[PI] Graffitis gegen Wehrpflicht an Pinneberger Schulen

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Die deutschen Kriegsvorbereitungen sind im vollen Gange. Nie dar gewesene Aufrüstungsoffensiven; die Einschwörung der Bevölkerung auf den Feind von außen durch Hetze und aggressiver Kriegsrhetorik; großangelegte NATO-Manöver, die den Krieg Richtung Osten planen; sowie eine umfangreiche Militarisierung nach Innen mit all den notwendigen Schritten, um dem erklärten Ziel der militärischen Führungsrolle in Europa näher zu kommen.

 

Kriegstüchtigkeit wird zur Maxime der Herrschenden. Dafür soll schon jetzt die Jugend verlockt und diszipliniert werden, um sich zukünftig für die deutschen Wirtschafts- und Machtinteressen verheizen zu lassen. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht ist vorbereitet und nimmt konkretere Formen an. In den vergangenen Wochen wurde bekannt, dass die Zwangsmusterungen schon jetzt umgesetzt werden sollen. Neben diesem unmittelbaren Zwang läuft die Werbetrommel der Bundeswehr auf Hochtouren: Stadtbilder, Werbeoffensiven auf Social Media, Auftritte in Schulen und bei nahezu allen Jobmessen. Verlockende Angebote in Zeiten der allgemeinen Perspektivlosigkeit und Zukunftsängste kommen als attraktive Aussichten passend daher. Erst das Zuckerbrot, dann die Peitsche.

Doch das die Jugend sich nicht so einfach vor den Karren spannen lässt, hat sie in den vergangenen Monaten deutlich gemacht. Die zahlreichen nicht beantworteten Musterungsfragebogen, aber viel mehr noch die zehntausenden Schüler:innen auf den Straßen bei den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht waren ein Moment der Politisierung und der praktischen Erfahrungen im Kampf um ihre Zukunft. Das vielerorts die Frage nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht immer verbunden war mit anderen Fragen der Kriegsvorbereitungen, das sich die Schüler:innen auch nicht von Repression und drohenden Disziplinarmaßnahmen einschüchtern lassen haben, hat eine besondere Qualität an die es anzuknüpfen gilt.

Diesen Freitag war wieder Streiktag, wir haben dies zum Anlass genommen Schulen im Kreis Pinneberg zu besuchen, um dort einige Grüße an die streikenden Schüler:innen zu hinterlassen. Organisieren wir den Widerstand von unten, gegen ihre Kriege von oben.

Krieg dem Krieg und Merz leck Eier!

 

 

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