Nationale Demo - Smash Imperialism - 11. Oktober

<p><strong>Bewegung 11. Oktober</strong></p>
<p>Der Imperialismus hat seine Transformation in eine neue Phase begonnen. Die Hegemonie des von den USA angeführten imperialistischen Blocks läutet ihr eigenes Ende ein. Dies zeigt sich – um nur einige Beispiele zu nennen – in eskalierenden Angriffskriegen (Iran), Genoziden (Palästina, Sudan) und Ressourcenkriegen (Kongo). Ebenso werden im Stellvertreterkrieg zwischen der NATO und Russland in der Ukraine abertausende Leben von oftmals zwangsrekrutierten Arbeiter:innen für europäische und US-Interessen geopfert. Andernorts bestrebt das US-Imperium – wie sich in Kuba und Venezuela in äusserster Brutalität zeigt – verstärkt den absoluten Machtanspruch auf Lateinamerika, in US-Perspektive als eigene Einflusszone angesehen, auch "backyard" genannt.</p>
<p>Aus Angst unterzugehen, schlägt die Bestie wild um sich. Die materielle Übermacht schwindet immer mehr und der Hauptkonkurrent China – und damit auch viele Verbündete der Volksrepublik – gewinnt an globalem Einfluss. Die Kapitalist:innen schüren Krise um Krise: Sei es der unmittelbar bevorstehende Klimakollaps, die Faschisierung der westlichen Staaten, die zunehmende Überwachung durch KI und die aggressive Umverteilung von unten nach oben.</p>
<p>Die Lügen der herrschenden Klasse werden immer offensichtlicher. Sie versuchen uns für dumm zu verkaufen, indem sie uns erzählen, in Gaza gäbe es einen Waffenstillstand. Indem sie legitimen und notwendigen Widerstand als "Terrorismus" deklarieren. Indem sie Palästina als "Israel" bezeichnen. Damit versuchen sie den Status Quo aufrechtzuerhalten: Eine weisse Vorherrschaft, die es ihnen erlaubt, ungebremst Kapital anzuhäufen und ihr Territorium gewaltsam zu erweitern.</p>
<p>Im Kongo fördern multinationale Konzerne im Dienste westlicher Mächte seit über 30 Jahren Genozid, um das Land im Chaos versinken zu lassen. Durch aktive Destabilisierung lassen sich die Ressourcen leichter abbauen und das Land ausbeuten. Dasselbe geschieht im Sudan, wo ein sogenannter "Bürgerkrieg" befeuert wird, um die zahlreichen Bodenschätze auszubeuten.</p>
<p>Dies sind nur einige wenige Beispiele von zu vielen, die aufzeigen, dass Millionen von Menschenleben (vor allem Schwarzes und Braunes Leben) den Herrschenden scheissegal sind. Was zählt, sind kurzfristige Gewinne. Alles auf Kosten von Mensch und Natur.</p>
<p>Das US-Imperium agiert dabei mit einer militärischen Gewalt und einer Grösse, die alle bisherigen Ausmasse übersteigt. Weiter ist das US-Militär der mit Abstand grösste Einzelverbraucher fossiler Brennstoffe und damit der grösste Umweltverschmutzer der Welt.</p>
<p>Unsere individuellen Initiativen, die Umwelt zu schützen und zu respektieren, verenden im Angesicht der wütenden Bestie in völliger Bedeutungslosigkeit. Doch der Fokus auf individuelles Konsumverhalten offenbart einen tieferliegenden Mechanismus: Nachhaltiges Verhalten wird zum Massstab erhoben und wer davon abweicht, wird verurteilt. Die Logik dahinter: "Divide and rule"</p>
<p>So wird unser Fokus und unsere Energie auf die gegenseitige Kontrolle gelegt, anstatt die Tausenden von Bomben zu stoppen, die Mensch und Natur komplett zerstören. Symptombekämpfung wird als Lösung hochstilisiert; wertvolle Zeit, die wir im Kampf für Klimagerechtigkeit brauchen könnten, geht verloren.</p>
<p>Wir müssen endlich verstehen: Der Kampf gegen die globale Kriegsmaschinerie und der Kampf für Klimagerechtigkeit ist ein und derselbe Kampf!</p>
<p>Die bürgerliche Demokratie möchte uns klarmachen, dass wir mittels Abstimmungen etwas verändern können und verkauft uns, dass wir mit unserem individuellen Konsumverhalten die Natur "retten können". Demokratie gibt uns zu verstehen: "Alle Menschen sind gleich". Doch wenn wir genauer hinschauen, verstehen wir die bürgerliche Demokratie als Teil des Problems. Denn auch sie ist nur ein Mittel, das Volk zu unterdrücken und eines freien Lebens zu berauben und somit die Kapitalinteressen der herschenden Klasse zu befriedigen. Unter dem Vorwand der "Demokratsierung" (eigentlich "Zivilisierung") werden seit jeher Länder angegriffen, Überausbeutung legitimiert und Proteste gewaltsam niedergeschlagen. Die Aussengrenzen werden aufgerüstet, Menschen illegalisiert. Militarisierung und Aufrüstung wird auf Kosten der Gesundheit und Bildung vorangetrieben. Faschistoides Gedankengut schiesst wie Pilze aus dem Boden und zeigt sich in Form von Parteien, in Gesetzesvorlagen, in medialer Hetze, oder dem Antifa-Verbot. Der Diskurs wird mithilfe von liberalen Parteien schrittweise gegen rechts verschoben. Wir steuern direkt in einen Krieg, der sich gegen Aussen durch die zunehmende militärische Gewalt zeigt und gegen Innen durch eine zunehmende Autoritarisierung.</p>
