[SAW] „Jugendkollektiv": Wie man eine Stalino-Sekte gründet

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Erst Angriffe auf Antifa-Strukturen, jetzt Lesekreis für die Diktatur im Kleinen: Das „Jugendkollektiv Salzwedel“ (Sachsen-Anhalt) will zur Stalino-Politsekte mit hörigen Jugendlichen als Befehlsempfänger*innen werden. Dabei helfen soll eine Anleitung zum Aufbau einer „FührerInnen“-Organisation – Lenin-, Stalin- und Mao-Zitate inklusive. Was steht in dem Text über den „demokratischen Zentralismus“?

„Klassenkampf statt Vaterland“ – zu dieser Demonstration mobilisierte das „Jugendkollektiv Salzwedel“ Anfang Juli 2025 und trat damit auch erstmals öffentlich auf. Stattfinden sollte die Demo, auf der sich die Gruppe per „antikapitalistischem Block“ nochmal besonders abzugrenzen plante, am 5. Juli. Nur: Für jenen Tag hatte eigentlich die antifa salzwedel zu ihrer Kampagnen-Demo „Gegen den Rechtsruck: ANTIFA!“ in der sachsen-anhaltischen Mittelstadt aufgerufen.

Kurz vor dem Demotag einigte man sich doch noch auf die Einhaltung des Demokonsenses der Antifagruppe – ganz zum Missfallen derer, die das „Jugendkollektiv“ für seine Dreistigkeit von außen bejubelt hatten. Einen Shitstorm Autoritärer Linker aus dem ganzen Bundesgebiet gegen in der ostdeutschen Provinz tätige Antifas später begnügte sich das „Jugendkollektiv“ denn mit einer Gegenkundgebung am Rande der Antifa-Demo. Statt „Klassenkampf“ und „Antikapitalismus“ bewegte natürlich vorwiegend ein ganz anderes Thema die Gemüter der Kundgebungs-Teilnehmer*innen: Israel.

Jetzt, im Jahr darauf, soll am 25. Juli 2026 die erste Ausgabe des neuen „Jugendkollektiv“-Lesekreises zum Thema „Demokratischer Zentralismus“ stattfinden. Lesen sollen die Jugendlichen einen 37-seitigen Text von hinter der „Kämpfenden Jugend“ stehenden Erwachsenen. Den hatte die autoritäre linke Gruppierung im Jahr 2020 in einer kurzen beziehungsweise gekürzten Version veröffentlicht. Mit der aus einem längeren Reader stammenden, umfassenderen Textvariante – nach der hier zitiert werden soll – hatte der Salzwedeler „Jugendkollektiv“-Wortführer schon im vorausgegangenen Winter versucht, Überzeugungsarbeit zu leisten. „Thesen zum Demokratischen Zentralismus“ hat es absolut in sich. Schon auf der ersten Seite stellt ein verwandtes Stalin-Zitat klar, dass man es hier mit Hardcore-Diktatur-Rechtfertigung zu tun hat. Und mit dem Wunsch nach absoluter Verfügungsgewalt über Gruppenmitglieder.

Erst im Juni hatten „Jugendkollektiv“-Mitglieder und Umfeld versucht, aufs Neue Stimmung gegen antiautoritäre und basisdemokratische Linke in Salzwedel zu machen, ihnen ein „hierarchisches“ Auftreten unterstellt. Im Text, den man jetzt mit Salzwedeler Jugendlichen lesen will, heißt es jedoch unmissverständlich über die eigenen Vorstellungen von politischer Arbeit: „Die Organisation ist streng hierarchisch organisiert. Untere Organe haben sich den oberen unterzuordnen. Die Führung der Organisation zwischen den Parteitagen erfolgt also von oben nach unten“ (S. 65 im vom „Jugendkollektiv“ benutzten PDF).

