Großbrand bei der Firma Boels in Willich

Bei einem Großbrand ist in der Nacht zu Montag eine Lagerhalle der niederländischen Verleih-Firma Boels im Willicher Gewerbegebiet Münchheide zerstört worden. Zeitgleich brannten wenige hundert Meter weiter Dämmstoffe auf zwei Arbeitsbühnen der Firma Gardemann.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizei in Mönchengladbach hat Ermittlungen aufgenommen. Denn eine Brandstiftung im Zusammenhang mit der laufenden Räumung des Hambacher Forstes kann nicht ausgeschlossen werden. Auch dort waren schon Geräte von Boels im Einsatz. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte eine Polizeisprecherin.

Gegen 23.30 Uhr war der Löschzug Willich alarmiert worden. Flammen schlugen zu dieser Zeit schon aus dem Dach der 1200-Quadratmeter-Halle, in der Verleihmaschinen abgestellt waren. Eine Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Bereiche des Gebäudekomplexes konnte verhindert werden. Das Hallendach im Bereich des Brandherdes war bereits frühzeitig eingestürzt. Da ein Betreten für die Wehrleute zu gefährlich war, wurde der vom Brand betroffene Hallenbereich von außen mit Schaum eingedeckt.
Ein Fahrzeug musste während der Löscharbeiten abgezogen werden, um auf einem anderen Firmenhof die Flammen an den beiden Arbeitsbühnen zu ersticken. Der Einsatz, an dem rund 150 Feuerwehrkräfte beteiligt waren, zog sich bis gegen 7 Uhr hin. Verletzt wurde niemand. Es entstand hoher Sachschaden. Die Brandursachen sind noch unklar. Eine Begehung der Lagerhalle ist auch für die Kripo aus Sicherheitsgründen noch nicht möglich.

Gestern Nachmittag teilte die Firma Boels mit, ihre Maschinen aus dem Hambacher Forst zurückzuziehen, da die Sicherheit ihrer Mitarbeiter nicht mehr gewährleistet sei.

Am 19.9. hatte bereits die Firma Gerken ihre Geräte aus dem Hambacher Forst abgezogen: «Da auch wir mit der Vorgehensweise im Hambacher Forst absolut nicht einverstanden waren und sind und wir auch den Einsatz unserer Bühnen dort nicht weiter rechtfertigen können, haben wir heute beschlossen, dass wir unsere Geräte dort stilllegen», schrieb die Gerken-Geschäftsleitung.

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