<p>Wir müssen endlich verstehen: Faschisierung ist eine Notwendigkeit in Krieg und Krise. Die bürgerliche Demokratie und der Faschismus gehen Hand in Hand.</p>
<p>Wir leben in einer Epoche, in der sich der Kapitalismus wieder faschisiert. Unter dem Vorwand der Verteidigung westlicher Werte wird die Kriegsmaschinerie aufgefahren. Sündenböcke wie Russland, China und Iran zu konstruieren, spielt dabei eine zentrale Rolle. Durch diese Feindlogik schüren die Herrschenden Ängste, verhindern, dass man sie als die wahren Verantwortlichen für diese Probleme erkennt und stellen so im Inland Einigkeit her. Dadurch versucht die herrschende Klasse uns - das Volk - zu spalten. Ihre Strategie auch hier: "divide and rule".</p>
<p>Doch ihre imperialistischen Märchen werden immer wie durchschaubarer. Unser Feind liegt in keinem Schützengraben. Er sitzt nicht arbeitslos zu Hause und er ist auf keinen Fall derjenige, der vor Krieg, Hunger oder Elend flüchtet. Unser Feind sitzt in den Banken, in den Regierungsgebäuden und in den Führungsetagen der Milliardenkonzerne.</p>
<p>Anhand dieser Spaltung werden staatliche Massnahmen wie das Entlastungspaket 2027 ohne nennenswerten Widerstand durchgewunken. Im Namen der "Verteidigungsfähigkeit" werden Milliarden für das Militär gesprochen und Millionen auf dem Rücken der arbeitenden Klasse gespart. Wer davon profitiert? Der industriell-militärische Komplex: Rüstungsfirmen, Banken, Versicherungen, Pensionskassen. Sie alle investieren in die Kriegs- und Aufrüstungsmaschinierie. Hinter Krieg und Krise steht das Kapital.</p>
<p>Seit 101 Jahren sind Palästinenser*innen im Widerstand gegen die zionistische Kolonisierung. Der Genozid in Gaza jährt sich diesen Oktober zum dritten Mal. In El Obeid im Sudan droht sich ein ähnliches Massaker an, wie es in El Fasher passiert ist, als innert zwei Tagen tausende Zivilist*innen umgebracht wurden. Unsere Regierung hat das Entlastungspaket 27 angenommen: Dies bedeutet<br class='autobr' />
weniger Geld für alle, höhere Studiengebühren, kaum Forschungsgelder, viel Geld fürs Militär. Unsere Welt steht in Flammen. Der Schweiss auf unserer Stirn; der sanfteste Ausdruck des Klimakollaps. Über dem Pazifik braut sich mit dem el Niño ein Monster zusammen. Millionen von Menschen sind auf der Flucht oder werden getötet durch Genozid, Krieg oder die Klimakrise.</p>
<p>Das alles und so viel mehr passiert vor unseren Augen, doch staatliche Institutionen und Regierungen tun nichts. Im Gegenteil: Sie und Konzerne profitieren von diesen Krisen, machen Profite in einer Höhe, wie sie noch nie dagewesen waren. Dagegen hilft auch kein linker Reformismus, denn hier kann nichts repariert werden. Das System, in dem wir leben, soll genauso<br class='autobr' />
funktionieren: Wir leben im Kapitalismus und dieser nährt sich von Krisen.</p>
<p>Doch wir stehen dem nicht ohnmächtig entgegen! Wir lassen uns nicht unterkriegen. Mit noch viel mehr Kraft und Energie und neuen, kreativen Strategien, nehmen wir uns am 11. Oktober laut und kämpferisch die Strassen Berns. Wir alle werden Widerstand leisten! So wie das unsere Geschwister in Falastin, Kongo, in der West-Sahara, im Sudan, in Sápmi, Mapu, Turtle Island, Abya Yala, Alkebulan, Kashmir, Tamil eelam, Myanmar, Venezuela, Cuba, Beirut, Rojava und an so vielen Orten an so vielen Orten auf der Welt längstens tun: Sie haben keine andere Wahl, als ihre anarchistischen, sozialistischen, ökologischen und feministischen Lebensformen mit ihrem Leben zu verteidigen. Und das alles unter militärischem Beschuss der tollwütigen imperialistischen Bestie.</p>
<p>Für eine Bewegung der Massen, die die Flammen der Revolution auf unsere Strassen trägt! Denn nur eine vereinte solidarische Bewegung kann das kapitalistische System stürzen!</p>
<p><strong>Weil wir ihre Sicht auf die Welt verachten und ihre Macht allen verteilt gehört!</strong></p>
<p><strong>Weil wir nicht für ihren Profit in die Schützengräben liegen werden!</strong></p>
<p><strong>Weil wir erst frei sein werden, wenn alle frei sind!</strong></p>
<p><strong>Power to the People - Krieg dem Krieg</strong></p>
<p><strong>Am 11. Oktober um 15:00Uhr </strong></p>
<p><strong>Bern</strong></p>
<p><strong>Rosengarten - Al-Quds - Block Eigerplatz - El Obeid - Block Bühlplatz - El Aaiún - Velodemo </strong></p>
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Mittwoch, September 30, 2026 - 08:42