Braunschweig: Plakataktion gegen die Wehrpflicht – „Du sollst an die Front, damit Rheinmetall kassiert!“
In Braunschweig haben Aktivist*innen des Autonomen Tat-Kollektivs (ATK) zu Beginn der Woche mit einer großflächigen Plakataktion gegen Krieg, Wehrpflicht und Militarisierung protestiert. Die Poster richtensich gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht und gegen die zunehmende Präsenz der Rüstungsindustrie in der Region. Besonders kritisiert wird die Ansiedlung von Rheinmetall am Forschungsflughafen Braunschweig-Wolfsburg sowie militärnahe Forschung an der TU Braunschweig. Die Aktion versteht sich als deutlicher Einspruch gegen Kriegslogik und Aufrüstung – und als Appell, die Debatte über Militarisierung aus der politischen Bühne zurück auf die Straße zu holen.
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Am Anfang der Woche sind in Braunschweig zahlreiche Plakate der autonomen Gruppe ATK (Autonomes Tat.Kollektiv) aufgetaucht. In der ganzen Stadt wurden Schockbilder mit deutlichen Botschaften gegen Krieg und Militarisierung angebracht. Zu lesen sind Slogans wie Krieg füllt Gräber, keine Mägen“ oder „Panzer fahren macht Spaß, bis du drin sitzt, wenn er brennt“. Auf allen Postern prangen die Aufrufe „Kriegsdienst verweigern jetzt!“ und „Niemand muss dienen!“
Die Aktion richtet sich klar gegen die aktuelle Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Während Regierung und Militär die Rückkehr zur „Dienstpflicht“ als Beitrag zur Sicherheit verkaufen, machen die Plakate deutlich, was Krieg wirklich bedeutet: Leid und Terror, um Profite für die Rüstungsindustrie zu erwirtschaften. Die Botschaft der Aktion ist eindeutig: Menschen sind kein Kanonenfutter.
Zugleich nehmen die Plakate Bezug auf die zunehmende Militarisierung in der Region. Mit der Ansiedlung von Rheinmetall am Forschungsflughafen Braunschweig-Wolfsburg und sicherheitsrelevanten Forschungsprojekten an der TU Braunschweig wächst die Verflechtung zwischen ziviler Wissenschaft und militärischer Nutzung. Aus Sicht vieler Kritiker*innen droht Braunschweig damit, zu einem stillen Rüstungsstandort zu werden.
Die Plakataktion versteht sich als Intervention in diesen Trend – als lauter, unübersehbarer Einspruch gegen die Normalisierung von Krieg und Aufrüstung. Statt jungen Menschen Pflichtrhetorik und Kriegslogik aufzuzwingen, so der Tenor, brauche es Perspektiven jenseits des Militärs: soziale Sicherheit, Bildung, zivile Dienste und eine klare Absage an Kriegsprofiteure.
Das Ziel der Aktion ist klar: Die Diskussion über Krieg, Pflicht und Profit dahin zu bringen, wo sie hingehört – auf die Straße.
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