Feuer den Faschisten. Unsere Brandmauer gegen Rechts!

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Aus einem antifaschistischen Recherchetext von Ende 2024 (https://antifa-bremen.org) geht hervor, dass die Bremer Gaststätte „Pusdorper Leuchtturm“ in Woltmershausen seit mindestens 10 Jahren ein beliebter Treffpunkt und Veranstaltungsort organisierter Neonazis und Rechtsterroristen, Hells Angels und AfD-Politiker*innen ist. Sie veranstalteten Stammtische, Infoabende, Partys und Konzerte. Schluss damit!

 

 

 

Wir haben die Infrastruktur der Faschisten angegriffen. Letzte Nacht brannte es unter einem zu dem Lokal gehörenden Fahrzeug und im Eingangsbereich der Gaststätte. In der Polizeipresse steht, dass das Feuer nur das Lieferfahrzeug zerstört hat. Die Nachricht verstehen die Leuchtturm-Betreiber hoffentlich trotzdem.
Der Angriff ist auch eine Warnung an andere Lokale und Gaststätten: Wenn ihr eure Lokale den Faschisten zur Verfügung stellt, müsst ihr damit rechnen, dass wir euch auf die Pelle rücken. Egal ob es sich dabei um das klandestine Neonazikonzert mit Verbindung zum Rechtsterrorismus handelt oder ob es um den Stammtisch der AfD geht. Niemand kann euch dazu zwingen, eure Räume Faschisten zur Verfügung zu stellen – entscheidet ihr euch dennoch dafür, müsst ihr die Konsequenzen dafür tragen.
Wir vermuten, dass unsere Aktion in der Nachbar*innenschaft wahrscheinlich nicht so gut ankommen wird. Im Leuchtturm gehen die Leute nett Schnitzel essen und Bierchen trinken. Doch wenn hier über Jahre nach Feierabend Nazi-Veranstaltungen stattfinden, ist es in unseren Augen vor allem eins: ein Nazitreffpunkt. Wir wollen Faschisten nicht überzeugen. Wir wollen sie aus der Deckung holen und angreifen.
An die Leute aus dem Viertel: Erzählt euren Nachbar*innen von diesem Text. Wahrscheinlich wussten die wenigsten, was sich neben dem alltäglichen Betrieb im Pusdorper Leuchtturm abgespielt hat und in was für Strukturen euer Geld geflossen ist. Deswegen macht euch niemand einen Vorwurf.
Gleichgültigkeit ist in einer Zeit sich verstärkender autoritärer und rechter Zuspitzung keine Option mehr. Wer eine rechte Hegemonie verhindern will, muss sich jetzt den Rechten entgegen stellen. Niemand erwartet von euch, dass ihr dafür Brandsätze legt oder Faschisten niederstreckt. Es gibt viele Arten sich konsequent gegen Rechte zu engagieren, in allen Lebens- und gesellschaftlichen Bereichen, egal ob in der Nachbar*innenschaft, beim Familienfest, auf der Straße, bei der Arbeit oder in der Schule.
Ein Blick in die USA oder nach Italien kann dabei als ein düsteres Bild aus der Zukunft gelten. Es zeigt, wie schnell ein staatlicher Umbau von statten geht, sich eine faschistische Ideologie breit macht und Oppositionelle durch Repression und Gewalt zum Schweigen gebracht werden.
Wir können uns weder auf Parlamente noch den Staat und seine Institutionen verlassen. Wir können und müssen uns zunehmend auf uns, die Zivil- und Stadtgesellschaft verlassen. Und hier ist es wichtig, wie wir uns als Einzelpersonen und in unseren sozialen Bezügen positionieren und engagieren, denn eins steht fest: Die Welt wird sich vorerst (für die allermeisten) nicht zum besseren verändern.
Es scheint leicht, den rechten Scheinlösungen für die Krise des Neoliberalismus glauben zu schenken und sich einzureihen bei jenen, die nach unten treten, um ihre eigenen Schäfchen ins Trockenen zu bringen. Wir setzen aber lieber auf Solidarität und Verbundenheit, als auf völkische Gemeinschaft und Ausgrenzung. Gemeinsam mit unseren Mitstreiter*innen stellen wir uns der voranschreitenden Faschisierung entgegen und sabotieren sie gut wir können. Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln.
Grüße und Kraft gehen an diese Stelle an alle inhaftierten und untergetauchten Antifas im Budapest- und Antifa-Ost-Verfahren. Lasst euch nicht unterkriegen! Wir draußen lassen uns von der Repression nicht lähmen und führen unsere gemeinsamen Kämpfe fort.

 

 

 

 

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