femizid an Aleyna bleibt der Schmerz und die Wut. Die Wut auf ein System das fast jeden Tag ein Leben einer Frau kostet und dem Wissen das dies kein Einzelfall ist. Aus diesem Schmerz und dieser Wut erwächst unser antipatriarchaler Kampf. Dieser bedeutet, uns gegen dieses patriarchal-kapitalistische System zu organisieren und gemeinsam für ein Ende des Patriarchats und für die Frauenrevolution einzustehen. Es bedeutet, die Erinnerung an Aleyna hoch zu halten und ihr das Versprechen zu geben, weiterhin gegen patriarchale Gewalt zu kämpfen.

Dabei denken wir auch besonders an die Frauenkämpferinnen der Revolution in Rojava, die in den vordersten Reihen die Revolution und die Frauenrevolution gegen reaktionäre und imperialistische Kräfte verteidigen. Mit dem Aufbau von Frauenstrukturen, Räten und eigenen Einheiten haben sie Mechanismen geschaffen, um Gewalt gegen Frauen zurückzudrängen und die Perspektive von Frauen ins Zentrum zu stellen.

Erinnern heißt kämpfen! Für jede Frau, die Gewalt erlebt, für jede kämpfende Schwester. Für die Frauenrevolution!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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