Im Wesentlichen handelt es sich bei den vorgestellten Prinzipien um eine Rechtfertigung, die Meinung und das Verhalten von „unteren“ Gruppenmitgliedern denjenigen der „FührerInnen“ anzupassen. Das Ziel: Eine „zentralisierte“ Organisation (beziehungsweise „Partei“) aufzubauen. „Nur die Einheit dieser Ansichten kann die Parteimitglieder zu einer zentralisierten Partei zusammenschließen. Zerfällt die Einheit der Ansicht, so zerfällt auch die Partei“ (S. 61), lassen die Autor*innen Josef Stalin sprechen. Das von den „FührerInnen“ vorgegebene „Programm“ beansprucht dabei, „wissenschaftlich“ zu sein. Und vermittels „Wissenschaftlichkeit“ die „echten“, „richtigen“ Ziele „der proletarischen Bewegung“ abzubilden. Sprich: Wer sich den „Wissenschaftler*innen“ an der Spitze der Sekte nicht fügt oder sich weigert, sich „unterzuordnen“ (S. 63), verstößt gegen „Wissenschaft“, Wahrheit und die Interessen der „Proletarier“ selbst.

Wer sich den mit einer langen Liste patriarchalen Verhaltens aufgefallenen Tonangebern des „Jugendkollektivs“ indes beugt, hat aber auch etwas davon. Gerade noch Teenager in einer sachsen-anhaltischen Mittelstadt mitten im größten Autobahn-Loch Deutschlands und kurz vor einer AfD-Landesregierung, darf man sich als „Jugendkollektiv“-Mitglied nun irgendwie als Teile einer „Elite“ verstehen. Denn eine zentralistische Gruppierung „ist restlos einer Festung gleich geworden, deren Tore sich nur den Würdigen öffnen“ (S. 62), wie es in den Worten Stalins heißt. Eine solche Gruppe sei „höchste Form der Klassenorganisation des Proletariats“ und organisiere in den eigenen Reihen „die besten, bewusstesten, diszipliniertesten und kampferprobtesten Teile der Klasse, die Avantgarde der Klasse, die Vorhut“, führen die Autor*innen weiter aus (S. 63). „Leitende GenossInnen“ stünden in hoher Verantwortung und bekämen darum „weitreichendere Kompetenzen“. Etwa das Recht, Berichte von unterstehenden Mitgliedern anzufordern. Wenn diese nicht von sich aus ihren umfassenden Berichtspflichten nachkommen. Auch „das Erteilen von Direktiven“ (S. 64), also von Befehlen, gehört dazu.

Geleitet werden soll alles von einem Zentralkomitee („ZK“), ein „kompetentes, autoritatives Organ mit weitreichenden Vollmachten“ (S. 65), der „höchsten Autorität“ (S. 67) einer solchen Gruppierung. Das „ZK“ kontrolliert, ob die Mitglieder die „Beschlüsse“ auch durchführen und sich ihm unterordnen. Grundlegend hierfür ist das mit dem Namen Lenins verbundene Prinzip der unbedingten Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit. Was heißt das? In der Theorie sollen Diskussionsprozesse innerhalb der Organisation „frei“ sein. Kommt es dann jedoch zu einem Beschluss, herrscht per Stalin-Zitat beschworene „eiserne Disziplin“ (S. 75) – nicht nur im Handeln, sondern auch im Denken.

Die Minderheit muss ihre Meinung der Mehrheit angleichen: „Die Partei/Organisation stellt (…) ein einheitliches System (…) dar, in dem die Minderheit sich der Mehrheit unterordnet“ (S. 74). Beschlüsse seien „für alle Mitglieder bindend“. Es hat „Einheit des Willens“ und „Einheit der Aktion“ zu herrschen. Sie sollen von oben durchgesetzt werden. Das ZK darf Mitgliedern nicht nur bestimmte Aufgaben zuweisen – selbst Befehle zur „Umsiedlung von GenossInnen“ (S. 68), also zum Umzug in eine andere Stadt, darf das ZK erteilen. Um dort politisch tätig zu werden, andere Gruppierungen zu unterwandern oder anzugreifen und neue Filialen der eigenen Organisation aufzubauen.

