(marburg) Jonathan Götzl im Wohnumfeld seiner Eltern geoutet
Sie nennen ihn Göbbels!
Jonathan Götzl, ein Neonazi aus Kleinseelheim
Folgenden Flyer haben wir vergangene Nacht großflächig in Kleinseelheim und Kirchhain verteilt
Liebe Nachbarn,
ich schreibe euch diesen Brief, weil ich mir wirklich Sorgen um unsere schöne Gemeinde Kirchhain und dessen Ruf mache! Zur AfD hier in Marburg-Biedenkopf kommen immer mehr Menschen. Manche von ihnen kommen von der Uni, andere aus unseren kleinen Nachbarorten. Besonders unsere Gemeinde Kirchhain ist da in Gefahr.
Mein Sohn hat mir letztens ein Online-Post von diesem Hadi Riedel geschickt, der für die AfD Kirchhain in der Stadtverordnetenversammlung sitzt. Dort fordert er unter anderem, das Asylrecht abzuschaffen, welches eine Konsequenz aus der NS-Zeit war.
Dies hat mich veranlasst, mal ein wenig genauer auf die AfD hier vor Ort zu schauen, denn, wie viele von euch bestimmt bestätigen können, bekommen diese Halunken selbst in unserem beschaulichen Kirchhain immer größeren Einfluss.
Die AfD wird hier im Kreis von einem Herrn namens Julian Schmidt wie ein Familienunternehmen geführt, unterstützt von einigen Verwandten. Dazu kommen noch enge Verbindungen zu den Marburger Problemburschenschaften, über die man ja auch einige schaurige Geschichten im Internet lesen kann. Selbst junge Burschen, die sich in diesen Burschenschaften rumtreiben, lassen sich hier in der AfD wiederfinden. Ein besonders besorgniserregendes Beispiel ist ein junger Mann aus Kirchhain, Jonathan Götzl. Seine Eltern sollten vielen von uns ja bekannt sein.
Bei der Kommunalwahl hat die AfD in Kirchhain erschreckend hohe Zahlen bekommen: 20,3 Prozent bei der Kreistagswahl und 18,4 Prozent bei der Stadtverordnetenwahl. Das bedeutet, dass sieben ihrer Leute nun in unser Stadtparlament eingezogen sind: Martina Bast, Lars Happel, Gerdi Ludwig, Hadi Riedel, Hans Joachim Roggenbuck, Günter Schrantz, Milan Vasko.
Besonders bekümmert mich, dass Herr Lars Happel als Antisemit und Verschwörungstheoretiker ins Stadtparlament kommt. Im Internet behauptet er: „Bitte Leute, lasst euch doch nicht verarschen. Das waren einfach wieder ein paar Mossad-Agenten, die einen auf Hisbollah machen wollten, wie am 7. Oktober… Das einzige Terror-Regime im Nahen Osten ist Israel“. Er behauptet somit, dass die israelische Regierung den größten Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust selbst begangen habe. Das kam sogar bei der Hessenschau im Radio!
Ebenso schrieb er im März 2025 auf Twitter bezogen auf Corona bzw. über die Entwicklung des Impfstoffes: „Es war ein Projekt am Menschen. Millionen Menschen wurden geopfert und noch schlimmer. Mit ihrem Tod und den folgenden Krebsbehandlungen wurde und wird weiterhin Geld verdient. Billionen. Diese Mörder und korrupten Politiker gehören alle in den Knast.“
Nochmal zurück zu Jonathan Götzl. Er studiert Politikwissenschaften in Marburg und ist Mitglied der Marburger Burschenschaft Germania. Außerdem ist er aktiv in der AfD, sitzt in der Stadtverordnetenversammlung und im Kreistag und ist stellvertretender hessischer Schatzmeister der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“. Meine lieben Nachbarn, diese Marburger Burschenschaft Germania ist kein harmloser Studentenverein. Dort nennen sie den Jonathan Göbbels. Das sind Nazis!!!! Sie bildet junge Männer gezielt nach rechten Idealen aus, lädt sogar Holocaust-Leugner und Neonazis ein und sorgt dafür, dass menschenverachtende Ideen weitergetragen werden. Es gab sogar gewalttätige Übergriffe auf andere Verbindungen in Marburg – Worte wie „Judensau“ und „Dich sollte man vergasen“ wurden gerufen, Menschen wurden verletzt.
Von solchen Schauergeschichten aus Marburg hat man in den letzten Jahren ja schon öfters mal gehört. Dass der junge Götzl dabei ist, den viele von uns schon seit klein auf kennen, bereitet mir große Sorgen um unser Zusammenleben. Aber nicht nur er sollte uns Sorgen machen, sondern die ganze Entwicklung der hier ansässigen AfD. Wir müssen als Gemeinschaft wieder zusammenrücken und etwas gegen diese Entwicklung unternehmen.
Eine besorgte Nachbarin.
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