Silvester zum Knast: Spaziergang und Repression

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In der Silvesternacht 2022/23 fand unter dem Motto „Freiheit für alle Gefangenen“ der traditionelle Spaziergang um den Knast in Bremen Oslebshausen statt. Das Wetter war richtig beschissen und trotzdem spazierten etwa 30 Menschen.

In den letzten beiden Jahren war der Spaziergang bedingt durch Corona-Auflagen ausnahmsweise angemeldet – für dieses Jahr wurde wieder unangemeldet aufgerufen.

Die Cops waren von Anfang an mit einem enormen Aufgebot am Start, auf Stress aus und filmten viel. Der Spaziergang setzte sich lautstark und entschlossen in Bewegung, trotz mehrfacher Versuche der Cops eine Versammlungsleitung auszumachen und den Spaziergang nicht los laufen zu lassen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen den Spaziergang aufzuhalten, stoppten die Cops nach dem ersten Redebeitrag die Leute an einer engen Stelle. Weiterhin konnte keine Versammlungsleitung ausgemacht werden, woraufhin die Cops Auflagen verkündeten (keine Waffen, kein Feuerwerk, Abstand zur Knastmauer…) und der Spaziergang fortgesetzt wurde.

Scheinbar wurden aufgrund des andauernd repressiven Auftretens der Cops, v.a. Wanderkessel, Filmen, Zahlenverhältnis, keine weiteren Redebeiträge mehr gehalten. Dennoch erreichten die Rufe und Parolen Leute im Knast und es waren vereinzelt Antworten zu vernehmen.

Nach dem Zerstreuen der Menge zogen die Cops willkürlich eine Person auf ihrem Heimweg raus und nahmen mit dem Vorwurf der Leitung einer nicht-angemeldeten Versammlung die Personalien auf.

Getroffen hat es eine*, gemeint sind wir alle!

Never trust a cop!

Wir kommen wieder – bis alle frei sind!

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