Und wie kontrolliert das „ZK“ die Durchführung der Beschlüsse? „Die unteren Parteileitungen und die Parteimitglieder müssen die Anweisungen und die Direktiven der oberen, bzw. zentralen Leitung in allen Einzelheiten diskutieren und erklärt bekommen“ (S. 66). Bei den Diskussionen und Abstimmungen herrscht aber nicht einfach bloß das Recht für alle, sich zu äußern: „Jedes Mitglied hat das Recht, aber auch die Pflicht, innerhalb der Organisation, seine Ansichten frei zu äußern“ (S. 82). Es gibt die Pflicht, einen „aktiven ideologischen Kampf“ zu führen (S. 83), und zwar „gegen Opportunismus und Revisionismus“ (S. 85, mehr zu den Begriffen später). So soll aufgedeckt werden, wer eine andere Meinung hat – damit man ihn dahingehend bearbeiten kann, wieder die Einheitsmeinung zu vertreten. „Um Widersprüche zu lösen, muss man sie zuerst kennenlernen. Kennt man die Ansichten der GenossInnen nicht, kann man Richtiges nicht fördern und Falsches nicht korrigieren“ (S. 83).

Per Stalin wird eingeworfen, „(…) dass man Gegensätze nur auf dem Weg des Kampfes überwinden“ könne (S. 86). „Die innerparteiliche Diskussion darf nicht zu einem anarchistischen Meinungspluralismus und zu einer bloßen Diskussionstribüne verkommen. Antagonistische Widersprüche sollen miteinander kämpfen, der Anspruch muss sein, falsche Standpunkte zu zerschlagen.“ Dies müsse „zentral organisiert werden“ (S. 88), also vom „ZK“ aus. Und mit „Kampf“ ist hier wirklich Kampf, Vernichtung gemeint: „(…) werden falsche Standpunkte nicht eingesehen und drohen in systematische Zersetzungs- und Fraktionsarbeit zu münden, ist das Mittel der Wahl der Ausschluss“ (S. 88). Was ein „falscher Standpunkt“ ist und was ein „richtiger“, das entscheidet freilich, wer die Macht dazu hat. Oder, wer mit der meisten Gewalt durchsetzen kann, selber „wissenschaftlich“ zu sein. „Die Entwicklungsgeschichte des inneren Lebens unserer Partei ist die Geschichte der Bekämpfung und Vernichtung der opportunistischen Gruppen innerhalb der Partei“, (S. 84) wird Stalin zitiert. Vernichtung.

Mit „Opportunismus“, „Revisionismus“ und „Fraktionen“ könne es „keine Kompromisse geben, sie gehören aus der Organisation gesäubert“ (S. 88), heißt es weiter. Das von Lenin 1920 auf dem zehnten Parteitag der KPdSU durchgesetzte und hier bis heute geltende Prinzip des Verbots von Fraktionen bedeutet, dass nur das „ZK“ das Recht hat, in einem abgeschlossenen Kreis zu diskutieren. Alle anderen Mitglieder müssen ihre Meinungen prinzipiell allen offenbaren. Und das als Individuum tun. Sie dürfen sich nicht zur Diskussion bestimmter Fragen oder gemäß eines geteilten Standpunktes oder Interesses zu Interessenverbänden zusammenschließen. Das gilt als nichts Minderes denn als „Missbrauch“: „Die Freiheit der Diskussion und das Recht auf Kritik darf innerhalb der Organisation nicht dafür missbraucht werden, dass innerhalb der Organisation ‚Grüppchen‘ mit einer eigenen Disziplin entstehen: Fraktionen sind in einer kommunistischen Organisation verboten. (…) Eine Fraktion ist ein Angriff auf die Einheit der Organisation.“ (S. 89)

„Opportunismus“ meint Haltungen, die sich vom „wissenschaftlichen“ Fundament des angeblichen Kommunismus entfernt hätten, wie es bei Lenin dargelegt worden sein soll. Positionen, die sich an etwas anderes anpassen als an die Vorgaben des „ZK“, etwa am Handeln innerhalb des kapitalistischen Staats, der bürgerlichen Demokratie oder der geltenden Rechtsordnung. Es gilt die individuelle Pflicht zur vermeintlichen Maximalopposition in jedem Lebensbereich, ohne Rücksicht auf Verluste. Eng damit verbunden ist der „Revisionismus“: Er meint die Aufgabe oder den Verrat an den „wissenschaftlichen“ Prinzipien der „kommunistischen“ Elite – den Versuch, einmal festgelegte Beschlüsse über den „wissenschaftlichen“ Kommunismus neu oder anders zu bewerten.

Die Partei hat immer Recht (wie es im berühmten „Lied der Partei“ über die SED heißt) – wer abweicht, hat immer Unrecht. „Fehler“ oder „Falsches korrigieren“ heißt hier nie: offen diskutieren, wer welche Meinung hat, sich im besten Fall dabei annähern und gemeinsam daraus zu lernen. Sondern: Menschen bearbeiten, dass sie endlich einsehen, dass die Führung mit ihrem „wissenschaftlichen“ Standpunkt Recht hatte. Damit das möglich ist, muss sich der Einzelne den FührerInnen gegenüber völlig nackt machen: „Die Partei soll alles wissen, der Partei soll das gesamte, entschieden das gesamte Material zur Beurteilung aller Meinungsverschiedenheiten, aller Rückfälle in den Revisionismus, aller Verstöße gegen die Disziplin usw. zur Verfügung gestellt werden“, heißt es per Lenin-Zitat (S. 83). Gegen die „wissenschaftlichen“ Prinzipien verstößt also schon, wer „heimlich“ anders denkst – und das nicht sofort an einen Vorgesetzten meldet.

Diese völlige Übermacht der „FührerInnen“, „wissenschaftlich“ zu entscheiden, wer und was als marxistisch „richtig“ gelten darf, und Untergebene dann zu zwingen, gefälligst die selbe Einsicht zu haben, wird hier nicht als antidemokratisch verstanden – sondern gerade als demokratisch. Denn damit wird ja die Haltung der „Mehrheit“ durchgesetzt. „Der Zentralismus ist also in dieser Hinsicht auch als Mittel zu begreifen, die Demokratie durchzusetzen“, heißt es. Er richte sich „nicht gegen die Demokratie der Organisation, sondern gegen Autonomismus und Individualismus“ (S. 76). Wer also zu autonom ist, zu sehr Individuum, gilt als sich der Mehrheit verweigernde*r Anti-Demokrat*in. „Ohne Demokratie kann es keinen richtigen Zentralismus geben, denn wen die Menschen unterschiedliche Ansichten und kein einheitliches Denken haben, ist es unmöglich einen Zentralismus aufzubauen.“ (S. 82)

Dass die Eliten das Recht haben, andere zu zwingen, leiten sie daraus ab, dass sie ja die „richtigen Ideen“ hätten: „Was ist Zentralismus? Zunächst einmal ist es eine Zentralisierung der richtigen Ideen, auf deren Grundlage die Einheit von Verständnis, Politik, Planung, Befehl und Aktion erreicht wird“ (S. 82), wie der Text per Mao-Zitat nochmal wiederholt. Mitglieder sollen wie „Rädchen und Schräubchen als Teil eines Getriebes systematiscsh zusammenwirken“ (S. 77) – eine Formulierung, wie sie kürzlich erst die Bundesführung der AfD auf ihrem Bundesparteitag in Erfurt für sich selbst ganz ähnlich gebrauchte und die das geteilte, autoritäre Menschenbild offenbart. Hier sind Menschen keine Subjekte, die sich selbst bestimmen und miteinander möglichst konsensuelle Verhältnisse der Genoss*innenschaft und Zusammenarbeit eingehen. Sie sind bloße Objekte, die von anderen zu einem „höheren“ Zweck benutzt werden dürfen.

Geleitet werden soll das „ZK“ von einem „Vorsitz“, „SekretärIn“, der beziehungsweise die jedoch „Kaderführer“ sein solle, nicht „Tyrann“ (Vgl. S. 71) Weil alles „kollektiv“ entschieden werde und es unterschiedliche Meinungen im „ZK“ ja dringend brauche – was die „Weisheit der Massen“ widerspiegele – sei der demokratische Zentralismus „unvereinbar mit autokratischen Führungskonzepten“ (S. 68). Ein Blick in die unfassbar blutige Geschichte der „sozialistischen“ Staaten zeigt zwar das genaue Gegenteil – aber der Text schafft das Problem einfach locker per Definition aus der Welt. Auch wird betont, dass Leitungsposten ja gewählt und abgewählt werden könnten. Ganz so, als hätten die „demokratisch-zentralistischen“ Ideen nicht maßgeblich mit dazu geführt, dass „sozialistische“ Führer wie Josef Stalin, Fidel Castro, Kim Il Sung, Enver Hoxha, Josip Broz Tito, Erich Honecker, Leonid Breschnew, Mao Zedong, Pol Pot zu Diktatoren teils auf Lebenszeit und bisweilen zu millionenfachen Massenmördern zur Herstellung der „Einheit“ werden konnten. Frauen sucht man in der Liste der „SekretärInnen“ sozialistischer Staaten übrigens vergeblich.

Der Text spricht sich sowohl gegen basisdemokratische Strukturen (S. 93) als auch gegen die Autonomie von Gruppen aus (S. 94). Das alles wird mit „Sicherheit“ begründet. Denn: Die Struktur, die gesamte Partei- und Organisationsarbeit müsse prinzipiell so aufgebaut sein, dass sie sowohl im Legalen wie auch unter Bedingungen der Illegalisierung gleichermaßen gut funktioniert (S. 95). Eine Organisation wird also von vornherein fast so aufgebaut, als wäre sie verboten. Zu den Pflichten der Mitglieder gehört denn auch die „unbedingte Notwendigkeit des Schutzes der Führung“ (S. 95). Der „Schutz der Führung“ bedeutet jedoch „nicht nur physischen Schutz der derzeitigen leitenden GenossInnen, sondern auch und vor allem das Schaffen einer Vielzahl potentieller neuer FührerInnen“, neuer „Kader“, die die alten notfalls ersetzen können und mit denen die Partei „unbesiegbar“ werde (S. 91, per Stalin-Zitat).

Für linke Strukturen, die sich im legalen Rahmen, also legalistisch, organisieren, hat der Text indes weniger als Verachtung übrig. So lauten denn die abschließenden Worte: „Im Zuge der revisionistischen Degeneration der kommunistischen Bewegung erhielt der Revisionismus auch und besonders in der Organisationsfrage Einzug. Kampf gegen den Revisionismus in der kommunistischen Bewegung in Deutschland heißt vor allem auch ein Kampf um die Ausrottung legalistischer Organisationsvorstellungen“ (S. 97). Und genau das ist, was das „Jugendkollektiv Salzwedel“ seit seiner Gründung unter strenger Geheimhaltung vor über einem Jahr getan hat: Zu versuchen, andere Strukturen zu infiltrieren, zu zerstören und zu übernehmen, um deren Vorstellungen den eigenen anzugleichen und sich ihre Ressourcen einzuverleiben. Und, um die Ideen und Prinzipien antiautoritärer Linker „auszurotten“.

Für alle anderen linken oder zivilgesellschaftlichen Gruppen in Salzwedel und Umgebung heißt das: Finger weg vom „Jugendkollektiv Salzwedel“. Und von anderen Gruppen, in denen „Jugendkollektiv“-Tonangeber mitmischen. Die selbe Warnung gilt für alle, die andernorts mit „roten Jugendgruppen“ zu tun haben – denn der Reader, in dem „Thesen zum demokratischen Sozialismus“ abgedruckt ist, zirkuliert über Schulungen und Sommercamps bundesweit in den entsprechenden Kreisen. Linksautoritäre Gruppierungen, in denen diktatorische Prinzipien wie „demokratischer Zentralismus“ gefeiert, gelehrt oder verfolgt werden, werden niemals auf Augenhöhe mit anderen zusammenarbeiten. Ihre Bemühungen werden sich immer darum drehen, andere Organisationen und Menschen entweder zu unterwerfen und in ihre „Einheit“ einzufügen – oder sie als „Klassenfeind*innen“ zu bekämpfen. Das zeigt nicht nur die Erfahrung mit dem „Jugendkollektiv Salzwedel“ – das zeigt auch die größenwahnsinnige Ideologie, die das „Jugendkollektiv“ gegenwärtig via Lesekreis weiteren jungen Menschen in Salzwedel einimpfen will.

 

Vernunft und Liebe, 24. Juli 2026

 

Küzeres Thesenpapier der „Kämpfenden Jugend“:
https://web.archive.org/web/20240513035133/https://kaempfendejugend.nobl...

Blog-Eintrag der „Kämpfenden Jugend“ zum kürzeren Thesenpapier:
https://web.archive.org/web/20240620014539/https://kaempfendejugend.nobl...

PDF-Scan der längeren Textvariante des Thesenpapiers:
https://u.pone.rs/dfvhnwzg.pdf

 

 

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